Donnerstag, 24.06.2010

Formel 1

Altmeister Schumacher betritt Neuland

Beim Grand Prix von Europa am Sonntag feiert Michael Schumacher sein Debüt auf dem Stadtkurs in Valencia. Der Silberpfeil-Pilot erwartet, gut auf dem neuen Kurs zurechtzukommen.

Michael Schumacher erwartet in Valencia keine Probleme mit der Rennstrecke.
© sid
Michael Schumacher erwartet in Valencia keine Probleme mit der Rennstrecke.

Auf seine alten Tage betritt Michael Schumacher noch einmal Neuland: Beim Großen Preis von Europa am Sonntag (So. 14.00 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) startet der 41 Jahre alte Rekordweltmeister in seinem 259. Rennen zum ersten Mal auf dem Stadtkurs in Valencia - und drehte seine erste Runde auf einem Elektro-Fahrrad.

"Das richtige Gefühl habe ich noch nicht. Mein erster Eindruck ist, dass es mächtig lange Geraden und ziemlich enge Ecken gibt", sagte er am Donnerstagnachmittag, nachdem er durch Probleme im französischen Luftraum mit etwas Verspätung eingetroffen war. Am Freitag im freien Training brauche er aber "im Normalfall zwischen zwei und zehn Runden", um sich komplett einzugewöhnen.

"Wieder mal eine neue Erfahrung für mich"

Zuletzt hatte sich Schumacher 2004 beim Formel-1-Debüt von China in Shanghai an eine neue Strecke gewöhnen müssen. Das erste Rennen in Valencia sei "wieder mal eine neue Erfahrung für einen Routinier wie mich", sagte Schumacher im Vorfeld des 9. von 19 WM-Läufen in seiner Comeback-Saison.

"Aber eine Erfahrung, auf die ich mich sehr freue. Ich war immer sehr gut darin, mich sehr schnell auf neue Gegebenheiten einzustellen, und ich gehe davon aus, dass mir das in Valencia ebenfalls gelingen wird."

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Andere Streckenvorbereitung als früher

Zudem bereiten sich die Fahrer heute anders als in Schumachers Anfangszeiten auch in hochmodernen Simulatoren akribisch auf neue Strecken vor.

In sein erstes Formel-1-Rennen am 25. August 1991 auf der fast sieben Kilometer langen Berg- und Talbahn in Spa war Schumacher noch gegangen, ohne vorher jemals dort mit einem Rennauto gefahren zu sein.

Dabei hatte ihn damals sein Manager Willi Weber mit einer Notlüge vor allem wegen seiner "Streckenkenntnis" Teamchef Eddie Jordan empfohlen.

Schumacher stellte sich nach einer "Einführungsrunde" mit dem Fahrrad perfekt auf die Strecke und das unbekannte Auto ein - und fuhr sensationell Startplatz sieben heraus.

Nackenverletzung verhinderte Valencia-Debüt 2009

Fast hätte Schumacher sein Debüt in Valencia schon im vorigen Jahr gefeiert. Nach dem schweren Unfall von Ferrari-Pilot Felipe Massa wollte er für seinen Freund einspringen und hatte auch schon Testfahrten bestritten.

Nachwirkungen einer schweren Nackenverletzung bei einem Motorradsturz hatten Schumachers Comeback dann aber verhindert. "Ich war dann aber mit dem Team an der Strecke, von daher ist sie nicht ganz neu für mich", meinte er.

Der Comeback-Versuch hatte Schumachers alte Liebe zur Formel 1 wieder aufflammen lassen. Ende 2009 gab er seine Rückkehr in die Königsklasse bekannt, aber nicht bei Ferrari, sondern bei seinen alten Weggefährten Ross Brawn und Mercedes.

Doch nach drei Jahren Pause muss der siebenmalige Weltmeister mehr lernen als ihm lieb ist. Vor allem der Umgang mit den sehr schwierig zu nutzenden Reifen bereitet ihm Probleme, dagegen sind neue Strecken wie die in Valencia oder später im Jahr die in Südkorea Kleinigkeiten.

Schumacher hofft auf Verbesserung des Wagens

Größere Gedanken als um den Kurs machen sich Schumacher, Brawn und die Ingenieure im Silberpfeil-Werksteam um das Auto, das der Konkurrenten Red Bull, McLaren und Ferrari hinterherhinkt. Schumacher ist dennoch optimistisch für Valencia. "Wir werden mit einigen Updates an unserem Auto anreisen, die uns zu einer verbesserten Performance verhelfen sollten", sagte er.

Während Teamkollege Nico Rosberg als WM-Sechster mit 74 Punkten zumindest noch kleine Chancen hat, in den Titelkampf einzugreifen, kann Schumacher als Neunter mit 34 Zählern den Rest der Saison quasi schon als Vorbereitung auf 2011 nehmen.

Sein Comeback bei Mercedes hat er ja auf drei Jahre angelegt, wobei diese Saison ein wenig zum Eingewöhnen gedacht war. Und im kommenden Jahr müssen schließlich alle Fahrer mit neuen Reifen klarkommen - dann von Pirelli.

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