Der DEL-Playoff-Check

Playoffs, Baby!

Von Autor: Adrian Bohrdt
Sonntag, 16.03.2014 | 08:26 Uhr
Die Kölner Haie treffen im Viertelfinale auf die Adler Mannheim
© imago
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Es ist Playoff-Zeit in der DEL! Nachdem sich die Iserlohn Roosters und der ERC Ingolstadt überraschend für das Viertelfinale qualifiziert haben, geht es jetzt richtig zur Sache. Die Hamburg Freezers und die Krefeld Pinguine gehen als Favorit in ihre Duelle (14.15 Uhr im LIVE-TICKER), zwischen den Adler Mannheim und den Kölner Haien gibt es den Klassiker auf Augenhöhe. Außerdem: Nürnberg will Revanche gegen Wolfsburg. SPOX macht den Playoff-Check.

Hamburg Freezers (1) vs. Iserlohn Roosters (10)

Saisonbilanz: 2:2 (3:4 OT, 5:2, 6:1, 1:2 OT)

Ausgangslage: Die Freezers starten nach ihrer beeindruckenden Hauptrunde als Titelfavorit in die Saison. Nach neun Pleiten in den ersten zwölf Spielen stand Hamburg noch am Tabellenende, es folgte eine sensationelle Aufholjagd. "Ich bin sehr stolz, dass wir das geschafft haben. Wir haben nie aufgehört, hart zu arbeiten", so Trainer Benoit Laporte in der "Welt". Vor allem zuhause wurden die Freezers eine Macht und fuhren hier 20 ihrer 30 Siege ein. 19 Heimsiege in Folge bedeutete sogar die Einstellung des bisherigen Rekords.

Aufgebaut ist der Erfolg auf einer starken Defensive. Die Verpflichtung von Goalie Sebastien Caron brachte die Wende, der Kanadier kassierte die zweitwenigsten Treffer pro Spiel (1,93) und parierte prozentual die zweitmeisten Schüsse (93,6 Prozent). Mit 116 Gegentreffern stellten die Freezers die beste Defensive der Saison. Im Saisonendspurt schwächelte der Tabellenführer allerdings etwas und verlor vier der letzten sieben Spiele. Darüber hinaus fällt Stürmer David Wolf mit einer Knieverletzung aus.

Probleme hatte Hamburg außerdem in Überzahl: Nur 16,6 Prozent der Powerplays nutzte das Laporte-Team zu Treffern, auf der anderen Seite aber blieben 87,1 Prozent der Unterzahlspiele ohne Gegentreffer - Ligabestwert. Iserlohn dagegen war vor allem in Überzahl stark, 18,7 Prozent der Power Plays führten zu Toren. Die 40 Unterzahl-Gegentore sind unterer Durchschnitt.

Allerdings kommt das schlechteste Hauptrunden Team aller Playoff-Mannschaften mit der Euphorie des klaren 4:1-Siegs im entscheidenden Spiel gegen den EHC München in der ersten Playoff-Runde. Dennoch bleiben die Schwächen: Weder offensiv (147 Treffer) noch defensiv (149 Gegentore) konnte Iserlohn in der Hauptrunde überzeugen, elf Siege weniger als Gegner Hamburg hatte das Team zum Saisonende.

Players to watch: Mit Caron und Dimitrij Kotschnew haben die Freezer das stärkste Goalie-Duo der Liga, gepaart mit einer mehr als nur soliden Verteidigung ruht hier die Chance auf den großen Wurf. Offensiv ist Hamburg schwer ausrechenbar, allerdings stechen Thomas Oppenheimer (21 Treffer) und Jerome Flaake (25) hervor. Bei Iserslohn avancierte derweil Stürmer Brooks Macek zum Hoffnungsträger: Vier Tore erzielte er in den drei Spielen gegen die Münchner.

Stimmen:

Stephane Richer (Sportdirektor Hamburg Freezers): "Die Jungs sind sehr bereit für die Playoffs. Die Mannschaft hat aus den letzten zwei Jahren, wo wir gegen Mannheim und Berlin ausschieden, viel gelernt."

Michael Wolf (Stürmer, Iserlohn Roosters): "Unser Vorteil gegen Hamburg ist, dass wir im Spielrhythmus sind. Mal sehen, was das bringt. Klar ist: In den Playoffs ist alles möglich, dennoch ist Hamburg der große Favorit."

Prognose: Iserlohn ist euphorisiert durch den Sieg über die Münchner, geht aber gegen die Freezers dennoch als klarer Außenseiter in das Duell. Hamburg wird die Serie auch ohne Wolf mit seiner Top-Defensive sowie der Heimstärke für sich entscheiden, gerade in der eigenen Offensive wird Iserlohn große Probleme haben und Hamburgs variable Offense dürfte das Übrige tun.

Tipp: 4:2 Hamburg.

Seite 1 Hamburg Freezers (1) vs. Iserlohn Roosters (10)

Seite 2 Krefeld Pinguine (2) vs. ERC Ingolstadt (9)

Seite 3 Thomas Sabo Ice Tigers (3) vs. Grizzly Adams Wolfsburg (6)

Seite 4 Adler Mannheim (4) vs. Kölner Haie (5)

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