Freitag, 25.05.2012

Monaco-GP: Warm-Up vor dem Qualifying

Muss Vettel um die Top Ten zittern?

Jenson Button ist Trainingsschnellster in Monaco (Quali, Sa., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER), sieht aber einen anderen großen Favoriten. Red Bull sorgt sich offen um den Quali-Speed. Ferrari und Mercedes sind zufrieden.

Sebastian Vettel gewann 2011 den Monaco-GP im Red Bull von der Pole-Position aus
© Getty
Sebastian Vettel gewann 2011 den Monaco-GP im Red Bull von der Pole-Position aus

Man sollte meinen, dass nach dem nicht repräsentativen Regentraining am Donnerstag große Ratlosigkeit unter den Teams herrschte. Schließlich war das in den Rennen zuvor auch nach komplett trockenen Sessions kaum besser.

Aber etwas überraschend gab es doch einige recht konkrete Aussagen über das voraussichtliche Kräfteverhältnis am Wochenende.

Lotus ist der große Favorit

Die wichtigste Erkenntnis: Lotus ist der große Favorit. Der Sieg des sechsten Teams im sechsten Rennen ist also gut möglich.

"Der Lotus ist das Auto, das es an diesem Wochenende zu schlagen gilt", sagte Button. "Wann immer sie auf der Strecke waren, waren sie sofort sehr schnell." McLaren-Kollege Lewis Hamilton bestätigte: "Der Lotus ist unglaublich schnell."

Das galt im Training allerdings nur für Romain Grosjean. Er wurde in der Tageswertung nur vier Zehntel hinter Button Zweiter - und zwar auf der härteren Reifenmischung. Auf superweichen Reifen hätte er Buttons Bestzeit also locker schlagen können.

Räikkönen bleibt trotz großer Probleme cool

Kimi Räikkönen verbrachte dagegen die komplette erste Session, die trocken gewesen wäre, mit Problemen an der Lenkung in der Garage. Als er dann endlich testen wollte, begann es zu regnen.

"Es hätte überhaupt keinen Sinn gemacht, mit der Lenkung im ersten Training zu fahren. Die Änderungen, die wir geplant hatten, haben leider nicht funktioniert", erklärte Räikkönen, blieb aber trotzdem cool: "Ich konnte nicht viele Runden im Trockenen drehen, aber was ich von Romain mitbekommen habe, sah sehr gut aus. Wir müssen nur ein paar Kleinigkeiten ändern, dann sollte das Auto okay sein."

"Okay" ist recht vorsichtig ausgedrückt, aber wenn man sich Grosjeans Speed im Training anschaut, scheint die Pole-Position drin zu sein. Und die kann selbst in Zeiten der Reifenturbulenzen in Monaco noch ein Rennen entscheiden. Das hat Sebastian Vettel 2011 bei seinem Sieg mit Einstopp-Strategie eindrucksvoll bewiesen.

