Tennis

French Open Saison 2017

French Open - Finale

Paris, Frankreich28.05.2017 - 11.06.2017
S. Wawrinka
[3]
Match beendet
 
R. Nadal
[4]
S. Wawrinka
R. Nadal
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
2
3
1
6
6
6
Philippe-Chatrier Court | Finale
Spielzeit: 02:05 h
Letzte Aktualisierung: 21:51:31
Wawrinka
Nadal
Abschied
 
Und während Rafael Nadal gleich seinen Pokal in Empfang nehmen wird, wollen wir den Moment nutzen, um uns für ihre Aufmerksamkeit während der letzten zwei Wochen zu bedanken. Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spaß wie wir und würden uns freuen, Sie auch beim nächsten Mal wieder bei uns begrüßen zu dürfen - spätestens, wenn der Tourtross dann in Wimbledon angekommen ist, sollten wir uns dann ja wiederlesen. Bis dahin sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und Danke - beziehungsweise zum letzten Mal Au revoir a Paris!
Fazit
 
Natürlich gebührt auch Stan Wawrinka Respekt für ein tolles Turnier - das deutliche Ergebnis heute muss man viel mehr Nadals Klasse als dem Auftreten des Schweizers anlasten.
Fazit
 
Das Wichtigste: Herzlichen Glückwunsch an den König von Roland Garros, den nun zehnmaligen Sieger Rafa Nadal. Der Spanier hat nicht nur heute, sondern über die gesamten zwei Wochen eine perfekte Leistung abgeliefert, dabei insgesamt nur 33 Spiele (!) verloren und keinen einzigen Satz abgegeben. Was ihn unter dem Strich wohl zum würdigsten Sieger macht, den die Grand-Slam-Szene seit längerem gesehen hat.
2:6, 3:6, 1:6
Wahnsinn: Nadals Vorhand droht, zu lang zu werden, Wawrinka spielt aber auf der Grundlnie stehend den Rückhandvolley ins Netz - sodass Nadal am Boden liegend Titel Nummer zehn in Roland Garros feiern darf!
2:6, 3:6, 1:5
 
Matchball Nummer eins kann Wawrinka dann aber mit viel Druck auf die Vorhand von Nadal abwehren.
2:6, 3:6, 1:5
 
Und auch, wenn Wawrinka mit einen Vorhandwinner aus dem Halbfeld nochmal verkürzen kann - sein nächster Vorhandfehler ins Netz bringt Rafa Nadal zwei Championship Points!
2:6, 3:6, 1:5
 
Über Wawrinkas Rückhand punktet Nadal zum 0:15, mit einem Netzangriff zum 0:30. Da fehlen nur noch zwei Punkte zum Turniersieg!
2:6, 3:6, 1:5
 
Zu Null schnappt sich Nadal sein Aufschlagspiel zum 5:1 und bereitet damit das feierliche Ende dieses Finales vor.
2:6, 3:6, 1:4
 
Man muss es einfach mal benennen, wie es ist: Was Rafa Nadal hier spielt, sieht aus wie das neue Lehrvideo zum Sandplatztennis. So chancenlos, wie sich Stan Wawrinka hier präsentiert, war der Schweizer in seiner Karriere eventuell noch nie ...
2:6, 3:6, 1:4
 
Das ist so unglaublich cool und souverän vom Spanier: Mit viel Geduld und dem abschließenden Vorhandfehler von Wawrinka nutzt Nadal gleich seinen ersten Breakball in diesem Spiel und stellt auf 4:1!
2:6, 3:6, 1:3
 
Perfekt, wie Nadal den fünften Spielball Wawrinkas mit einem Lob abwehrt. Und dann folgt das offensichtlich Unvermeidbare: Der nächste Breakball für Rafa Nadal.
2:6, 3:6, 1:3
 
Irgendwann hat Wawrinka dann auch seinen vierten Spielball vergeben, holt sich aber gleich den fünften. Man bekommt das Gefühl, dass ein Break für Nadal das Match hier beschleunigt beenden würde ...
2:6, 3:6, 1:3
 
Seine ersten beiden Spielbälle kann Wawrinka nicht nutzen. Auch, weil Nadal plötzlich in jedem zweiten Ballwechsel angreift und ans Netz vorrückt.
2:6, 3:6, 1:3
 
Deutlich ist übrigens auch der Blick auf die Gesamtzahlen der gewonnen Punkte: Während bei Wawrinka schmale 50 stehen, hat Nadal schon 82 Punktgewinne angehäuft.
2:6, 3:6, 1:3
 
Wawrinkas schnelles 30:0 kann Nadal ohne große Mühe in ein 30:30 verwandeln. Es ist schon irgendwie Einbahnstraßentennis, was wir und die Zuschauer auf den Rängen hier erleben.
2:6, 3:6, 1:3
 
