Zwischenbilanz nach der ersten Testwoche

Wir haben wieder einen Geheimtipp

Von Alexander Mey
Montag, 13.02.2012 | 10:35 Uhr
Red Bull machte in der ersten Testwoche in Jerez einen sehr soliden Eindruck
© Getty
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Die Formel-1-Saison hat mit der ersten Testwoche in Jerez begonnen. Wer ist wie gut aus den Startlöchern gekommen? Wer sind die Sorgenkinder? Wer die Geheimtipps? Ein erster Überblick.

Es sind zwar erst vier Testtage vorüber, aber aufgrund des verkürzten Kalenders hat der Formel-1-Tross schon ein Drittel der Vorbereitung auf die kommende Saison hinter sich. Es zählt also jeder Tag, um am 18. März optimal vorbereitet am Start des Australien-GP zu stehen.

Folglich waren bis auf Marussia alle Teams in Jerez vor Ort. Insgesamt haben sie bei Sonnenschein, aber kalten Temperaturen in Andalusien rund 15.000 Testkilometer abgespult. Reifenhersteller Pirelli hat 1176 verbrauchte Pneus gezählt.

Mercedes und HRT mit alten Autos in Jerez

Die Gewöhnung an die neuen Reifen war eines der Hauptthemen der ersten Testwoche. Ebenso natürlich das Eliminieren der Kinderkrankheiten der neuen Autos, die alle Rennställe bis auf Mercedes und HRT im Einsatz hatten.

Die Blicke der Experten richteten sich aus technischer Sicht in erster Linie auf die Auspuff-Lösungen, die die Teams nach dem Verbot des angeblasenen Diffusors gefunden haben. Und auf die Hakennasen der meisten Autos, ein Ergebnis der per Reglement verringerten Höhe der Nasenspitze.

Einen Schönheitspreis gewinnt kaum eines der Autos. Dennoch haben einige durch ihren Speed aufhorchen lassen. Andere machten Sorgen - auch bei den Favoriten. Ein erster Überblick nach der ersten Testwoche in Jerez.

Red Bull: 295 Testrunden - Bestzeit: 1:19,184 Minuten (Mark Webber, Platz 5)

Der Weltmeister hat sich noch nicht richtig in die Karten schauen lassen, aber einen sehr soliden Eindruck hinterlassen. Mark Webber und Sebastian Vettel waren immer unter den Top Vier in der Tageswertung, ohne jedoch eine Bestzeit zu erzielen.

Die Zuverlässigkeit war noch nicht optimal. 295 Testrunden bedeuten nur Rang neun im Ranking der Teams. Vettel musste am Schlusstag den gesamten Vormittag wegen eines Elektronikproblems zuschauen. Dennoch war er mit dem Auftakt zufrieden. Sein Team zeigt kaum Schwächen und ist wohl wieder Favorit auf Siege und den Titel.

Vettel: "Meine ersten Eindrücke vom RB8 sind extrem positiv, auch wenn wir uns erst noch kennenlernen müssen. Es ist völlig normal, kleine Probleme zu haben, dafür sind diese Testtage schließlich da. Aber der Speed des Autos ist da, und es ist leichter, ein schnelles Auto zuverlässig zu machen als ein zuverlässiges schnell."

McLaren: 313 Testrunden - Bestzeit: 1:19,464 Minuten (Lewis Hamilton, Platz 7)

Der McLaren gewinnt definitiv den Schönheitspreis der Saison, da er das einzige Auto ohne die markante Hakennase ist. McLaren hat darauf verzichtet, die Front so hoch wie möglich zu bauen, damit mehr Luft unter das Auto strömen kann. Das war eine bewusste Entscheidung und kein verpasster Trend, beteuern die Verantwortlichen.

