Formel 1

Boxenstopps: Mercedes ist am schnellsten

Von SPOX
Michael Schumacher wird von seiner Crew bei den Boxenstopps am schnellsten abgefertigt
© Getty

Sicherheitsbedenken könnten dazu führen, dass in Monaco der verstellbare Heckflügel verboten wird. Außerdem: McLaren hatte mächtig die Hosen voll und Mercedes absolviert die schnellsten Boxenstopps.

Sicherheitsbedenken könnten verstellbaren Heckflügel stoppen: Gut möglich, dass in Monaco der verstellbare Heckflügel, der 2011 schon für zahlreiche Überholmanöver gesorgt hat, nicht zum Einsatz kommen wird. Das System, das den Luftwiderstand der Autos verringert, ist einigen Piloten zu gefährlich.

Im Rennen gibt es erstens keine lange Gerade, auf der man sicher an einem Vordermann vorbeigehen könnte, zudem sind die Straßen im Fürstentum so schmal, dass jeder Überholversuch in den Leitplanken enden kann.

Im Qualifying, wo der Flügel jederzeit flach gestellt werden kann, kommt die Befürchtung dazu, dass die Fahrer bei der Nutzung des Systems zu viel Risiko eingehen, weil der Startplatz in Monaco extrem wichtig ist.

Wie das Fachmagazin "Autosport" berichtet, erwägt die FIA ein Verbot des Systems ernsthaft. Eine Entscheidung wird wohl am Rande des Türkei-GP fallen.

Mercedes stoppt am schnellsten: So wichtig wie zu Beginn dieser Saison waren Boxenstopps schon lange nicht mehr. Bei zwei bis vier Stopps pro Auto und Rennen zählt natürlich jede Zehntelsekunde, die man als Boxencrew durch perfekte Arbeit einsparen kann.

Diesen Job macht laut einer Erhebung des Fachmagazins "auto, motor und sport" Mercedes am besten. Michael Schumacher und Nico Rosberg verbrachten während der ersten drei Rennen im Schnitt 22,301 Sekunden in der Boxengasse. McLaren war mit 22,383 Sekunden fast genauso schnell. Red Bull folgt mit 22,589 Sekunden auf Rang drei.

Enttäuschend sind die Zeiten der Ferrari-Crew. Sie liegt mit 23,739 Sekunden hinter Sauber, Force India und Lotus-Renault nur auf Rang sieben. Fernando Alonso und Felipe Massa stehen also bei jedem Stopp im Schnitt 1,4 Sekunden länger an der Box als Schumacher und Rosberg. Schlusslicht ist übrigens HRT mit 25,676 Sekunden.

McLaren hatte mächtig die Hosen voll: Beim letzten Test noch nirgendwo, in Melbourne dann plötzlich härtester Gegner von Red Bull im Kampf um den Sieg. Man könnte meinen, McLaren hätte während der Wintertests nur geblufft.

Aber die Bekenntnisse von Technikchef Paddy Lowe lassen einen anderen Schluss zu. "Die Zeit im Februar und März war die schlimmste, die ich in 20 Jahren bei McLaren erlebt habe", gestand Lowe der "Gazzetta dello Sport".

Die Vorbereitung auf die Saison 2009, in der Lewis Hamilton nach seinem WM-Titel 2008 lange Zeit hinterher fuhr, sei zwar auch schlecht gewesen, aber kein Vergleich zur diesjährigen. "Damals war nur die Leistung unser Problem. Diesmal haben beim letzten Test in Barcelona unsere neuen Teile nicht funktioniert und dazu war das Auto auch noch unzuverlässig", erklärte Lowe.

Offenbar hat tatsächlich die Abkehr von allen Auspuff-Experimenten und der Nachbau der Red-Bull-Version die Wunderheilung gebracht. "Nach dem ersten Training in Australien waren wir wahrlich erleichtert", gab Lowe zu.

Der WM-Stand

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