Formel 1

Mercedes trennt sich von Geschäftsführer Fry

Von Alexander Maack
Nächste Personalveränderung: Laut Medienberichten ist für Nick Fry kein Platz mehr bei Mercedes
© getty

Beim Formel-1-Team von Mercedes steht die nächste bedeutende Personalveränderung bevor. Geschäftsführer Nick Fry wird abgelöst. Dies bestätigte das Team am Donnerstag.

"Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich in den vergangenen elf Jahren für das Team arbeiten durfte, und bin sehr stolz darauf, dass ich gemeinsam mit dem Team dessen ersten Grand-Prix-Sieg und den Gewinn beider Weltmeisterschaften in der Saison 2009 erreicht habe", sagte der 56-jährige Engländer.

Der Abschied ist jedoch keine Trennung im Streit. "Ich möchte mich bei Nick für mehr als zehn Jahre Einsatz für das Team in Brackley bedanken", erklärte Mercedes-Sportchef Toto Wolff, der die Aufgaben des bisherigen Geschäftsführers übernimmt.

Fry wird dem Formel-1-Team der Stuttgarter dennoch mindestens bis Ende 2014 als Berater erhalten bleiben. Ein Zugeständnis an die Sponsoren? "Wir werden hart daran arbeiten, diese loyalen Partner zu halten und gleichzeitig in Zukunft neue Unternehmen für den Sport zu gewinnen", sagte Wolff, der seinen Einfluss beim Werksteam damit weiter ausbaut.

Kein Platz in neuer Organisationsstruktur

Nach dem Einstieg von Niki Lauda und Toto Wolff, die beide als Eigner am Formel-1-Projekt der Silberpfeile beteiligt sind, war für Fry in der neuen Organisationsstruktur offenbar kein Platz mehr. Mercedes hatte zuletzt schon verkündet, dass das Management mit Wolff, Lauda sowie Teamchef Brawn komplett sei.

Der bisherige Geschäftsführer Fry arbeitete seit 2002 beim Team in Brackley. Damals firmierte der Rennstall noch unter dem Namen British-American-Racing. Der Engländer blieb dem Team auch nach der Übernahme durch Honda treu und teilte sich zusammen mit Ross Brawn ab 2008 die Rolle des Teamchefs.

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Die beiden Engländer übernahmen nach dem Rückzug des japanischen Konzerns das Team und führten es unter dem Namen Brawn GP zur Doppelweltmeisterschaft 2009. Nach nur einem Jahr übernahm Mercedes den Rennstall. Brawn und Fry sollen zu diesem Zeitpunkt 24,9 Prozent Anteile gehalten haben.

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