Dieser erste Einstand seit fast einer Stunde macht es zwar etwas spannender, am Ende findet aber auch dieses Spiel das gewohnte Ende: Rafa Nadal legt zum 3:1 vor.
2:6, 3:6, 1:2
 
Die nächste starke Vorhand von Nadal sorgt für das 40:30, aber diesmal kann Wawrinka das beantworten und selber mit einem Vorhandwinner die Linie entlang auf Einstand stellen.
2:6, 3:6, 1:2
 
Aus der nächsten engen Situation befreit sich Nadal mit einem unfassbaren Vorhandwinner im Rückwärtslaufen. Und anschließend kann der Spanier dann über Wawrinkas Vorhand doch wieder zum 30:30 punkten ...
2:6, 3:6, 1:2
 
Das tut er! Erst kann Wawrinka Nadal mit einem guten Return zum Rückhandfehler verleiten, dann sogar einen Smash des Spaniers abwehren und in der Folge auf 0:30 stellen. Wer sagt's denn!
2:6, 3:6, 1:2
 
Am Ende reicht es sogar zum Spielgewinn für Stan the Man. Und wer weiß - vielleicht hilft jetzt ja mal der Mut der Verzweiflung?
2:6, 3:6, 0:2
 
Immerhin arbeitet der Schweizer an einem Ende mit Anstand. Zwei gute Rückhandbälle und ein Aufschlagwinner verhindern bei 40:30 immerhin Nadals nächste Breakchance ...
2:6, 3:6, 0:2
 
Was in diesem Quartett noch fehlte, war der Vorhandwinner: Den drückt Nadal dann zum Spielgewinn die Linie entlang ins Eck. Und so langsam kann einem Stan Wawrinka hier ein bisschen leid tun ...
2:6, 3:6, 0:1
 
Zumal Nadal mittlerweile richtig Spaß daran gefunden hat, sein komplettes Repertoire zu präsentieren. Da gibt es Volleystopps, Winner mit der Rückhand aus vollem Lauf oder eben mal einen eingeschobenen Aufschlagwinner - 40:0.
2:6, 3:6, 0:1
 
Einen Breakball kann der Schweizer noch abwehren, beim zweiten überfährt ihn Nadal dann wieder mit der Vorhand cross und legt so zum 1:0 im dritten Satz vor. Wäre ich hier der Organisator, ich würde die Empore für die Pokalübergabe schon mal bereitstellen ...
2:6, 3:6, 0:0
 
Oh weia, da scheint die Luft raus zu sein: Mit drei relativ leichten Fehlern schenkt Wawrinka Nadal gleich im ersten Aufschlagspiel des Durchgangs drei Breakbälle. Ob der Schweizer einfach nur noch schnell nach Hause will? Verdenken kann es ihm wohl niemand ...
2:6, 3:6, 0:0
 
Auch das sieht man selten: Sowohl Wawrinka als auch Nadal haben sich in die Katakomben und gen Klo verabschiedet. Und erstaunlicherweise ist es der Spanier, der als Erster wieder auf dem Court auftaucht.
Zwischenfazit
 
Nach dem ersten Satz wollte man sich und den Fans noch Hoffnung auf ein spannendes Match machen. Mittlerweile muss man der Realität aber ins Auge sehen: Eigentlich sollte der Sieger der French Open in einer Dreiviertelstunde feststehen, denn Rafa Nadal präsentiert sich hier so unangreifbar wie jemals zuvor. Natürlich würde man Wawrinka zumindest einen Satzgewinn gönnen - aber momentan weiß wohl nicht mal der Schweizer selber, wie er das anstellen soll.
2:6, 3:6
Der neue Schläger bringt dann aber auch kein Glück: Wawrinkas zu langer Rückhandreturn beschert Rafa Nadal die 2:0-Satzführung.
2:6, 3:5
 
Aber das hilft natürlich wenig: Die zu lange Rückhand von Wawrinka sorgt für das 30:15, der folgende Vorhandfehler des Schweizers für das 40:15 und zwei Satzbälle. Was Wawrinka mit dem Zerbrechen seines Schlägers quittiert ...
2:6, 3:5
 
Einen Ausgleich hat der Schweizer damit übrigens geschafft: Bei den erzwungenen Fehlern halten sich Wawrinka und Nadal mit 20:20 die Waage.
2:6, 3:5
 
Natürlich muss Wawrinka jetzt Alles oder Nichts spielen. Und das bringt ihm auch immerhin mal ein 15:15 ein ...
2:6, 3:5
 
Das gelingt dann aber, weil Nadal mit der Vorhand patzt - und so kann Wawrinka unter dem Strich auch auf 3:5 verkürzen. Aber damit serviert Nadal jetzt natürlich zum Satzgewinn.
2:6, 2:5
 
