Formel 1

Button findet Schumi-Comeback "ziemlich cool"

SID
Jenson Button gab 2000 sein Debüt in der Formel 1 für Williams
© Getty

Weltmeister Jenson Button hat den vielfach kritisierten Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher in Schutz genommen: "Er holt alles heraus, was aus diesem Auto herauszuholen ist".

Formel-1-Weltmeister Jenson Button hat Michael Schumacher bei dessen vieldiskutiertem Comeback noch längst nicht abgeschrieben.

"Am Anfang war es hart für ihn. Man merkt, wie er jetzt immer mehr einen Gang zulegt", sagte der 30-jährige Engländer im Gespräch mit dem Fachmagazin "Kicker": "Was ich bisher von ihm gesehen habe, das hat Laune gemacht. Er holt alles heraus, was aus diesem Auto herauszuholen ist. Aber alles, was Michael tut, wird unter dem Mikroskop betrachtet."

Die Frage, ob Schumacher noch ein Konkurrent im Titelkampf ist, lässt Button offen: "Er liegt zurzeit weit zurück, von daher ist es schwierig. Aber man kann jetzt noch keinen ausschließen."

Grundsätzlich sei es "ziemlich cool", wieder gegen den Rekordweltmeister fahren zu können. "Ich finde es überhaupt großartig, dass er wieder da ist. Es ist gut für den Sport", sagte Button.

Lob für McLaren-Team

Voll des Lobes ist Button über die in der Vergangenheit oft kritisierte Atmosphäre im McLaren-Team. "Ich kann sagen, dass ich mich bei McLaren wirklich zu Hause fühle", versicherte der amtierende Champion.

Das Verhältnis zu seinem Teamkollegen Lewis Hamilton sei ebenfalls hervorragend: "Unsere Arbeitsatmosphäre ist ziemlich gut, wir teilen wirklich jede technische Information, denn wir beide wissen, dass wir nur auf diese Weise das Team stark machen können."

"Wissen, wo die Grenze ist"

Privat gehe man eher getrennte Wege: "Das kommt schon daher, dass Lewis in der Schweiz wohnt und ich immer zwischen Monaco und England pendle."

Man habe sich dennoch schnell besser kennengelernt: "Es ist wichtig, dass man unter Teamkollegen auch eine menschliche Beziehung knüpft."

Einen teaminternen Crash während eines Rennens schließt Button deshalb aus. "Kluge Fahrer wollen mit niemandem kollidieren, schon gar nicht mit dem eigenen Teamkollegen. Man muss sich selbst trotzdem immer ans Limit bringen, aber dann auch wissen, wo die Grenze liegt", sagte der Engländer.

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