Formel 1

Button: "Mitschuld an Schumis Problemen"

SID
Jenson Button gewann 2009 den Weltmeister-Titel
© Getty

Jenson Button sieht sich in der Verantwortung für das bislang enttäuschende Comeback Michael Schumachers. Viele Einstellungen des Autos gingen noch auf ihn zurück, so der Brite.

Formel-1-Weltmeister Jenson Button hat die Verantwortung dafür übernommen, dass Michael Schumacher bei seinem Comeback bislang nicht so recht in Gang gekommen ist.

"Michael mag ein Auto, das direkt einlenkt", sagte Button im Gespräch mit "Sport-Bild": "Aber der Mercedes untersteuert sehr stark. Das war immer so, weil ich es gerne so haben wollte."

Dennoch, so Button, hätten vor allem die deutschen Fans allen Grund, ihm dankbar zu sein: "Weil ich durch meinen Wechsel von Brawn zu McLaren Ende vergangenen Jahres Michael Schumachers Comeback ermöglicht habe."

"Nicht vor nächster Saison über Schumi urteilen"

Trotz der bislang eher mäßigen Ergebnisse von Schumacher und Mercedes warnt Button davor, den Rekord-Weltmeister voreilig abzuschreiben: "Man sollte nicht vor nächster Saison über ihn urteilen, wenn er mehr Einfluss auf die Entwicklung des Autos hatte."

Schumachers Comeback-Entscheidung sei "recht spät gefallen. Die grundlegende Charakteristik des aktuellen Mercedes stand schon lange vor seiner Unterschrift fest." Für Button ist es in jedem Fall "nur eine Frage der Zeit, bis er wieder um Siege kämpft. Den alten Michael sehen wir spätestens 2011 wieder."

Button glaubt an Titel für Vettel

In diesem Jahr sind es vor allem Button und sein McLaren-Teamkollege Lewis Hamilton, die an der Spitze der WM-Wertung um den Titel kämpfen.

Dass es dabei ähnliche Probleme geben könnte, wie sie zuletzt zwischen den Red-Bull-Fahrern Sebastian Vettel und Mark Webber entstanden waren, schließt Button aus

"Lewis und ich kommen wirklich gut miteinander aus", sagte er der "Sport-Bild": "Das liegt daran, dass wir offen und ehrlich miteinander umgehen. Wenn wir ein Problem haben, reden wir darüber."

Gerade Vettel will Button im Titelkampf aber keinesfalls unterschätzen: "Sebastian fährt sehr aggressiv, aber auf eine positive Art und Weise. Er hasst es zu verlieren, was manchmal gut ist, manchmal nicht. Aber ich bin sicher: "Er ist einer der wenigen Fahrer, die in Zukunft einen Titel holen werden."

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