Allerdings bewegt sich Stan the Man auch auf dünnem Eis, was seine Fehlerquote angeht. Zwei leichtfertige bringen Nadal das 0:30, das der Schweizer dann erstmal wieder aufholen muss.
2:6, 2:5
 
Zu Null und mit seinem vierten Ass beendet Nadal dann auch dieses Aufschlagspiel und stellt auf 5:2. Und mittlerweile kann man Wawrinka wohl auch keinen Vorwurf mehr machen - der Spanier ist einfach zu gut. Und wäre es heute wohl auch für jeden anderen Gegner.
2:6, 2:4
 
Wawrinkas Vorhand segelt longline in den Korridor- auch mit den Volleys klappt es überhaupt nicht mehr - 30:0 für Nadal.
2:6, 2:4
 
Im Anschluss kann Wawrinka seinen zweiten Spielball dann aber nutzen und zum 2:4 verkürzen. Ein Tropfen auf den heißen Stein ...
2:6, 1:4
 
Da spielt Wawrinka mal einen richtig guten Ball mit der Vorhand cross aus der Rückhandecke - und dann wischt Nadal das Ding aus vollem Lauf am Netzpfosten vorbei hinten links ins Eck. Wahnsinn!
2:6, 1:4
 
Irgendwie ist auch das Publikum in einem Stadium zwischen respektvollem Schweigen und ungläubiger Faszination angekommen. Aber immerhin feiert eine kleine Gruppe Fans jeden Wawrinka-Punkt ab, als wäre es ein Satzball. 30:0!
2:6, 1:4
 
Nadal muss über den Zweiten kommen, zwingt Wawrinka aber trotzdem zum Rückhandfehler und legt zum 4:1 vor. Irgendwie drängt sich einem das Wort chancenlos auf, wenn man sich Stan the Man so anschaut ...
2:6, 1:3
 
Eher nicht, denn Nadal hat sofort die nächste Vorhandpeitsche im Gepäck und gleicht zum 30:30 aus. Bevor er dann über Wawrinkas Rückhand auf Spielball stellt ...
2:6, 1:3
 
Oho! Nadal legt ohne Not eine Rückhand hinter die Grundlinie und muss das 15:30 hinnehmen. Geht da was für das Stanimal?
2:6, 1:3
 
Während Nadals Winner allesamt geplant und gewollt aussehen, wirkt das bei Wawrinka alles ein bisschen zufällig. Aber letzten Endes ist es ja egal, wie man zum 15:15 kommt.
2:6, 1:3
 
Aber am Ende kann Wawrinka seinen zweiten Spielball dann doch nutzen und zum 1:3 verkürzen. Wobei der Schweizer sicher für jeden Tipp dankbar wäre, wie er Nadal bloß dessen Aufschlag abnehmen soll ...
2:6, 0:3
 
Es ist ein ungewohntes Bild, Wawrinka mit einem 40:0 dastehen zu sehen. Weniger ungewohnt ist dagegen Nadals mittlerweile 12. Winner mit der Vorhand longline ...
2:6, 0:3
 
Irgendwie muss der Frust ja mal raus: Wawrinka ballert sich mit seinen gefühlt ersten Winnern im zweiten Satz zum 30:0.
2:6, 0:3
 
Einen Spielball vergibt der Spanier - offenbar aus Versehen -, den zweiten nutzt er dann aber mit der nächsten genialen Vorhand cross aus der Rückhandecke. Da kann man sich als Gegner nur überflüssig fühlen ...
2:6, 0:2
 
Man soll so etwas ja nicht zu früh sagen, aber Wawrinka fällt momentan komplett auseinander. Rahmenbälle, schlecht abgesprungene Bälle, der Schweizer ärgert sich über alles - und Nadal kommt ohne große Mühe zum nächsten 40:0.
2:6, 0:2
 
Um es zu unterstreichen dominiert Nadal auch das nächste Vorhand-Rückhandduell, Wawrinka kann mal wieder nur reagieren - und muss sich am Ende dem Break zu Null beugen. 2:0 Nadal!
2:6, 0:1
 
Es ist einfach nur noch als brutal zu beschreiben: Wawrinka versucht Winkel, Power und alles andere - aber am Ende schnappt sich Nadal mit dem Vorhandwinner aus der Rückhandecke das 0:40 und drei weitere Breakchancen.
2:6, 0:1
 
Und soviel zu Wawrinkas Bemühungen: Ein erzwungener Vorhandfehler, ein erzwungener Rückhandfehler - und schon hat Nadal das nächste 0:30.
2:6, 0:1
 
Wawrinka müht sich stetig, auch mal einen Ballwechsel zu dominieren - aber Nadal hat wirklich jedes Mal die perfekte Antwort am Start und stellt so auch auf 1:0.
2:6, 0:0
 
