Cortina sieht keinen Rückschritt

SID
Montag, 19.05.2014 | 13:04 Uhr
Pat Cortina erkennt den "Anfang eines Prozesses"
© getty
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Der deutschen Nationalmannschaft droht in Minsk das schlechteste WM-Abschneiden seit dem Debakel 2009. Doch Bundestrainer Pat Cortina sieht keinen Rückschritt.

Nach der vierten WM-Niederlage in Folge interessierten Pat Cortina die Zahlen überhaupt nicht. "Es ist nicht fair, dieses Team nach der Platzierung zu beurteilen", sagte der Bundestrainer und sorgte für verwunderte Blicke.

Das Viertelfinale ist klar verpasst, die Direkttickets für Olympia 2018 sind schon jetzt praktisch außer Reichweite, und das schlechteste WM-Abschneiden seit dem Debakel 2009 droht. Doch von einem Rückschritt wollte der 49-Jährige nichts wissen.

"Wenn das die Priorität wäre, hätten wir Dinge anders machen müssen", ergänzte der Italo-Kanadier. Im letzten WM-Spiel am Dienstag gegen die USA geht es für die deutsche Mannschaft nur noch um die Plätze elf bis 14. In der Weltrangliste droht der Absturz auf Rang 13, nur die ersten Acht qualifizieren sich in zwei Jahren direkt für Pyeongchang.

Für Cortina, seit einem Jahr auch Sportdirektor des DEB, offenbar kein Problem. "Es ist der Anfang eines Prozesses", meinte er nach dem 0:3 gegen Rekordweltmeister Russland mit Blick auf das junge Team in Minsk, "wir müssen Geduld haben." Er hoffe, dass jeder sie aufbringe, "ich werde sie haben."

"Eigentlich hätten wir mehr erreichen können"

Ein Jahr läuft der Vertrag des Italo-Kanadiers beim DEB noch. Seine Amtszeit hatte mit der historischen Pleite in der Sotschi-Qualifikation denkbar schlecht begonnen. Mit WM-Rang neun im vergangenen Jahr rehabilitierte er sich. Jetzt folgte der Rückschritt, auch wenn er es selbst ganz anders sah.

"Wenn wir mit dem Team vom letzten Jahr schlechter abgeschnitten hätten, wäre es ein Schritt zurück", meinte er, "aber wir haben einen neuen Prozess gestartet." Seine junge Mannschaft habe "gute Spiele" und "großartige Spiele" gezeigt.

Deutlich kritischer gingen einige Spieler mit den WM-Leistungen um. "Eigentlich hätten wir mehr erreichen können", sagte WM-Neuling Tobias Rieder, mit 21 Jahren einer der Jüngsten im Team, und verwies auf die entscheidenden Pleiten gegen die Schweiz (2:3) und Weißrussland (2:5): "Gegen die muss man einfach besser spielen und Punkte holen. Da waren wir nicht bereit."

Cortina verwies indes auf mehr als ein Dutzend Absagen. "Spieler wie Michael Wolf oder André Rankel hätten vielleicht entscheidende Tore gemacht", mutmaßte er.

Grubauer Weltklasse - aber zu spät

Den deutschen Play-off-Topscorer Thomas Greilinger vom Überraschungsmeister ERC Ingolstadt hatte er allerdings freiwillig zu Hause gelassen. Der Nürnberger DEL-Torschützenkönig Patrick Reimer sagte aus persönlichen Gründen ab, nachdem er vor einem Jahr von Cortina nicht berücksichtigt worden war.

Viele Fragen warf in Minsk auch die Torhüterwahl des Bundestrainers auf. In den entscheidenden Spielen hielt Cortina am Berliner Rob Zepp fest, der bei mehreren Gegentoren nicht gut aussah. AHL-Goalie Philipp Grubauer kam erst gegen Russland zum Zuge, als schon alles verloren war, und zeigte eine Weltklasseleistung. NHL-Torwart Thomas Greiss hatte er gar nicht eingeladen.

"Zu negativ" fand Shootingstar Thomas Oppenheimer, mit vier Toren neben Grubauer die positivste Erscheinung im deutschen Team, die öffentliche Wahrnehmung des WM-Auftretens. "Wir haben einen guten Eindruck hinterlassen", meinte der Hamburger. Und Kapitän Frank Hördler bilanzierte: "Wir haben aufopferungsvoll gekämpft und nicht aus den Augen verloren, wo wir hinwollten."

Die WM im Überblick

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