Dienstag, 03.03.2015

News & Gerüchte

Holzer wird Duck, Papa kommt heim

Turbulenter Abend in der NHL: Am letzten Tag des Tradefensters wurden insgesamt 29 Trades abgeschlossen. Mit dabei: Korbinian Holzer, der jetzt für Anaheim spielt und ein Tausch, der auf Wunsch eines Kindes erfolgt. Die Flames verlieren derweil ihren Kapitän.

Korbinian Holzer hat die Maple Leafs verlassen und spielt nun für Anaheim
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Korbinian Holzer hat die Maple Leafs verlassen und spielt nun für Anaheim

Raus aus der Krise

Bei den Toronto Maple Leafs läuft es überhaupt nicht. Korbianian Holzer wird über seinen Wechsel zu den Anaheim Ducks daher nicht unglücklich sein. Mit den Kaliforniern, die Zweiter im Westen sind, wird der Münchner Playoff-Erfahrung sammeln können.

"Die Ducks sind eines der Top-Teams der Liga", sagte Holzer dem Magazin Eishockey News. Wann Holzer für Anaheim auf dem Eis stehen wird, ist aber noch offen. Der Verteidiger hatte sich bei Torontos 0:4-Niederlage bei den Washington Capitals nach einem Check von Alexander Owetschkin eine Gehirnerschütterung zugezogen. "Es ist schon wieder etwas besser, ich hoffe, dass ich bald wieder spielen kann", sagte er.

Tochters Wunsch: Papa Leopold darf nach Hause

Ja, es gibt größere Namen in der NHL als Jordan Leopold. Trotzdem hat der Neu-Wild-Spieler für die größte Story des Abends gesorgt. Seine Tochter Jordyn (11) bat mit einem handgeschriebenen Brief den Klub darum, Papa Jordan (34) von den Columbus Blue Jackets zu verpflichten. "Liebe Wild-Coaches, mein Papa ist sehr allein ohne seine Familie. Bitte, bitte, bitte fragt die Jackets, ob Ihr ihn haben könnt", schrieb die Kleine. Es klappte.

Leopold stammt aus Minnesota, seine Frau Jamie ist mit den vier Kindern vor einiger Zeit wieder in die Region gezogen. "Er spielt nicht, die Jackets haben ihn nur geholt, weil sie noch einen Verteidiger brauchten. So läuft das seit November, und so kann es nicht weitergehen", schrieb Jordyn: "Die Wild haben zuletzt keine Spiele gewonnen und Ihr Coaches wisst, dass das Team Verteidiger braucht." Da Jordan Leopold natürlich auch nach Hause wollte, stimmte Columbus dem Wunsch zu. "Bei dem Trade ging es darum, einem Spieler etwas Gutes zu tun, der bei uns ein großartiger Profi war. Wir müssen uns bei ihm bedanken", sagte Jarmo Kekäläinen, General Manager der Blue Jackets. Kekäläinen verbreitete den rührenden Brief bei Twitter.

Leopold spielt seit 2002 in der NHL und stand für sechs verschiedene Klubs in 677 Partien auf dem Eis. Dazu kommen 71-Playoff-Spiele. Für das Team USA lief er bei vier Weltmeisterschaften sowie bei Olympia 2006 in Turin auf.

Auch Steward zu Minnesota

Neben Rückkehrer Leopold bekommen die Wild auch noch Right Wing Chris Stewart. Der 27-Jährige kommt von den Buffalo Sabres für einen Zweitrunden-Pick 2017. Stewart kam in der laufenden Saison (61 Spiele) auf 11 Tore und 14 Assists und soll der Wild-Offensive zusätzlichen Schwung verleihen.

"Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt", sagte Stewart mit Blick auf die lange anhaltenden Trade-Gerüchte, "Jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe."

Yandle wechselt zu den Rangers

Einer der größten Deals der laufenden Saison: Die Rangers erhalten von den Arizona Coyotes Keith Yandle, Chris Summers und einen Viertrunden-Pick 2016 für John Moore, Anthony Duclair und zwei Draftpicks.

Yandle war mit 41 Punkten Topscorer der Coyotes und stand bei den Rangers schon lange auf der Scouting-Liste. "Wir haben ihn lange beobachtet und wir wollten ihn unbedingt", bestätigte GM Glen Sather. Und auch der Neuzugang zeigte sich begeistert. "Es ist eine Ehre hier zu spielen. ich will meinen Beitrag leisten", sagte Yandle.

Giordanos Saison beendet

Während die Konkurrenz Trades einfädelte, mussten die Calgary Flames mit einem echten Schock fertig werden. Kapitän Mark Giordano fällt den Rest der Saison aus und wird nicht mehr zum Einsatz kommen.