Aber Nadal kann irgendwie immer noch eine Schippe drauf legen - der nächste Aufschlagwinner bringt dem Spanier bei 40:30 zumindest einen Spielball.
2:6, 0:0
 
Offenbar hat sich Wawrinka gleich mal was vorgenommen! Ein gut herausgespielter Punkt per Vorhand longline und ein wunderbarer Stopp bringen dem Schweizer immerhin mal ein 30:30.
2:6, 0:0
 
Nachdem der Platz kurz gesprengt wurde, geht es jetzt mit Aufschlag Nadal weiter!
Zwischenfazit
 
Eigentlich hatten wir auf ein wesentlich engeres Finale gehofft. Aber bisher gibt sich Favorit Nadal überhaupt keine Blößen, abgesehen von einem frühen Breakball gegen sich musste der Spanier keine einzige enge Szene durchstehen und hatte am Ende auch Wawrinkas Aufschlag verstanden - weshalb die zwei Breaks völlig verdient waren. Hoffen wir einfach mal, dass Stan the Man möglichst schnell aufwacht!
2:6
Und das war's: Bezeichnenderweise gibt Wawrinka den ersten Durchgang mit einem Vorhandfehler ab, Nadal kann nach 43 Minuten zur 1:0-Satzführung vorlegen!
2:5
 
So macht man das: Mit einer krachenden Vorhand cross macht Nadal das 30:40 und hat den ersten Satzball!
2:5
 
Wieder muss Wawrinka hart arbeiten, um auf 30:30 stellen zu können. Womit Nadal aber trotzdem nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn fehlen ...
2:5
 
Wawrinka hört nicht auf, Fehler zu machen. 15 unnötige und ein Dutzend erzwungener erklären fast jeden Punkt, den Nadal bisher gewonnen hat ...
2:5
 
Stark von Nadal, der mit einem guten Aufschlag ans Netz marschiert und den Rückhandvolley kurz cross gespielt töten kann - 5:2 für den Spanier!
2:4
 
Mit einem Ass geht es für Nadal zum 30:15, über Wawrinkas Rückhand zum 40:15. Wenn man es mit Wawrinka hält, muss man sagen: Das geht alles viel zu einfach!
2:4
 
Und mittlerweile hat sich auch das Kräfteverhältnis etabliert. Denn wo Wawrinka eigentlich nur am Löcher-stopfen und rennen ist, spielt Nadal seinen Stiefel hochkonzentriert herunter und nutzt seit etwa zehn Minuten fast jeden Ausrutscher seines Gegenübers.
2:4
 
Das war natürlich ein großer Schritt gen Satzgewinn: Breakball Nummer eins kann Wawrinka noch abwehren, den zweiten nutzt Nadal dann aber über die Rückhand des Schweizers, dessen Slice an der Netzkante hängen bleibt. 4:2 und Break vor für Rafa Nadal!
2:3
 
Diesmal patzt Stan the Man dann mit der Vorhand - und Nadal hat gleich drei Breakchancen!
2:3
 
Und prompt bekommt Wawrinka die nächsten Probleme. Ein guter Return von Nadal zwingt ihn zum Rückhandfehler, Nadals folgender Winner mit der Vorhand longline ist nicht zu erreichen - 0:30!
2:3
 
Dann kann der Schweizer mit einer herrlichen Vorhand longline zwar auf 40:30 verkürzen, aber Nadal hat anschließend doch wieder ein Ass (mit dem Zweiten!) in petto und kann zum 3:2 vorlegen.
2:2
 
Bei 40:0 würde sich Wawrinka auch gern mal wieder ins Match einmischen. Aber zu einem Punkt kommt er nur, weil Nadal mit der Vorhand longline zu hohes Risiko geht ...
2:2
 
Wow. Rafa Nadal scheint seinen Rhythmus gefunden zu haben, scheucht Wawrinka von Ecke zu Ecke und hat dann meist den richtigen Winner zur Hand. 30:0!
2:2
 
Das scheint Wawrinka dann aber auch zu reichen, ausnahmsweise bastelt der Schweizer mal drei Punktgewinne aneinander und kann so mit viel Mühe auf 2:2 stellen. 10:8 Unforced Errors ''für'' Wawrinka sprechen aber Bände darüber, wie sich die Partie bislang entwickelt hat.
1:2
 
... aaaaber auch den kann Wawrinka mit einem guten Aufschlag abwehren. Nach gut zehn Minuten ist dieses Aufschlagspiel weiterhin hart umkämpft!
1:2
 
Auch seine dritte Breakchance in diesem Aufschlagspiel kann Nadal nicht nutzen. Kein Problem, denn de vierte folgt nach einer überragenden Rückhand cross auf dem Fuße ...
1:2
 
