Formel 1

Schumi mit großen Erwartungen nach Melbourne

SID
Mercedes-Pilot Michael Schumacher freut sich auf den Grand Prix in Melbourne
© Getty

Michael Schumacher plant nach dem sechsten Platz in Bahrain nun den großen Wurf in Australien. "Melbourne wird mir helfen", ist Schumi von einem positiven Ergebnis überzeugt.

Nach dem Schnupperkurs in der Wüste fängt die Saison für Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher eigentlich jetzt erst richtig an.

Der sechste Platz in Bahrain war nach drei Jahren Pause die Warmup-Runde, beim Großen Preis von Australien will der Rekordweltmeister am Sonntag (8 Uhr MESZ live auf Sky) in Melbourne die Favoriten Sebastian Vettel und Fernando Alonso ärgern.

Mit seinem Ergebnis beim Auftakt in Bahrain ist Schumacher nach eigener Aussage sehr zufrieden gewesen. "Der sechste Platz war gut für mich, vor allem wenn man bedenkt, wie selten ich seit meinem Rücktritt ein Formel-1-Auto gefahren bin", sagt der Mercedes-Pilot: "Melbourne wird mir sicher helfen, noch mehr in den Rhythmus zu kommen. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf."

Haug erwartet "schwieriges Rennen"

Norbert Haug erwartet aber noch keine Wunderdinge von seinem neuen Star im Team. "Ich erwarte in Melbourne ein schwieriges Rennen für uns.

Die Basis unseres Autos ist gut, und jeder im Team arbeitet hart und konzentriert, aber es wird trotzdem eine Weile dauern, um die nächsten Entwicklungsschritte umzusetzen und die Lücke zur Spitze des Feldes zu schließen", sagt der Mercedes-Sportchef.

Die Stimmung im Team ist laut Haug schon erstklassig: "Jeder von uns freut sich auf Melbourne." Das kann Schumacher bestätigen. Australien sei für ihn immer ein Highlight im Formel-1-Kalender gewesen, sagt der 41-Jährige: "Das hat sich für mich in all den Jahren nie geändert."

Doch Sebastian Vettel will seinem einstigen Idol einen Strich durch die Rechnung machen. "Wäre alles normal verlaufen, hätte ich in Bahrain gewonnen", sagt Vettel. Der Red-Bull-Pilot musste wegen einer defekten Zündkerze den schon sicher geglaubten Sieg aus den Händen geben und letztlich mit einem vierten Rang zufrieden sein.

Vettel: "Habe mir nichts vorzuwerfen"

"Ich habe mir nichts vorzuwerfen", sagt Vettel und blickt nach vorn: "Ich glaube, es kommt diese Saison sehr viel Positives. Unser Auto funktioniert - im Qualifying und im Rennen. Und das stimmt mich optimistisch." Durch Vettels Pech war für Fernando Alonso (Spanien) und Felipe Massa (Brasilien) der Weg zum Ferrari-Doppelsieg frei. Das Team aus Maranello sieht Vettel auch in Melbourne als seinen schärfsten Rivalen.

Michael Schumacher, der down under schon viermal triumphierte, ist diesmal nur Außenseiter. Wie immer ist er auch diesmal sehr früh nach Australien angereist. Schumacher: "Ich habe mir einige schöne Tage zum Trainieren, Anpassen und Relaxen gegönnt, damit ich zum Rennwochenende fit und ausgeruht bin."

Gute Erinnerungen an Melbourne hat auch Schumachers Teamkollege Nico Rosberg. "In den vergangenen drei Jahren fuhr ich hier immer in die Punkteränge, 2008 wurde ich Dritter und holte so meinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1", sagt der 24-Jährige und freut sich nach Rang fünf zum Auftakt aufs zweite Saisonrennen.

"Melbourne ist eine tolle Stadt, ich komme gerne hierher." Der Grand Prix habe aber auch seine Tücken, sagt Rosberg: "Durch die Startzeit am späten Nachmittag ist die tief stehende Sonne für uns Fahrer eines der größten Probleme."

Reifenwechsel in 2,5 Sekunden

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