Samstag, 10.07.2010

Großbritannien-GP - Silverstone

Vettel Schnellster - Rückschritt für McLaren

Bestzeit und ein kurioser Zwischenfall für Sebastian Vettel im dritten Training zum Großbritannien-GP in Silverstone. Während sich Ferrari zum ersten Herausforderer von Red Bull im Qualifying mausert, baut McLaren die Updates am Auto zurück.

Lewis Hamilton leistete sich am Freitag in seinem McLaren zahlreiche Ausritte
© Getty
Lewis Hamilton leistete sich am Freitag in seinem McLaren zahlreiche Ausritte

McLaren ist vor dem Qualifying einen entscheidenden Schritt zurück gegangen. Das große Update mit dem umgebauten Heck und der geänderten Auspuffführung, das die Lücke zu Red Bull eigentlich schließen sollte, wurde nach den Trainings am Freitag wieder ausgebaut.

Damit ist der McLaren wieder auf dem Entwicklungsstand des Europa-GP in Valencia und sollte nun noch weniger Chancen haben, die Bullen in den schnellen Kurven von Silverstone herauszufordern.

"Wir sind nicht da, wo wir sein wollten", gab Jenson Button schon am Freitagnachmittag zu. "Der Tag war komplizierter als erwartet. Wir konnten einfach mit dem neuen Paket nicht die richtige Abstimmung finden."

McLaren liegt immer noch schlecht

Zusätzlich zur Abstimmung war offenbar auch die Hitzeentwicklung der versteckten Auspuffrohre ein Problem. Zwischen den beiden Trainings am Freitag wurden per Hand Lüftungsschlitze in das Chassis geschnitten.

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Das alte Aerodynamik-Paket ist zwar in den schnellen Kurven nicht so schnell wie das neue, bietet dafür aber den Vorteil, dass das Team viel Erfahrung mit der Abstimmung hat.

Trotzdem scheint die Rolle des ersten Red-Bull-Verfolgers diesmal Ferrari zuzukommen, denn der McLaren lag im Abschlusstraining auch in der alten Konfiguration nicht gut. Das Auto hüpfte viel zu sehr über die zahlreichen Bodenwellen. Lewis Hamilton und Jenson Button belegten nur die Ränge sieben und zwölf.

Vettel trotz kuriosen Zwischenfalls Schnellster

Vorne machte Red Bull wieder die Musik. Sebastian Vettel fuhr in 1:30,958 Minuten knapp vor Mark Webber Bestzeit. Seine schnellste Runde musste er aber abbrechen, nachdem die Nase seines Autos abgeknickt war. Ein kurioser Zwischenfall, denn offenbar waren die Schrauben nicht richtig angezogen.

Dritter und Vierter waren Fernando Alonso im Ferrari und Nico Rosberg im Mercedes. Wobei Alonso darauf verzichtete, am Ende noch einmal auf weichen Reifen eine Zeit zu setzen.

Michael Schumacher belegte Rang acht, Nico Hülkenberg wurde 13., Adrian Sutil 15. und Timo Glock, der wieder mal technische Probleme hatte, Vorletzter.

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Michael Schumacher drehte sich auf dem neuen Streckenabschnitt einmal, kam aber ansonsten ganz gut mit seinem Mercedes zurecht
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Ferrari mit neuem Heck. Funktionierte offensichtlich sehr gut, denn Fernando Alonso und Felipe Massa waren vorne dabei
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Red Bull war aber unantastbar. Wobei Mark Webber Sebastian Vettel einen Rückstand von mehr als sechs Zehnteln aufbrummte
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