Samstag, 24.05.2008

Wegen schnellerer Boxenstopps

Ferrari spickt bei BMW-Sauber

München - BMW-Sauber ist der Maßstab in der Formel 1. Nicht unbedingt in Sachen Speed, denn da sind Ferrari und McLaren-Mercedes den Weiß-Blauen nach den jüngsten Eindrücken aus Monaco noch ein kleines Stück voraus.

bmw-sauber, boxenstopp
© Getty

Bei den Boxenstopps macht BMW-Sauber aber niemand etwas vor. Kein Team kommt an die exzellenten Zeiten der Crews von Nick Heidfeld und Robert Kubica heran.

Fast zwei Sekunden nimmt BMW-Sauber nach Berechnungen des Fachmagazins "auto, motor und sport" McLaren-Mercedes bei jedem Mal nachtanken und Reifen wechseln ab. Ferrari ist fast eine Sekunde langsamer als BMW.

Video-Aufnahmen von Boxenstopps

Grund genug für die Roten, beim Konkurrenten zu spicken. Sie nahmen die Boxenstopps der Weiß-Blauen auf Video auf und analysierten sie. Um die Erkenntnisse umzusetzen, stand bei den Testfahrten in Paul Ricard extra ein Boxenstopp-Training auf dem Stundenplan.

"Entweder verbraucht der BMW-Motor weniger Benzin, oder sie kriegen den Tankrüssel schneller drauf und wieder runter", versuchte sich Ferrari-Teammanager Luca Baldisserri an einer Erklärung.

Theissen fühlt sich geehrt

Mit welcher Vermutung er richtig liegt, wird ihm BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen wohl kaum verraten. Geehrt fühlt er sich durch die plötzliche Aufmerksamkeit der großen Scuderia aber trotzdem.

"Dass Ferrari uns als Maßstab nimmt, sehen wir als Kompliment", sagte Theissen der "Bild"-Zeitung.

Mal sehen, ob er sich immer noch so geehrt fühlt, wenn Ferrari irgendwann einmal schnellere Boxenstopps absolvieren sollte als BMW-Sauber.

SPOX

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