Formel 1

Barrichello rät Rosberg zur Flucht von Mercedes

SID
Barrichello (l.) und Schumi: Bei Ferrari (2000 - 2005) waren ihre Rollen eindeutig verteilt
© Getty

Rubens Barrichello hat Michael Schumachers Teamkollegen Nico Rosberg zu einem schnellen Abschied von den Silberpfeilen geraten, um nicht im Schatten des Rekord-Champions zu stehen.

Michael Schumachers früherer Teamkollege Rubens Barrichello hat Nico Rosberg zu einer schnellen Flucht aus dem Mercedes-Silberpfeil geraten. "Sieh zu, dass du da wegkommst", antwortete der ehemalige Ferrari-Pilot am Rande der Formel-1-Testfahrten in Valencia auf die Frage, welchen Tipp er Rosberg im Umgang mit dem siebenmaligen Weltmeister geben könnte.

Der 37 Jahre alte Brasilianer, der vom Mercedes-Vorgänger Brawn zu Williams gewechselt ist, war sich durchaus der Tatsache bewusst, dass er mit der Aussage, Rosberg solle das Team möglichst schnell verlassen, viele Schlagzeilen produzieren würde.

"Ich hege keinen Groll. Aber mit dem Wissen, das ich habe, und angesichts dessen, wie schnell Michael war, wird es ein schwieriger Job für Nico", sagte Barrichello, der bei Ferrari insgesamt sechs Jahre lang im Schatten des übermächtigen Rekordweltmeisters stand.

"Er kann Weltmeister werden"

"Ich wünsche Nico alles Gute, denn ich halte ihn für einen talentierten Jungen, der Weltmeister werden kann", sagte Barrichello, der bei Williams Rosbergs Nachfolge antritt: "Sagen wir es so: Wenn er in einem Team mit Michael Weltmeister werden kann, dann kann er überall Weltmeister werden."

Der Mercedes-Pilot reagierte auf Barrichellos Ratschlag mit einem Lächeln. "Natürlich ist es eine Herausforderung, gegen den Besten aller Zeiten anzutreten. Aber ich bin auch stark und daher zuversichtlich", sagte er: "Aus Barrichellos Sicht ist es vielleicht zu verstehen, so etwas zu sagen."

Rosberg war im November als erster Fahrer für das neue Mercedes-Werksteam verpflichtet worden. Einen Tag vor Weihnachten machten die Stuttgarter dann auch das Comeback von Schumacher nach dreijähriger Pause perfekt, was dazu führte, dass das Interesse sich fast nur noch auf den 41-Jährigen konzentriert.

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