Wenn Wawrinkas Vorhand sitzt, hat er oft genug Vorteile (Einstand). Wenn nicht, dann kommt Nadal zu vielen zu einfachen Punkten (erneuter Vorteil).
1:2
 
Was teuer werden könnte, denn Nadal lauert, Wawrinka wird zu kurz und der Spanier kann mit der Vorhand cross aus dem Halbfeld auf Vorteil stellen.
1:2
 
Aber auch der Spanier kann seine erste Chance zum Break nicht nutzen, denn Wawrinka hat den Kickaufschlag nach außen in petto. Aber auch der Schweizer verspielt anschließend einen Spielball ...
1:2
 
... aber Nadal ist dran! Der Spanier scheucht Wawrinka über den Court, der verliert die Geduld und legt eine Vorhand longline ins Netz - Breakchance Rafa Nadal!
1:2
 
Wawrinka spielt zwei schwache Vorhandbälle in Reihe zum 15:30. Das kann der Schweizer dann zwar mit einer Vorhand Inside-Out ins 30:30 verwandeln ...
1:2
 
Direkte Punkte sind bislang noch Mangelware, eher würde man diesen Beginn als Fehlerfestival bezeichnen. Wobei die meisten davon natürlich erzwungen sind - so richtig schlecht ist das Niveau natürlich nicht.
1:2
 
Auch der folgende Vorhandreturn von Stan the Man gerät zu lang, Nadal kann sein Aufschlagspiel eintüten und auf 2:1 stellen. Aber die Breakchance gegen sich dürfte dem Spanier kaum gefallen haben ...
1:1
 
Der folgende Rückhandreturn des Schweizers segelt aber noch neben den Korridor und beschert Nadal den Einstand. Den der Spanier mit seinem ersten Ass umgehend in den Vorteil verwandelt.
1:1
 
Verrückt - von dem Nadal, der hier reihenweise Gegner zerlegt hat, ist noch nichts zu sehen. Stattdessen stellt Wawrinka am Netz per Smash auf 30:40 und Breakball!
1:1
 
Nanu? Nadal will nachlegen, lässt dann aber erst eine Vor- und anschließend auch noch eine Rückhand abrutschen und muss das 30:30 hinnehmen. Und Wawrinka wittert sicher schon eine Chance ...
1:1
 
Der Versuch von Wawrinka, seine Rückhand immer wieder zu umlaufen, wird von Nadal mit Bällen gegen die Laufrichtung zwei Mal wunderbar bestraft. 30:0!
1:1
 
Das Ass mit dem Ersten wird dem Schweizer zwar noch geklaut, sein Vorhandwinner cross aus der Rückhandecke bringt Wawrinka dann aber das lockere 1:1 ein.
0:1
 
Auch der fünfte Punkt in diesem Match geht an Nadal, dann dreht Wawrinka aber auf. Mit dem Servicewinner geht es zum 15:15, per Ass zum 30:15 und mit viel Druck auf Nadals Vorhand zum 40:15.
0:1
 
Zum ersten Mal kriegen wir das Duell Wawrinkas Rückhand gegen Nadals Vorhand zu sehen - mit dem besseren Ende für den Spanier, der plötzlich auf die Vorhand longline umstellt und so das 1:0 eintütet.
0:0
 
Und Wawrinka leistet sich dann auch noch den ersten unnötigen Fehler mit der Vorhand, sodass Nadal schnell auf 40:0 stellen kann.
0:0
 
Gleich beim ersten Punkt muss Umpire Maria von seinem Stuhl steigen und Nadal das 15:0 zusprechen. Beim 30:0 per Smash gibt es dann aber keine weiteren Diskussionen.
0:0
 
Genug erzählt, los geht's mit dem Main Event des Tages: Dem Endspiel der French Open 2017. Rafa Nadal serviert als Erster!
Chair Umpire
 
Schiedsrichter der Partie wird gleich der überaus erfahrene und entspannte Franzose Pascal Maria sein - der nach dem von Nadal gewonnenen Münzwurf dafür sorgt, dass Wawrinka auf die von ihm gewählte Seite wechseln darf.
Schuhrätsel
 
Und einen gibt es doch noch mit auf den Weg. Und dabei geht es um Schuhe: Während Wawrinka auf den Hacken seiner Schuhe ein ''Stan the Man'' und die drei Symbole seiner Grand-Slam-Siege (Känguru Eiffelturm, Freiheitsstatue) aufgedruckt hat, hat Nadal einfach nur eine dicke ''9'' auf den Hacken - klar, wo das heute hinführen soll.
Atmosphäre
 
Das nennt man dann Gänsehaut-Atmosphäre: Standing Ovations von den 15.000, das Wetter ist so perfekt wie die Stimmung - und wir hoffen einfach mal auf ein ganz großes Endspiel.
Prozedere
 