Dennoch kamen nach den ersten beiden schwachen Testtagen von Jenson Button Sorgen auf, es könnte ähnlich laufen wie bei den verpatzten Tests im Vorjahr. Button rangierte in Jerez nur auf Rang 18. Als Hamilton kam, wurde es aber etwas besser. In der Zuverlässigkeits-Statistik liegt McLaren auf Platz sechs, ein klarer Fortschritt gegenüber 2011.

Hamilton: "Nach den ersten zwei Testtagen von Jenson war ich mir nicht sicher, wo das Auto steht. Aber mit neuen Reifen habe ich schnell guten Grip gespürt. Die Traktion ist nicht so gut wie beim Vorgänger. Damit mussten wir rechnen. Ohne den angeblasenen Diffusor haben wir im Heck viel Abtrieb verloren."

Ferrari: 270 Testrunden - Bestzeit: 1:18,877 Minuten (Fernando Alonso, Platz 4)

Ähnlich wie bei McLaren sah es auch bei Ferrari an den ersten Tagen alles andere als gut aus. Sogar aus den eigenen Reihen kamen besorgte Äußerungen. Man hatte offenbar Probleme, das radikale Konzept des F2012 zu verstehen. Entsprechend bescheiden waren sowohl die Anzahl der Runden (nur Platz zehn) als auch Felipe Massas Rundenzeiten (nur Platz 17).

Alonso konnte es an seinem ersten Testtag kaum besser machen, doch zum Abschluss ließ er mit der Tagesbestzeit und der insgesamt zweitbesten in einem 2012er Auto aufhorchen.

Pat Fry (Technikchef): "Ich bin nicht glücklich damit, wo wir im Moment stehen. Es gibt noch eine Menge Raum für Verbesserungen."

Alonso: "Wir müssen das Auto noch besser verstehen. Wir sind vielleicht erst bei 20 Prozent von dem, wo wir sein müssten. Der Fortschritt, den wir hier in vier Tagen gemacht haben, war aber sehr groß. Das Aufwärmen der Reifen ist eine der Stärken des Autos. Es scheint, als können wir schon in der ersten Runde das Maximum herausholen, was letzte Saison nicht immer der Fall war."

Mercedes: 348 Testrunden - Bestzeit: 1:17,613 Minuten (Nico Rosberg, Platz 1)

Vorsicht! Mercedes war als einziges Top-Team in Jerez mit dem alten Auto unterwegs. Deshalb darf man die Rundenzeiten sowohl von Nico Rosberg als auch von Michael Schumacher (3.) nicht ernst nehmen. Der neue Silberpfeil feiert sein Debüt planmäßig erst beim kommenden Test in Barcelona.

Trotzdem waren die Tage von Jerez nicht nutzlos. Zum einen sammelte Mercedes jede Menge Daten in Sachen Reifen, also auf einem Gebiet, das 2011 große Probleme bereitete.

Zum anderen testete Mercedes eine Version des F-Schachts im Frontflügel. Durch eine kleine Öffnung in der Nase wird Luft auf den Frontflügel geleitet und von dort unter dem Auto hindurch in den Diffusor. Das soll einen Vorteil von rund 5 km/h beim Top-Speed bringen. Es ist stark anzunehmen, dass auch das neue Auto den F-Schacht haben wird. Andere Teams nutzen diesen Trick nicht.

Norbert Haug (Motorsportchef): "Es war eine bewusste Entscheidung, auf den ersten Test zu verzichten. Wir wollen das komplette neue Auto testen, inklusive aller Details. Deshalb brauchten wir die zehn zusätzlichen Entwicklungstage. Wir sind also nicht zu spät, wir liegen genau im Plan."

Schumacher: "Wir haben gute Arbeit mit den neuen Reifen geleistet, die auf jeden Fall deutlich besser für uns Fahrer sind als die Vorgänger. Ich glaube aber trotzdem nicht, dass es realistisch ist, in dieser Saison schon um den Titel zu fahren. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir irgendwann einmal dorthin kommen können, aber das geht nur Schritt für Schritt."

Teil 2: Der Geheimtipp der Experten

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