Pirelli kocht sich sein eigenes Rennen
Jenson Button (l.) und Romain Grosjean als Köche? Mit prominenter Hilfe stellte Pirelli in Monaco ein Kochbuch vor, in dem auf amüsante Weise F-1-Motive nachgestellt werden
© pirelli
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Jenson Button (l.) und Romain Grosjean als Köche? Mit prominenter Hilfe stellte Pirelli in Monaco ein Kochbuch vor, in dem auf amüsante Weise F-1-Motive nachgestellt werden
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Los geht's mit der Vorstartphase. Letzte Vorbereitungen der Mechaniker (l.), bevor es in die Einführungsrunde geht (r.)
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Los geht's mit der Vorstartphase. Letzte Vorbereitungen der Mechaniker (l.), bevor es in die Einführungsrunde geht (r.)
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Die Autos kommen zurück und stellen sich auf ihre Startpositionen (l.). Die ersten Lichter der Startampel gehen an, gleich wird es ernst (r.)
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Die Autos kommen zurück und stellen sich auf ihre Startpositionen (l.). Die ersten Lichter der Startampel gehen an, gleich wird es ernst (r.)
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Es geht los! Die Autos rasen auf die erste Kurve zu (l.). Nach engen Duellen in der ersten Kurve sortiert sich das Feld langsam (r.)
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Es geht los! Die Autos rasen auf die erste Kurve zu (l.). Nach engen Duellen in der ersten Kurve sortiert sich das Feld langsam (r.)
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Im Kampf um die Positionen wird es eng. Die ersten Gegner greifen einander an (l.). Ein Verbremser zu viel und der Unfall ist nicht mehr zu vermeiden (r.)
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Im Kampf um die Positionen wird es eng. Die ersten Gegner greifen einander an (l.). Ein Verbremser zu viel und der Unfall ist nicht mehr zu vermeiden (r.)
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Das ist das Aus für einen der Beteiligten (l.). Das Auto steht so ungünstig, dass das Safety-Car auf die Strecke kommen muss (r.)
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Das ist das Aus für einen der Beteiligten (l.). Das Auto steht so ungünstig, dass das Safety-Car auf die Strecke kommen muss (r.)
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Die perfekte Gelegenheit für die Führenden, in die Boxengasse abzubiegen (l.). Die Crew steht schon für das heran rasende Auto bereit
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Die perfekte Gelegenheit für die Führenden, in die Boxengasse abzubiegen (l.). Die Crew steht schon für das heran rasende Auto bereit
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Die Boxenmannschaft ist ein eingespieltes Team. Jetzt geht es um Sekunden (l.). Alte Reifen runter, neue Reifen drauf, dann geht es weiter (r.)
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Die Boxenmannschaft ist ein eingespieltes Team. Jetzt geht es um Sekunden (l.). Alte Reifen runter, neue Reifen drauf, dann geht es weiter (r.)
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Bei der Boxenausfahrt geht es um Zentimeter (l.). Beide Führenden jagen sich in den letzten Runden. Die Reifen sind in den Schikanen am Limit (r.)
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Bei der Boxenausfahrt geht es um Zentimeter (l.). Beide Führenden jagen sich in den letzten Runden. Die Reifen sind in den Schikanen am Limit (r.)
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Dann das entscheidende Überholmanöver kurz vor Ende des Rennens (l.). Die Zielflagge wird geschwenkt, der Sieger steht fest (r.)
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Dann das entscheidende Überholmanöver kurz vor Ende des Rennens (l.). Die Zielflagge wird geschwenkt, der Sieger steht fest (r.)
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Auf dem Podium reihen sich die ersten Drei des Rennens zur Siegerehrung auf (l.). Der Rest ist einfach nur noch eine große Party (r.)
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Auf dem Podium reihen sich die ersten Drei des Rennens zur Siegerehrung auf (l.). Der Rest ist einfach nur noch eine große Party (r.)
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Webber sorgt sich um Red Bulls Speed

In diesem Jahr sieht es für ihn und sein Red-Bull-Team nicht so rosig aus. Im Training sprangen nur die Plätze zehn für Mark Webber und elf für Sebastian Vettel heraus. "Wenig aussagekräftig" nannte Vettel dieses Ergebnis zwar nicht zu Unrecht, aber Teamkollege Webber schwante schon Böses.

"Es wird sehr schwer werden, um die Pole zu kämpfen. Dafür haben wir in den kommenden 24 Stunden viel Arbeit vor uns, denn da draußen sind definitiv sehr schnelle Autos unterwegs. Wir müssen unseres verbessern", sagte Webber.

Ferrari, Mercedes, Sauber und Williams zufrieden

Zu den schnellen Autos zählten neben Lotus und McLaren auch Ferrari, Mercedes, Sauber und Williams. Alle waren mit ihren spärlichen Eindrücken aus dem Training zufrieden. Fernando Alonso nach Platz drei ebenso wie Barcelona-Sieger Pastor Maldonado nach Platz sieben.

Auch Nico Rosberg äußerte sich positiv über seinen Silberpfeil: "Das war ein guter Start. Ich fühle mich wohl im Auto und merke, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Die Kurvengeschwindigkeiten sollten uns hier entgegen kommen."

Es wird eng werden im Kampf um die Top Ten und es sieht danach aus, als würde es den einen oder anderen in Q2 erwischen, der damit jetzt noch nicht rechnet.

Vielleicht sogar den Weltmeister, auch wenn wir das aus deutscher Sicht nicht hoffen wollen.

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

Alexander Mey

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