Und da sind dann auch schon unsere beiden Hauptdarsteller! Rafa Nadal betritt den Court gefolgt von Stan Wawrinka als Erster, es folgen das Erinnerungsfoto, der Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es hier auch schon losgehen!
Coupe des Mousquetaires
 
Als nächstes folgt dann die feierliche Enthüllung des Coupe des Mousquetaires, des Siegerpokals - zu diesem Zweck durften Schauspielerin Nicole Kidman und ihr Kollege Alexander Skarsgard eben einen stilechten Luis-Vitton-Koffer auf die Tribüne schleppen und auspacken.
Guga Kuerten
 
Vor ein paar Tagen wurde mit Ana Ivanovic eine ehemalige Siegerin im Damenturnier geehrt, heute widerfährt diese Ehre dem Brasilianer Gustavo ''Guga'' Kuerten - der gewann das Turnier 1997, 2000 und 2001 gleich drei Mal und zählt in Roland Garros zu den ewigen Publikumslieblingen.
French Open
 
Womit wir dann auch schon fast am Ende unseres Previews und damit bei den Fakten zum Turnier an sich angekommen wären. Das Tournoi de Roland Garros, wie die French Open offiziell heißen, finden seit 1891 jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Anfang Juni im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement in Paris statt. Dabei sind die French Open das einzige Sandplatzturnier der Grand-Slam-Serie und spielen keine Tiebreaks im Entscheidungssatz, was regelmäßig zu den längsten Matches auf der Tour führt. Zu gewinnen gibt es bei den Herren knapp 15 Millionen Dollar (alleine 2 Millionen für den Sieger) - Titelverteidiger dieser Veranstaltung war Novak Djokovic (SRB), Rekordsieger wie gesagt Rafael Nadal, der sich in diesem Jahr auf die Jagd nach seinem 10. Titel begibt.
Philippe Chatrier
 
Gespielt wird hier gleich übrigens auf dem größten Court des Stade Roland Garros: Der Court Philippe-Chatrier, benannt nach einem französischen Tennisspieler und Journalist der 40er Jahre, fasst knapp 15.100 Zuschauer und gilt bei Traditionalisten als eins der schönsten Stadien auf der Tour.
Taktik
 
Unabhängig von allen Statistiken dürfte uns taktisch und spielerisch auf jeden Fall ein absoluter Leckerbissen ins Haus stehen. Denn wo Rechtshänder Wawrinka versuchen wird, die Ballwechsel mit der Rückhand zu dominieren, wird Linkshänder Nadal mit seiner langen und voller Topspin gespielten Vorhand dagegen halten. Oder wie Nadal eben meinte - es wird durchweg hart geschlagen werden.
Head 2 Head
 
Und damit wären wir dann auch schon bei den wohl spannendsten Zahlen angekommen: Dem direkten Vergleich. 18 Mal haben sich Nadal und Wawrinka bereits duelliert, 15 Mal gewann dabei der Spanier - das letzte Aufeinandertreffen bei einem Grand Slam entschied der Schweizer 2014 (Australian Open) aber wie unten angesprochen für sich.
Gute Laune Stan
 
Viel entspannter, als Wawrinka es am gestrigen freien Tag tat, kann man sich vor so einem Endspiel übrigens kaum präsentieren: Der Romand erfüllte so gut wie jeden Autogrammwunsch, hatte für jeden einen Kommentar übrig (''Keiner geht ohne Druck in so ein Finale. Auch Rafa nicht.'') und konnte mit Fragen zu seiner Kondition nach dem Murray-Marathon sogar zum Schmunzeln gebracht werden (''Ja, ich bin ein alter Mann, da geht nicht mehr so viel.''). Kurzum: Der Schweizer scheint für die schwerste Aufgabe seiner Karriere gerüstet zu sein.
Spielverderber Stan
 
Wobei Wawrinka ja ein Talent dafür hat, Das Schreiben von Geschichte gern zu verhindern. 2014 in Australien schlug er Nadal im Finale, als der erste Spieler der Open-Ära werden wollte, der alle Grand Slams zwei Mal gewinnen konnte. Und 2015 schnappte er Novak Djokovic im Finale von Roland Garros den Karriere-Grand-Slam vor der Nase weg ...
Wawrinka in Paris
 
Und wie man hier in Paris gewinnt, weiß Wawrinka ja sowieso bestens: 2015 sicherte sich der Schweizer mit einem Viersatzsieg gegen Novak Djokovic seinen zweiten von mittlerweile drei Grand-Slam-Titeln. Und ist sich deshalb auch der Schwere seiner heutigen Aufgabe bewusst: ''Gegen Rafa in diesem Finale und auf diesem Court zu spielen ist wohl die größte Herausforderung, die es im Tennis gibt. Er ist der Beste aller Zeiten auf Sand.''
Wawrinka 2017
 
