Samstag, 27.03.2010

Australien-GP: Warm-Up vor dem Rennen

Alles - nur kein Chaos!

Wieder die Pole-Position für Sebastian Vettel. Beim Australien-GP hat der Red-Bull-Pilot also die gleich guten Voraussetzungen wie in Bahrain. Wird es diesmal ein Sieg? Fernando Alonso ist zumindest nicht völlig von seinen Siegchancen überzeugt. Und Michael Schumacher? Ihm droht eine erneute Niederlage gegen Nico Rosberg.

Sebastian Vettel fiel im ersten Rennen in Bahrain von Startplatz eins auf Rang vier zurück
© Getty
Sebastian Vettel fiel im ersten Rennen in Bahrain von Startplatz eins auf Rang vier zurück

Red Bull

Ausgangslage:

Sebastian Vettel steht wie in Bahrain auf der Pole, Mark Webber konnte im Gegensatz zum ersten Rennen diesmal das Potenzial des überlegenen Red Bull ausschöpfen und startet neben Vettel als Zweiter.

Aussichten für das Rennen:

Vettel hat gegenüber Webber den großen Vorteil, dass er auf der sauberen Seite der Zielgeraden startet. In Melbourne ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor. Rätsel gibt nicht nur Red Bull das Wetter auf. Regen vor allem in der zweiten Rennhälfte ist nicht ausgeschlossen. Dann würde es chaotisch. Ebenso bei in Melbourne durchaus üblichen Safety-Car-Phasen. Beides können Vettel und Webber in den stärksten Autos nicht gebrauchen. Läuft alles normal und hält die manchmal fragile Technik, dann riecht es nach Doppelsieg.

Stimmen vor dem Rennen:

Vettel: "Im Albert Park passiert immer eine Menge. Da ist es gut, am Start ganz vorne zu stehen. Wir wissen nicht, wie viel Durcheinander es geben wird, ob das Safety-Car kommt oder nicht. Hauptsache, ich komme ins Ziel, dass habe ich in Melbourne nämlich noch nie geschafft. Ich hoffe auf ein langweiliges Rennen."

Webber: "Unsere Starts waren in Bahrain gut. In der Vergangenheit gab es hier zwischen der linken und der rechten Seite einen kleinen Unterschied. Wir werden sehen, was passiert."

Ferrari

Ausgangslage:

Fernando Alonso hat aus dem Qualifying das Maximum herausgeholt und startet als Dritter. Felipe Massa bekam bei kühlem Wetter die Reifen nicht richtig auf Temperatur und musste sich mit Startplatz fünf begnügen.

Aussichten für das Rennen:

Alonso wird einen guten Rennspeed haben, ob er allerdings mit den Red Bull mithalten kann, ist fraglich. Er muss unbedingt am Start zumindest Webber knacken, um bei normalem Verlauf eine realistische Siegchance zu haben. Aber welcher Rennverlauf ist in Australien schon normal? Chaos ist Programm, darauf muss auch Massa hoffen, wenn er noch in Richtung Podium kommen will. Immerhin soll es am Sonntag wieder wärmer werden. Bleibt zudem der drohende Regen aus, wird Massa mit seinen Reifen keine Probleme haben.

Stimmen vor dem Rennen:

australien-gp, melbourne, qualifying, sebastian vettel

Alonso: "Hoffentlich habe ich eine Chance, gegen die Red Bull zu kämpfen. Falls nicht, müssen wir natürlich auf einen Podestplatz schauen. Das wäre auch ein gutes Ergebnis. Oberste Priorität muss es sein, das Rennen zu beenden."

Massa: "Ich hoffe, dass es etwas wärmer wird. Und das scheint möglich. Ich bin als Fünfter nicht ganz so weit weg. Ich will ein sauberes Rennen abliefern und möglichst viele Punkte mitnehmen. Das ist mein Ziel."

McLaren

Ausgangslage:

Für Jenson Button sieht es sehr gut aus. Platz vier bietet ihm Möglichkeiten auf einen Podestplatz. Für Lewis Hamilton wird es nach der Ernüchterung mit Platz elf natürlich extrem schwer. Irgendwie in die Punkte fahren, viel größere Ziele kann es eigentlich für ihn nicht geben.

Aussichten für das Rennen:

Button hofft zwar auf das Podium, eigentlich kann sein McLaren aber nicht ganz den Speed von Red Bull und McLaren mitgehen. Außer auf der Geraden natürlich, denn dank der Schnorchel-Technik haben die Silbernen einen klaren Top-Speed-Vorteil. Kommt Button einmal in den Windschatten, kann er überholen, das hat er 2009 häufig gezeigt. Überholen kann auch Hamilton mit dem schnellen Auto sicher. Aber ohne Safety-Car oder Regen dürfte Platz sechs oder sieben das höchste der Gefühle sein. Erst einmal muss er die enge erste Schikane im Mittelfeld heil überstehen.

