Donnerstag, 06.11.2014

Offener Brief an DEB-Präsidium

LEV Sachsen-Anhalt übt massive Kritik

Die Führung des DEB um Präsident Franz Reindl ist von einem Teil der Landesverbände LEV in einem offenen Brief massiv attackiert worden. In dem an DEB-Finanzchef Berthold Wipfler adressierten Schreiben wird massiv kritisiert, dass der echte Reformwille fehle. Wahlversprechen seien gebrochen und Partnerschaften ignoriert worden.

Der DEB lässt nach Meinung der Landesverbände nötige Transparenz vermissen
© getty
Der DEB lässt nach Meinung der Landesverbände nötige Transparenz vermissen

"Von der Hoffnung auf einen Neuanfang, tatsächliche Transparenz und einen Konsens zwischen allen Parteien ist nicht wirklich etwas übrig geblieben", schreibt Manuel Hiemer, Vizepräsident von Sachsen-Anhalt. Reindl und Wipfler hätten "jedwedes Vertrauen verspielt und sämtliche Erwartungen enttäuscht", hielten "an sämtlichen alten Rockzipfeln fest", die Kommunikation mit den Landesverbänden sei "völlig unterirdisch. Es wird versucht, den schwarzen Peter von Bundes- auf Landesebene zu schieben."

Noch bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag in München hatten sich die Landesverbände kompromissbereit gezeigt und sowohl den Auftrag zu einem Sanierungskonzept erteilt, als auch die Neugestaltung der Satzung unterstützt. Beim Dialogtag hatte Wipfler zuvor eine Abspaltung und die Neugründung des Dachverbandes angedroht, falls die LEV's die Absichten des seit Juli amtierenden Präsidiums blockierten.

Im Frühjahr erneute Mitgliederversammlung

Der DEB teilte auf "SID"-Anfrage zunächst mit, dass man die erhobenen Vorwürfe prüfe und sich zu gegebener Zeit dazu äußern werde. Hiemer äußerte überdies, er könne sich kaum vorstellen, dass die für das Frühjahr 2015 anberaumte erneute Mitgliederversammlung "harmonisch ablaufen wird, wenn sich an der Vorgehensweise, am Umgang miteinander und an der Umsetzung der Versprechungen nicht erheblich etwas ändert. Wir warnen hier nochmal ausdrücklich vor einem angestrebten Alleingang des aktuellen Präsidiums."

In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" hatte Reindl jedoch klargemacht, dass er entschlossen an seinem Weg festhalten wolle. "Wir müssen die Aufgaben neu definieren. So wie in den letzten 30 Jahren geht das nicht mehr weiter, sorry. Dann machen wir das selber. Basta."


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