Samstag, 27.02.2010

Die Testfahrten in Barcelona - Tag 3

Klares Lebenszeichen von Mercedes

Tag drei der Testfahrten in Barcelona - und zum ersten Mal deckt Mercedes einige seiner Karten auf. Nico Rosberg fuhr klare Tagesbestzeit und war dabei genauso schnell wie Ferrari und Williams am Tag zuvor. Zudem äußerte sich Michael Schumacher im Bezug auf die Konkurrenzfähigkeit seines Teams erstmals optimistisch.

Nico Rosberg fährt in der neuen Saison neben Michael Schumacher für Mercedes
© Getty
Nico Rosberg fährt in der neuen Saison neben Michael Schumacher für Mercedes

Geht doch, möchte man den Silberpfeilen zurufen. Nach unauffälligen Tagen und Wochen im Mittelfeld hat Nico Rosberg am dritten Testtag in Barcelona zum ersten Mal ein Ausrufezeichen gesetzt.

Der Deutsche fuhr 128 Runden und setzte in 1:20,686 Minuten die klare Tagesbestzeit. Nur wenige Hundertstel langsamer als Nico Hülkenberg und Fernando Alonso am Vortag.

Mercedes kann mit dem besten mithalten

Und auch die Rennsimulation lief viel versprechend. Rosbergs Zeiten waren denen von Felipe Massa im Ferrari sehr ähnlich. Dessen Bestzeit, die 1,6 Sekunden langsamer war als die von Rosberg, täuscht, denn Ferrari  fuhr keine Qualifying-Simulation im Trockenen.

Ebenso wie Red Bull. Sebastian Vettel verbrachte generell viel mehr Zeit an der Box als erwünscht. Am Ende standen nur 50 Runden und fast 2,5 Sekunden Rückstand auf Rosberg zu Buche. "In den letzten zwei Tagen hat sich das Tuch ein bisschen gehoben, und ich denke, wir sind ganz gut dabei", sagte Vettel danach: "Der klare Favorit ist nach den Erkenntnissen hier Ferrari, aber ich hoffe, dass wir das relativ bald aufschließen können."

Als Fazit bleibt aber auch: Zum ersten Mal hat Mercedes GP demonstriert, dass man den Speed der Besten mitgehen kann.

Das ist das neue Safety-Car der Formel 1
Vorhang auf für das neue Safety-Car der Saison 2010: Das ist der neue SLS AMG von Mercedes
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Einen blendenden Eindruck machen vor allem die Flügeltüren. Die gab es bei den Vorgängern dieses Modells nicht. Da freut sich auch Bernd Mayländer
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Der deutsche Tourenwagen-Pilot wird auch in der kommenden Saison das Safety-Car steuern
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Mindestens ein Silberpfeil wird also während der Saison immer mal wieder an der Spitze des Feldes liegen
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Wenn da Michael Schumacher und Nico Rosberg mal bloß nicht neidisch werden
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Der SLS AMG von der Seite. Es ist das erste Mal, das ein Roadster zum Safety-Car der Formel 1 gemacht wird
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Das Auto dürfte vielen aus der Werbung bereits bekannt sein. Dort kreiselt Schumi die Tunnelwände entlang - allerdings mit einem Modell in Rot
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Ein Blick in den Innenraum des neuen Mercedes. Radio und Navigationssystem wird Bernd Mayländer wohl kaum brauchen
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Automatik? Ein Rennfahrer, der etwas auf sich hält, sollte doch bitte noch mit der Hand schalten!
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Aus dieser Perspektive werden die Fomel-1-Piloten das neue Safety-Car kennen lernen. Denn das Überholen dieses Autos ist streng verboten
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Benzinmengen stimmen Schumacher optimistisch

Eine beruhigende Erkenntnis, auch wenn Michael Schumacher schon vor der Bestzeit seines Teamkollegen den Zweckpessimismus der vergangenen Tage abgelegt hatte.

"Gestern war ich noch ein wenig pessimistisch", sagte Schumacher am Samstag. "Aber das war, bevor ich unsere Daten studiert habe. Anhand derer lässt sich ablesen, dass wir möglicherweise mit mehr Benzin unterwegs waren als die Konkurrenz. Von daher sieht es für uns doch ganz gut aus."

Alle Testzeiten des Winters im Überblick

Schumacher: "Ich muss in Schlagdistanz sein"

Am Freitag hatte er Siege zum Saisonstart noch für sehr unwahrscheinlich gehalten. 24 Stunden später sagte er: "Vielleicht, vielleicht nicht. Aber wichtig ist, wie es am Ende der Saison aussieht, nicht am Anfang. Ich muss nur in Schlagdistanz sein. Wenn wir in Bahrain zwei Sekunden Rückstand hätten, würden wir uns vielleicht Sorgen machen, aber daran glaube ich nicht."

Selbst Schumacher, immerhin mit 16 Jahren Formel-1-Erfahrung gesegnet, gibt zu, dass er anhand der Testergebnisse nur ein sehr diffuses Bild vom aktuellen Kräfteverhältnis hat.

Ferrari für Schumacher Favorit

Nur bei einem Team ist er sich sicher: "Ich denke, Fernando Alonso und Felipe Massa sind momentan das Ziel. Ferrari hat einen sehr guten Job beim Testen gemacht. Ansonsten weiß ich aber noch nicht, wer seine Karten schon aufgedeckt hat und wer nicht."

Unwahrscheinlich, dass schon irgendein Team mit annähernd so leichtem Auto gefahren ist wie im Qualifying zum Bahrain-GP. Erst am Samstag, dem 13. März, werden alle sehen, wo sie stehen.

Auch Michael Schumacher.

 

Die Testzeiten aus Barcelona - Stand: 17 Uhr

FahrerTeamZeitRunden
Nico Rosberg
Mercedes1:20,686128
Sebastian Buemi
Toro Rosso1:21,413106
Jenson ButtonMcLaren1:21,450105
Rubens BarrichelloWilliams1:21,975101
Felipe MassaFerrari1:22,344115
Vitali PetrovRenault1:22,52368
Adrian Sutil
Force India1:22,60661
Sebastian Vettel
Red Bull
1:23,25451
Jarno TrulliLotus1:25,059102
Kamui KobayashiSauber1:26,216106
Timo GlockVirgin1:26,30531

Testfahrten in Barcelona: Tag 2

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