Mittwoch, 07.04.2010

Neues aus der Formel 1

Ecclestone: "Werden einige Rennen verlieren"

Bernie Ecclestone sucht schon wieder neue Strecken, kann auf einige Traditionsrennen aber ohnehin gut verzichten. Derweil könnten sich die Teams mit 18-Zoll-Reifen gut arrangieren. Lewis Hamilton hat ein super Rezept gegen Jetlag.

Für Formel 1 Bernie Ecclestone geht es immer noch schneller, größer, besser
© Getty
Für Formel 1 Bernie Ecclestone geht es immer noch schneller, größer, besser

Gehen der Formel 1 in den kommenden Jahren weitere Traditionsrennen verloren? Boss Bernie Ecclestone scheint das vollkommen egal zu sein. Denn er sehnt sich nach der Erschließung neuer Märkte, nach der Integration neuer spektakulärer Kurse in den Kalender.

In der "Gazzetta dello Sport" gab der 79-Jährige an, dass er schon länger davon träume, ein Rennen vor der faszinierenden Kulisse Manhattans auszutragen, "mit all diesen Wolkenkratzern im Hintergrund. Ich versuche, dass es dort 2012 klappt." Auch ein Rennen in Russland - Sotschi, Austragungsort der Winterspiele 2014, oder Moskau - kämen da in Frage. Zudem wird ab 2011 Indien Teil der Formel 1 sein.

Ein Ausbau des Kalenders auf 20 Rennen wäre laut Ecclestone eine der Möglichkeiten, um alle Strecken unter einen Hut zu bekommen. Aber: "Wir werden natürlich einige Rennen verlieren", so der Serienchef bei "Bloomberg". "Es gibt aber durchaus einige Grands Prix, deren Verlust wir uns ohne Probleme leisten können."

Streit um Reifen für 2011: Die Saison, nach der sich Reifenlieferant Bridgestone aus der Formel 1 verabschiedet, hat kaum begonnen, da droht schon ein Reifenstreit für das kommende Jahr. Stein des Anstoßes ist zum einen die Frage, ob man sich auf einen oder mehrere Lieferanten einlassen soll, zum anderen die Diskussion um die zukünftige Reifenbreite.

Michelin, Kumho und Hankook sollen an einer Zusammenarbeit mit der Königsklasse interessiert sein, Williams-Besitzer Frank Williams äußerte sich aber aus zweierlei Gründen skeptisch: "Ein Reifenkrieg wäre für die Reifenfirmen sehr teuer, denn sie müssten nonstop weiterentwickeln. Außerdem wollen wir doch, dass vor allem die Fahrer die Rennen entscheiden und nicht andere Faktoren, oder?"

Weniger kontrovers wird da schon über die Reifenbreite diskutiert: Die meisten Rennställe könnten sich demnach eine Verbreiterung auf 18 Zoll wie in der DTM gut vorstellen. Ross Brawn etwa glaubt: "Wenn ein Reifenhersteller in die Formel 1 kommt, müssen wir dessen Ziele respektieren und versuchen, diese mit den Zielen der Teams zu verbinden. Wenn wir uns gegen Veränderungen sperren, werden wir nicht mehr so attraktiv sein."

Williams-Technikchef Sam Michael hält das ganze sogar für eine "großartige Idee", negative Folgen wie etwa weniger Überholmanöver aufgrund der theoretisch effizienteren Bremsleistung befürchtet er nicht. Renault-Teamchef Eric Boullier sieht darin ganz im Gegenteil die Chance, Material zu sparen: "Statt zwei Bremssätzen für ein Wochenende würdest du mit zwei Sätzen vielleicht sechs Rennen fahren können, weil mehr Energie absorbiert werden kann."

Scherzinger als Jetlag-Medizin: Um nicht wie sonst komplett übermüdet in Australien an den Start zu gehen, hat Lewis Hamilton seine Reiseroute verändert.

Der Brite verriet, dass er diesmal statt über Asien erst in die USA geflogen sei: "Das war im Hinblick auf den Jetlag vermutlich der beste Trip überhaupt", so Hamilton.

"Normalerweise verbringst du eine Nacht in China und kommst dann ziemlich müde in Australien an. Ich blieb ein paar Tage in Los Angeles und schlief auf dem gesamten Flug."

Und wo logierte der 25-Jährige? Natürlich bei seiner Freundin Nicole Scherzinger! "Das Geheimrezept gegen Müdigkeit ist also, auf halber Strecke deine Freundin zu treffen", so Hamilton scherzhaft.

Schumi wieder dabei: Die Nachrichtenagentur "GMM" berichtet, dass Michael Schumacher nun doch wieder Mitglied der GDPA, der Fahrergewerkschaft, ist. Medienberaterin Sabine Krehm soll den Wiedereintritt des Mercedes-Piloten bestätigt haben. Zu Beginn der Formel-1-Saison hatte der 41-Jährige noch erklärt, dass er diesen Schritt nicht für nötig halte.

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