Wobei Stan the Man 2017 natürlich auch schon sehr gute Ergebnisse vorzuweisen hat. In Brisbane zu Jahresbeginn reichte es für das Halbfinale, genau wie anschließend bei den Australian Open (Niederlage gegen Federer) - und auch im Endspiel des Masters von Indian Wells unterlag er Landsmann und Kumpel Federer.
Saison auf Sand
 
Womit wir mal wieder bei der Behauptung wären, dass Zahlen nirgends weniger zählen als in Paris: Vor dem Turnier in Genf hatte Wawrinka 2017 eine Sandplatzbilanz von 2:3, nun spielt er um den bedeutendsten Sandplatztitel des Jahres.
Fünf Sätze gegen Murray
 
Doch das änderte sich dann ja alles am Freitag: Gegen Andy Murray, die Nummer eins der Welt, musste sich Wawrinka zunächst von einem 0:1- und später auch von einem 1:2-Satzrückstand befreien - spielte den Schotten in den letzten beiden Sätzen aber phasenweise an die Wand.
Turnierverlauf
 
Und so kam Wawrinka nicht nur mit der Empfehlung des Turniersiegs in seiner Heimatstadt Genf (im Finale gegen Mischa Zverev) nach Paris, sondern reitet mittlerweile auch eine zehn Spiele währende Siegesserie auf Sand. Und außerdem hatte der Romand hier in Roland Garros bis zum Halbfinale noch keinen einzigen Satz verloren - und das gegen illustre Gegner wie Marin Cilic (CRO/7), Gael Monfils (FRA/15) oder Fabio Fognini (ITA/28). Was den Schweizer übrigens auch zum einzigen Halbfinalisten machte, der sich im Turnierverlauf schon gegen drei gesetzte Gegner behaupten musste ...
Stan McCool
 
Was aber natürlich auch keine Rolle spielt, solange sich Wawrinka in der richtig guten Form der letzten Tage befindet. Was vor drei Wochen noch nicht wirklich absehbar war, einen Bären wie Wawrinka aber natürlich trotzdem völlig kalt lässt: ''Ich weiß, da waren ein paar ganz schlechte Turniere dabei. Aber ich arbeite gut, ich höre auf mein Team. Und manchmal verlierst du halt. Und dann gewinnst du wieder. So läuft es halt im Tennis.''
Schweizer Wundertüte
 
Klingt nach einem guten Matchplan - wenn er sich denn durchführen lässt. Denn Nadals Aussage Wawrinkas Stil betreffen ist absolut richtig: Oft genug könnte man denken, Wawrinka weiß morgens beim Aufstehen selber nicht, was er an demjenigen Tag spielen wird - der Schweizer ist wohl DIE Wundertüte im Welttennis.
Respekt vor dem Stanimal
 
Und trotzdem weiß Nadal, dass er sich heute in Acht nehmen muss, denn gegen Stan Wawrinka hat er nicht nur schon ein Grand-Slam-Endspiel verloren (Australien 2014) - er wurde vom Schweizer auch schon auf Sand geschlagen (Rom 2015). ''Bei Stan weiß man nie genau, was einen erwartet. Aber er scheint in einer guten Form zu sein, und wenn er hart schlägt, muss ich aufpassen. Denn Stan schlägt sehr, sehr hart. Ich muss einfach zusehen, dass ich ihm keine einfachen Schläge lasse und selber so lang und hart wie möglich schlage.''
Nur Borg war besser
 
Was bei seinem derzeitigen Leistungsvermögen natürlich auch hochverdient wäre. Vor allem angesichts solcher Zahlen: Nadals 29 Spielverluste in seinen sechs Matches hier in Roland Garros sind das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte dieses Turniers (Björn Borg, 1978, 27 Spiele) und bedeuten, dass seine Gegner gerade mal fünf Spiele pro Match gewinnen konnten.
Race to London
 
Was unter dem Strich nicht nur dazu geführt hat, dass Nadal im Race to London (der Jahreswertung) weit vorn liegt - der Spanier könnte mit einem Turniersieg heute auch noch vorbei an Wawrinka und Djokovic bis auf Platz zwei der Weltrangliste klettern.
Ein Trio Turniersiege
 
Und damit wurde Nadals Liebe zum Sand anno 2017 ja nur wieder erweckt. Denn seit dem Triumph in Monte-Carlo hat Nadal auch noch in Barcelona und beim Masters in Madrid gewonnen - seine einzige Sandplatzniederlage des Jahres kassierte er im Viertelfinale von Rom gegen Dominic Thiem (den er hier in Paris im Halbfinale dann aber mühelos aus dem Turnier kegelte). Und auch für Gegner wie Paire, Basilashvili, Haase, Carreno-Busta und Bautista Agut gab es hier in Roland Garros nichts zu holen - Nadal ist ohne Satzverlust in dieses Endspiel eingezogen.
Nadal auf Sand
 
