Samstag, 27.03.2010

Australien-GP - Melbourne

Vettel fährt auf Pole, Schumacher Siebter

Sebastian Vettel hat sich im Qualifying zum Grand Prix von Australien die Pole-Position gesichert. Nico Rosberg fuhr im Mercedes auf Platz sechs und schlug damit Michael Schumacher auf Rang sieben. Lewis Hamilton verpasste die Top Ten.

Sebastian Vettel stand bereits beim Bahrain-GP auf dem ersten Startplatz
© Getty
Sebastian Vettel stand bereits beim Bahrain-GP auf dem ersten Startplatz

Michael Schumacher steht im zweiten Rennen nach seiner Formel-1-Rückkehr erneut auf dem siebten Startplatz und verlor damit wiederum das Mercedes-Duell gegen Nico Rosberg, der auf Rang sechs landete. "Nicht ganz das, was wir angepeilt hatten", gestand Mercedes-Sportchef Norbert Haug ein.

Der siebenmalige Weltmeister Schumacher war rund eine Sekunde langsamer als Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel, der sich 14 Tage nach dem Auftaktrennen in Bahrain auch die zweite Pole-Position des Jahres sicherte.

"Glückwunsch an Sebastian für seine zweite Pole im zweiten Rennen - er und sein Auto sind derzeit klar das Maß der Dinge in der Formel 1", sagte Haug. Schumacher war generell nicht unzufrieden, haderte aber damit, dass in seiner letzten Runde noch etwas mehr drin gewesen wäre: "Da war ich durch Verkehr ziemlich gehandicapt. Generell spiegeln unsere Platzierungen aber ganz gut das Kräfteverhältnis wider. Einige Veränderungen, die wir nach dem dritten Training am Auto vorgenommen hatten, haben nicht so gut funktioniert."

Schumacher ärgert sich über Alonso

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Was Schumacher konkret mit dem Handicap in der schnellsten Runde gemeint hatte, wurde erst etwas später klar. Ausgerechnet sein alterr Rivale Fernando Alonso hatte ihn aufgehalten. Daraufhin stellte ihn Schumacher noch mit dem Helm auf dem Kopf zur Rede.

"Ich habe ihn gefragt, ob ihm das Team nicht über Funk gesagt hat, dass ich komme. Das ist eigentlich so üblich. Er sagte 'Nein', er habe mich einfach zu spät gesehen und hat die schnelle Ideallinie, auf der ich unterwegs war, erst deswegen so spät verlassen", zitiert die "Bild"-Zeitung Schumacher. "Ich unterstelle Alonso keine Absicht. Aber es bleibt die Frage, warum er mich nicht gesehen hat. Ich schaue in solch einer Situation eigentlich regelmäßig in den Rückspiegel."

Revanche von Vettel - Pleite für Hamilton

Neben Vettel steht dessen australischer Teamkollege Mark Webber als Zweitschnellster in der ersten Startreihe. "Mark war heute eine harte Nuss zu knacken", sagte Vettel und scherzte: "Das ist witzig. Im vergangenen Jahr hat Mark in Deutschland die Pole geholt, das ist jetzt meine Revanche."

Qualifying-Duelle: Der Weltmeister meldet sich zurück

Qualifying: Saturday Night Fever
Vincent Vega in the House. Oder: Saturday Night Fever in Melbourne. John Travolta stattete der Formel 1 einen Besuch ab
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Bei allem Respekt vor John Travolta, aber dieser Star lässt dann doch eher die Männerherzen hoch schlagen. Die australische Sängerin Gabriella Cilmi
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Nico Rosberg räuberte auch bei jeder Gelegenheit über die Randsteine. Es gab keine Tausendstel zu verschenken
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Immer noch deutlich besser als Lewis Hamilton. Der McLaren-Pilot scheiterte völlig überraschend schon in Q2
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Michael Schumacher wurde Siebter und hatte danach ein Hühnchen mit Fernando Alonso zu rupfen. Er fühlte sich vom Spanier offenbar aufgehalten
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Ganz vorne spielte aber wie in Bahrain Sebastian Vettel in seiner eigenen Liga. Zweites Qualifying, zweite Pole-Position
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Nicht einmal Lokalheld Mark Webber konnte mit seinem Red-Bull-Kollegen mithalten. Ihm blieb aber immerhin Startplatz zwei
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Webber, Vettel und Alonso (v.l.) werden aller Voraussicht nach den Sieg unter sich ausmachen. Aber Vorsicht: Das Wetter könnte für Chaos sorgen
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Dahinter folgte Alonso im Ferrari. "Das Qualifying war gut für uns. Wir wussten, dass wir zaubern müssen, wenn wir Red Bull schlagen wollen", sagte der Sieger aus Bahrain. Auf Platz vier landete Jenson Button im McLaren. Dessen Teamkollege Lewis Hamilton verpasste als Elfter völlig überraschend die dritte Quali-Session.

"Platz vier war hier bestenfalls erreichbar, die beiden Red Bull und Alonso im Ferrari sind derzeit noch außer Reichweite", sagte Haug. "Nico und Michael haben geschafft, was derzeit mit unserem Auto erreichbar ist, und beide trennt dabei weniger als ein halbes Zehntel."

Sutil in Top Ten - Hülkenberg enttäuscht

Als vierter deutscher Fahrer schaffte es auch Adrian Sutil noch in die Top Ten, indem er in Q2 Hamilton auf den letzten Drücker noch verdrängte. Wie in Bahrain setzte Sutil allerdings auf die harten Reifen und opferte dafür eine etwas schnellere Zeit. Daher Startplatz zehn.

Nico Hülkenberg kassierte erneut eine böse Klatsche von seinem Williams-Kollegen Rubens Barrichello. Während der Routinier Achter wurde, kam Hülkenberg nicht über Startplatz 15 hinaus. Timo Glock musste sich im Kampf der Neulinge Lotus geschlagen geben und startet im Virgin als 21.

So lief das Qualifying:


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