Der Verteidiger kam in 61 Spielen zum Einsatz und muss die restliche Saison aufgrund eines Bizep-Risses zusehen, wie Flames-GM Brad Treliving bestätigte. Für Calgary (33-25-4) ist die Verletzung ein herber Rückschlag im Kampf um die Playoffs.

Coburn zu Bolts - Connolly geht

In den frühen Montagsstunden schnappten sich die Tampa Bay Lightning Flyers-Defender Braydon Coburn. Philly erhielt im Gegenzug Verteidiger Radko Gudas sowie den 2015er Erst- und Drittrunden-Draftpick der Bolts. Zwei Picks holte sich Tampa Bay aber direkt wieder zurück: Stürmer Brett Connolly ging im Austausch gegen Zweitrunden-Picks 2015 und 2016 zu den Boston Bruins.

Stadium Series 2015: Eiszauber meets Rock 'n' Roll
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Wings schnappen sich Zidlicky

Die Detroit Red Wings haben ihren Rechtshänder für die Defensive gefunden. Detroit verpflichtete den erfahrenen Blueliner Marek Zidlicky von den New Jersey Devils, die Devils erhielten für den 38-Jährigen lediglich einen Drittrunden-Draftpick für 2016. Nur falls die Wings die Stanley-Cup-Finals erreichen, wird daraus ein Zweitrunden-Pick. Zuvor soll Detroit auch Interesse an Maple-Leafs-Kapitän Dion Phaneuf gezeigt haben, doch die Gespräche wurden angeblich nie wirklich konkret.

Petry und Flinn nach Montreal

Die Canadiens haben kurz vor der Deadline ebenfalls zugeschlagen. Zunächst verpflichteten die Habs Oilers-Verteidiger Jeff Petry, im Gegenzug erhielt Edmonton einen Zweit- und einen konditionellen Fünftrunden-Draftpick. Kommen die Canadiens in den Playoffs eine Runde weiter, wird es ein Viertrunden-Pick, bei zwei Runden ein Drittrunden-Pick.

Darüber hinaus sorgte Montreal offensiv für mehr Kadertiefe: Sabres-Stürmer Brian Flynn, der in der Vorsaison17 Scorer-Punkte in 54 Spielen verzeichnet hatte, kam für einen Fünftrunden-Pick aus Buffalo.

Ducks verpflichten Wisniewski

Auch James Wisniewski hat eine neue Heimat. Der Verteidiger der Columbus Blue Jackets wechselte zu den Anaheim Ducks, die dafür Rene Bourque, William Karlsson und einen Zweitrunden-Pick abgaben. "Hoffentlich können wir jetzt mit den meisten Teams in unserer Conference mithalten", so Geschäftsführer Bob Murray. Der Vertrag des 31-Jährigen läuft nach dieser Saison noch zwei Jahre, der Cap Hit beträgt 5,5 Millionen Dollar.

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Bruins zufrieden - Talbot kommt

"Wir haben versucht, das Team zu verbessern und wir haben das Gefühl, dass uns das gelungen ist. Wir hoffen, dass wir jetzt einen guten Lauf hinlegen können", erklärte Bruins-Geschäftsführer Peter Chiarelli nach Ende der Deadline. Zuvor hatte Boston noch einige Trades abgeschlossen: Jordan Caron und der 2016er Sechstrunden-Pick gehen an die Avalanche, im Gegenzug kommen die Stürmer Maxime Talbot und Paul Carey.

"Max freut sich darauf, hier her zu kommen. Er bringt viel Playoff-Erfahrung mit und kann alle drei Positionen spielen. Wir glauben, das ist eine gute Ergänzung zu unseren Angreifern", so Chiarelli. Darüber hinaus verpflichteten die Bruins, zusätzlich zu dem Connolly-Deal mit Tampa Bay, Wild-Stürmer Zack Phillips und gaben dafür Jared Knight an Minnesota ab.

Cole und Lovejoy nach Pittsburgh

Der Fokus der Penguins galt derweil der Defensive. Pittsburgh verpflichtete die Verteidiger Ian Cole aus St. Louis und Ben Lovejoy aus Anaheim. Umgekehrt mussten die Penguins Robert Bortuzzo (zu den Blues) und Simon Despres (zu den Ducks) abgeben.

Atkinson bleibt in Columbus

Neben all den Trades gab es am Montag auch eine Vertragsverlängerung zu vermelden. Stürmer Cam Atkinson einigte sich mit den Columbus Blue Jackets auf eine Verlängerung um drei Jahre, der Vertrag bringt ihm insgesamt 10,5 Millionen Dollar ein. Atkinson wäre andernfalls nach der Saison ein Restricted Free Agent gewesen.

Der Spielplan der NHL im Überblick


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