Montag, 26.04.2010

Angeblich neue Motoren ab 2013

Die Rückkehr der Turbo-Monster?

Laut spanischen Medien haben sich die Teams auf eine neue Motoren-Regelung ab geeinigt. Demnach sollen die Aggregate kleiner werden und dafür mit einem Doppel-Turbolader ausgestattet werden. Außerdem: Fernando Alonso sagt, dass der Saisonstart in Übersee nur eine Testphase war und kündigt für sein Heimspiel einen Großangriff an.

Gerhard Berger im Benetton B186 mit mehr als 1000 PS
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Gerhard Berger im Benetton B186 mit mehr als 1000 PS

Turbo-Motor beschlossen? Bereits seit einiger Zeit wird überlegt, ob die Teams in der Königsklasse nicht mit einem deutlich kleineren Motor an den Start gehen sollen. Wie die spanische Zeitung "El Mundo Deportivo" berichtet, haben sich die Teams nun grundlegend auf eine Regelung für die Zeit nach dem bestehenden Motorenabkommen geeinigt.

Ab 2013 sollen so statt der aktuellen 2,4-Liter-Achtzylinder-Motoren kleinere Vierzylinder-Aggregate mit 1500 Kubikzentimeter Hubraum eingesetzt werden. Im Gegenzug sollen diese aber mit Doppel-Turbolader, Direkteinspritzung und KERS ausgestattet werden. 1986 kam der Benetton-BMW von Gerhard Berger dank Turboaufladung auf weit über 1000 PS.

"Es wird diskutiert, den Hubraum zu verkleinern und die Benzineffizienz zu verbessern", hatte Mercedes-Sportchef Norbert Haug vor einiger Zeit gesagt. Unterstützung kommt auch aus Italien. "Wenn die Formel 1 etwas für die Serienentwicklung tun will, dann brauchen wir Turbomotoren mit Direkteinspritzung", meint Ferrari-Geschäftsführer Amedeo Felisa.

Designsünden und Flügelsalat
Wie alles begann: Anfang der 50er Jahre war Aerodynamik für Juan Manuel Fangio und Co. noch ein absolutes Fremdwort
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1954 versuchte es Mercedes mit voll verkleideten Rädern
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Anfang der 70er Jahre kam Bewegung in die Aerodynamik. Experimente waren angesagt - Beispiel March
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Putziger Aufsatz vor dem Cockpit: Der March von 1972
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Die Frontpartie von Niki Laudas BRM schleifte 1973 sogar auf dem Boden
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1974 nahmen die Airboxen wie hier am McLaren von Emerson Fittipaldi skurrile Formen an
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1976 wurde es richtig kurios: Tyrrell trat mit drei Achsen und sechs Rädern an
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Und es funktionierte sogar: In Schweden gab es einen GP-Sieg
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1979 begann der Trend, den Frontflügel komplett wegzulassen - Beispiel Brabham
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Gleichzeitig gab es aber auch futuristische Lösungen wie hier beim Arrows von Jochen Mass
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Das ist mal eine Höllenmaschine
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Der Brabham-BMW von 1983 war eine Mischung aus Pfeil und Spritze
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Dann kam eine lange kreative Pause. Erst 1995 sorgte McLaren wieder für etwas Neues. Eine Vorstufe der heute verwendeten Haifischflosse
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2001 präsentierte Arrows in Monaco einen der wohl hässlichsten Flügel aller Zeiten
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Natürlich darf auch die Rochennase, die BMW-Williams 2004 ins Rennen schickte, nicht fehlen
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Wer braucht schon den Saisonstart in Übersee? Fernando Alonso offenbar nicht. Der sagte nämlich jetzt in einem Interview mit dem britischen Magazin "Autosport": "Natürlich fängt die Saison offiziell mit dem ersten Rennen an, aber das ist doch eigentlich nur dazu da, das gute Gefühl zu bestätigen, das man bei den Testfahrten hatte. Erst in Europa zeigt sich, wer tatsächlich um den Titel kämpft. Und ich habe eine realistische Chance dazu." Aktuell liegt der Ferrari-Pilot in der Fahrer-WM elf Punkte hinter Jenson Button auf Rang drei.

Grund für den Optimismus: die Motoren-Probleme der Scuderia sind offenbar behoben. "Wir wissen woran es lag, haben die Probleme behoben und werden dafür sorgen, dass wir in der restlichen Saison zu 100 Prozent zuverlässig sind", so der Spanier. Die Gerüchte über schwerwiegendere Defekte seien frei erfunden.

Clever gewinnt: Das Nachtank-Verbot belohnt schlaue Fahrer. Das sagt jedenfalls Robert Kubica. "Es ist jetzt noch wichtiger, auf seine Reifen zu achten und clever zu fahren", erklärt der Pole. "Man darf jetzt nicht mehr einfach für ein paar Runden pushen, um jemanden zu überholen. Denn dann sind die Reifen dahin. Jetzt müssen wir immer das komplette Rennen im Hinterkopf haben. Du musst vorausahnen wie sich Auto und Reifen verändern und darauf entsprechend reagieren, um möglichst schnell über die Distanz zu kommen."

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