Montag, 21.07.2008
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Transsyberia Rallye 2008: Die Rallye

SPOX.com-Team vor Endspurt

Halbzeit auf der Transsyberia Rallye 2008: Das Fahrerfeld ist in die Mongolei eingereist. Nach einer frischen Nacht im Altai-Gebirge hat der Tross nach sieben Tagen und mehr als 5.000 Kilometern auf und abseits der Straßen Russland verlassen.

20.Juli: von Ölgy nach Mankhan (429km)
20.Juli: von Ölgy nach Mankhan (429km)

Den Grenzübergang Taschanta überquerten die Piloten unweit des russischen Ortes Kosh Agash. Übersetzt heißt das soviel wie: „Auf Wiedersehen, Baum" und weist Reisende daraufhin, dass sie in der mongolischen Steppe fortan keine Bäume mehr sehen werden.

Die Abwicklung der Grenzüberschreitung auf russischer wie auf mongolischer Seite gestaltete sich mit den Erfahrungswerten des Vorjahres reibungslos. Fast 70 Fahrzeuge mussten abgefertigt werden. Ein Vorgang, der den gesamten Tag in Anspruch nahm.

Bei hochsommerlichen Temperaturen warteten die Fahrer im hinteren Teil des Autokorsos stundenlang auf ihre Abfertigung.

Die Bilder der Etappen

Der erste Hinweis im Roadbook auf mongolischem Terrain lautete: „Ende des Asphalts". Und diesen werden die Teilnehmer auch bis kurz vor Ulaanbaatar nirgends in der Mongolei wiederfinden. Etwa 80 Kilometer ging es nach der Einreise auf 2.000 Meter Höhe durch karges Steppenland und über schroffe, steinige Pisten bis ins heutige Etappenziel, ein Camp oberhalb der Stadt Ölgy.

Am 19. Juli 2008 dann endlich ein Ruhetag für die Fahrer. „Bei einer zweiwöchigen Rallye benötigt man unbedingt einen Tag Pause. Vor allem für die kleineren Teams und Autos und die jüngeren Fahrer ist der Tag ein Muss. Und auch uns Routiniers tut er ganz gut", sagte Said Rashid Al Hajri vom Team Middle East.

Team France übernimmt Gesamtführung

Aus dem Bezirk Bajan-Ulgij ging es auf der neunte von insgesamt 14 Etappen der Transsyberia Rallye 429 Kilometer Richtung Osten in den Bezirk Hovd. Der Start zur ersten Sonderprüfung in der Mongolei erfolgte um zehn Uhr. Im Abstand von zwei Minuten begaben sich die 29 verbliebenen Teams auf die 282 Kilometer lange Strecke. Das Team Germany 1 ging als Sieger der letzten Wertungsprüfung zuerst ins Rennen, gefolgt vom Team France, Team Porsche Russia 1 und dem in der Gesamtwertung auf Platz 1 liegenden Team Middle East.

Die erste Sonderprüfung in der Mongolei galt im Fahrerlager vor dem Start als schwierige Aufgabe. Auf einem Hochplateau auf rund 2.000 Meter steuerten die Off-Road-Autos durch Täler und über Gipfel. Auf 3.025 Metern passierten die Teams heute den höchsten Punkt der Rallye. Das Ziel lag auf einer langen Geraden vor den Toren der Stadt Hovd.

Spanien mit Etappensieg

Nach 4:45:47 Stunden passierten Pau Soler und Laia Painado (Team Spain) in ihrem Porsche Cayenne S Transsyberia als Erste die Ziellinie. Knapp dahinter traf Team France ein, das aber aufgrund der früheren Startzeit einen Rückstand von 7:15 Minuten auf die Spanier aufwies.

Das bis dato im Gesamtklassement führende Team Middle East musste die Rallye beenden. Nachdem der Pilot des Porsche Cayenne S Transsyberia, Said Rashid Al Hajri aus Doha, im steinigen Terrain eine Bodenwelle übersehen hatte, verletzte er sich bei der harten Landung. Derzeit ist der Rallye erfahrene 51-Jährige zur Beobachtung im Krankenhaus von Hovd mit Verdacht auf eine Rückenverletzung. Navigator Tim Trenker blieb unverletzt.

Zur Transsyberia gibt es einen mobilen Infoservice. Mehr dazu findest du hier.

SPOX

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