Freitag, 10.09.2010

Klartext vom Formel-1-Boss

Ecclestone gegen Teamorder-Verbot

Nach der Strafe gegen Ferrari hat sich Bernie Ecclestone für die Abschaffung des Teamorder-Verbots ausgesprochen. "Diese Regel ist doch völlig verrückt", so der Formel-1-Boss.

Im Jahr 2000 erhielt Ecclestone ein Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
© Getty
Im Jahr 2000 erhielt Ecclestone ein Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat die Abschaffung des Teamorder-Verbots gefordert. "Diese Regel ist doch völlig verrückt - überhaupt nicht zu kontrollieren", sagte der 79 Jahre alte Brite im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Ecclestone weiter: "Was ist denn überhaupt eine Teamorder? Etwas, das vielleicht eine halbe Stunde vor dem Rennen stattgefunden hat? Oder einen Monat vor dem Rennen? Oder wenn die Verträge unterschrieben werden? Alles völliger Blödsinn. Wenn man jemand zum Reifenwechsel reinholt - und plötzlich ein Sekündchen dabei länger braucht? In meinen Augen ist das alles Teamstrategie, die erlaubt sein sollte. Ich empfehle der FIA, diese Regel zurückzunehmen."

100.000-Dollar-Strafe gegen Ferrari

Der Automobil-Weltverband FIA hatte am Mittwoch die 100.000-Dollar-Strafe gegen Ferrari wegen einer Teamorder beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim bestätigt, aber keine weiteren Sanktionen ausgesprochen.

Stattdessen beauftragte das World Motor Sport Council des Weltverbandes die Arbeitsgruppe Sport damit, den Paragrafen 39.1 des Sportlichen Reglements ("Teamorder, die ein Rennresultat beeinflusst, ist verboten.") zu überdenken.

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Ecclestone willl verlässliches Reglement

Ecclestone sprach sich zudem für mehr Verlässlichkeit im Reglement aus. "Diese permanenten Regeländerungen halten die Teams davon ab, Geld zu sparen. Insgesamt sollte man sagen, die Regeln von heute werden auch die nächsten zwei Jahre gelten. Wenn es nach mir ginge, würde man zum Beispiel das Motorenreglement auf Jahre einfrieren", sagte Ecclestone.

Die geplante Begrenzung des Team-Personals auf 380 Mitglieder ab 2011 kritisierte der Brite. "Einem Team sollte erlaubt sein, so geführt zu werden, wie das Team es will. Solange sie es anständig machen, sollte sich da keiner einmischen", sagte er.

Er fügte an: "Ich lasse mir doch auch nicht in mein Business reinreden. Keiner lässt sich das gerne. Und glauben sie mir, sie werden einen Weg finden, wenn sie mehr Leute beschäftigen wollen."

Zuspruch für Schumacher

Außerdem verteidigte Big Bernie den zurückgekehrten Rekordweltmeister Michael Schumacher wieder einmal gegen alle Kritik. "Ich denke erst einmal, dass es sehr mutig von ihm war zurückzukommen. Unglaublich mutig. Er ist immer noch hochtalentiert und super fit", sagte er.

"Wenn man sich jetzt bei Michael vergegenwärtigt, dass er etwa drei Jahre weg war, dann stellt er sich sehr, sehr gut an. Deswegen sollte wirklich keiner von Michael enttäuscht sein", sagte er.

Genauso wenig von Sebastian Vettel. "Er muss sich noch ein wenig entwickeln. Aber er wird sich entwickeln. Und er wird Weltmeister werden", sagte Ecclestone.

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