Stimmen vor dem Rennen:

Button: "Ich weiß nicht, ob ich das Podium erreichen kann. Ich bin aber sicher, dass unser Speed im Rennen besser ist als im Qualifying - jedenfalls im Verhältnis zu den drei Autos vor uns. Es sieht zudem so aus, als hätten die anderen Teams mehr Flügel draufgepackt, denn wir sind auf den Geraden deutlich schneller."

Hamilton: "Es wird am Start knifflig werden. Hoffentlich fühlt sich das Auto mit viel Benzin an Bord besser an als heute im Qualifying. Wir liegen zwar weit hinten, aber es kann alles passieren."

Qualifying: Saturday Night Fever
Vincent Vega in the House. Oder: Saturday Night Fever in Melbourne. John Travolta stattete der Formel 1 einen Besuch ab
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Hollywood-Star Travolta ließ sich von Mark Webber durch die Garage von Red Bull führen
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Bei allem Respekt vor John Travolta, aber dieser Star lässt dann doch eher die Männerherzen hoch schlagen. Die australische Sängerin Gabriella Cilmi
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Bei diesem Anblick hatte Jenson Button die Schönheiten, mit denen er tags zuvor noch auf dem roten Teppich war, schnell vergessen: seine Freundin Jessica Michibata
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Jetzt aber genug mit Stars und Sternchen. Kommen wir zum Sport. Im Qualifying ging es nicht nur für Felipe Massa ans Limit
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Nico Rosberg räuberte auch bei jeder Gelegenheit über die Randsteine. Es gab keine Tausendstel zu verschenken
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Ausgerechnet in seiner schnellsten Runde übertrieb es Rosberg. Er rutschte ins Gras, nur Platz sechs
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Immer noch deutlich besser als Lewis Hamilton. Der McLaren-Pilot scheiterte völlig überraschend schon in Q2
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Michael Schumacher wurde Siebter und hatte danach ein Hühnchen mit Fernando Alonso zu rupfen. Er fühlte sich vom Spanier offenbar aufgehalten
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Ganz vorne spielte aber wie in Bahrain Sebastian Vettel in seiner eigenen Liga. Zweites Qualifying, zweite Pole-Position
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Nicht einmal Lokalheld Mark Webber konnte mit seinem Red-Bull-Kollegen mithalten. Ihm blieb aber immerhin Startplatz zwei
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Webber, Vettel und Alonso (v.l.) werden aller Voraussicht nach den Sieg unter sich ausmachen. Aber Vorsicht: Das Wetter könnte für Chaos sorgen
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Mercedes

Ausgangslage:

Ähnlich wie in Bahrain. Nico Rosberg hat das Duell gegen Michael Schumacher wieder gewonnen, obwohl er keine perfekte Runde hatte. Genau gesagt hatte er sogar eine ziemlich schlechte Runde und hätte locker Vierter anstatt Sechster sein können. Schumacher wurde in seiner schnellsten Runde von Alonso etwas aufgehalten. Viel weiter vorne hätte er aber auch bei einer perfekten Runde nicht gestanden.

Aussichten für das Rennen:

Rosberg ist zwar wie immer hoffnungslos optimistisch und denkt sogar noch an das Podium, aber er könnte sich für die Fehler im Qualifying noch verfluchen. Läge er vor Massa und Button, könnte er sie wahrscheinlich hinter sich halten, aber überholen wird extrem schwierig. Schumacher klingt für das Rennen überhaupt nicht optimistisch. Im Vergleich zu Rosberg gibt er offen zu, immer noch merklich langsamer zu sein. Aber wer weiß, vielleicht stapelt er auch nur bewusst tief. Von hinten sollte er normalerweise nichts zu befürchten haben, also muss der Blick vom Start weg nach vorne gehen.

Stimmen vor dem Rennen:

Rosberg: "Ich brauche keinen Wettergott. Allein von der Geschwindigkeit des Autos her können wir nach vorne kommen. Auf der Strecke überholen wird schwierig, aber es kommt auch auf die Reifensituation an. Wenn verschiedene Leute mit verschiedenen Reifen draußen sind und eventuell Schwierigkeiten bekommen, können wir vielleicht Überholmanöver sehen."

Schumacher: "So nah, wie es aussieht, bin ich nicht an Nico dran. Wenn man sich die Sektorenzeiten anschaut, dann hätte Nico um einiges schneller fahren können."

Qualifying: Vettel auf Pole - Schumi hat Ärger mit Alonso

Alexander Mey

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