Kein Wunder also, dass Nadal vor dem Turnier in Monaco gegenüber spanischen Medien scherzte: ''Gut für mich, Roger lässt die Sandplatzsaison ausfallen, ich kann also nicht gegen ihn verlieren. Dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen.'' Wobei langjährigen Nadal-Beobachtern in dem Moment weniger die Breitseite gegen Kumpel Federer auffiel als viel eher die Tatsache, dass der sonst sehr nüchterne Nadal überhaupt scherzt - und das Turnier im Fürstentum anschließend zum zehnten (!) Mal gewinnen konnte.
Letzte Hürde Federer
 
Und das nicht nur irgendwie, sondern in der Spitzengruppe der Weltrangliste, wie Nadal schon bei den Australian Open 2017 mit seinem ersten Finaleinzug nach mehr als zwei Jahren (Niederlage gegen Federer) eindrucksvoll unter Beweis stellte. Und auch sonst läuft es diese Saison bisher richtig gut: Bei seinem zweiten Auftritt des Jahres im mexikanischen Acapulco musste sich der Spanier erst im Endspiel Sam Querrey (USA) geschlagen geben, in Indian Wells scheiterte er nach einigen starken Vorstellungen im Viertelfinale erneut an Roger Federer - und auch im Finale von Miami war der Schweizer die letzte, nicht zu überwindende Hürde.
Spaß reloaded
 
Denn in erster Linie ist Nadal momentan wichtig, wieder schmerzfrei aufspielen zu können. Und das klappt momentan so gut, dass Nadal keinen Gedanken mehr an ein eventuelles Karriereende verschwendet. ''Ich war mir nicht sicher, ob und wie meine Karriere weitergehen würde'', so Nadal beim Turnier in Indian Wells. ''Ich war (während der Verletzungspause, d. Red.) traurig, dass ich nicht spielen konnte, habe aber ständig darüber nach gedacht, wie ich in meinem Leben ohne Tennis glücklich werden könnte. Natürlich, ich habe meine tolle Familie, meine Tennisakademie, aber ich habe gemerkt: Ich brauche den Wettkampf. Denn nach ein paar Wochen Pause ist es jedes Mal das Gleiche: Es juckt in den Gelenken, der Schläger grinst einen aus der Ecke an und sobald man die Turnschuhe an hat, will man nur noch auf den Court. Ich befürchte, ich werde der Tenniswelt noch eine Weile erhalten bleiben.''
Nadal
 
Und auch irgendwie verdient, denn nach zwei Jahren voller Verletzungen greift Nadal in diesem Jahr nicht nur wieder an, er spielt sogar extrem gutes und erfolgreiches Tennis. Wobei das Ganze auf dem Papier natürlich noch viel besser aussehen würde, gäbe es einen gewissen Roger Federer nicht - aber dazu gleich noch mehr.
La Decima
 
Die Rede ist dabei natürlich von Rafael Nadal, dem absoluten König des roten Untergrunds. Neun Mal hat der Mallorquiner die French Open bereits gewonnen, hält hier in Roland Garros fast jeden Rekord und würde sich heute - übrigens im Beisein der extra angereisten spanischen Königsfamilie - gern La Decima, den zehnten Titel, sichern. ''Eigentlich ist neun ja meine Lieblingszahl'', so Nadal gestern bei Training. ''Aber in diesem Fall wäre die zehn natürlich schon schön.''
Das Duell
 
Der eine hat noch nie ein Grand-Slam-Finale verloren, hat hier in Paris auch schon gewonnen und tritt trotzdem als krasser Außenseiter an. Denn der andere gilt schon seit Jahren als bester Sandplatzspieler aller Zeiten und möchte heute das Kunststück vollbringen, den Coupe des Mousquetaires, den Pokal im Herrenturnier von Roland Garros, zum zehnten Mal zu gewinnen.
Bonjour
 
Herzlich willkommen zum Finale der French Open zwischen Stan Wawrinka und Rafael Nadal.
Spieler:
S. Wawrinka [3]
R. Nadal [4]
2
3
1
6
6
6
 
Weltrangliste
Spielerprofile
S. Wawrinka
Ranking:
3
Geburtsd.:
28.03.1985
Größe:
1.83
Gewicht:
81
Bilanz:
26-11
Preisgeld:
USD 30.577.981
R. Nadal
Ranking:
1
Geburtsd.:
03.06.1986
Größe:
1.85
Gewicht:
85
Bilanz:
67-12
Preisgeld:
USD 91.323.627