Erster Saisontitel für Sebastian Ofner bei ITF-Future in Antalya – auf kuriose Weise

Sebastian Ofner mit besonderem Kunststück

Dienstag, 14.02.2017 | 00:54 Uhr
Sebastian Ofner kämpft sich zum fünften Future-Titel seiner Karriere
© GEPA
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Zu Beginn der Turnierwoche gar im Krankenhaus gelegen, sichert sich Sebastian Ofner beim ITF-Event in der Türkei mit gleich fünf Drei-Satz-Erfolgen den Turniersieg.

Dass Sebastian Ofner die Klasse besitzt, um auf der ITF-Tour regelmäßig um die Turniersiege mitzuspielen, ist spätestens seit dem letzten Jahr bekannt, als die heimische Zukunftshoffnung die ersten vier Future-Titeln der Karriere erobert hatte. Insofern kommt es nicht überraschend, dass nun ein fünfter Erfolg, der erste in der neuen Saison, hinzugekommen ist. Zu überraschen wusste dabei allerdings die Art und Weise. Denn dem 20-Jährigen gelang beim jüngsten Coup in Antalya ein besonderes Kunststück. Der topgesetzte, junge Steirer (ATP 289) gewann beim 15.000-US-Dollar-Hartplatzturnier in der Türkei alle seine fünf Matches erst nach drei Sätzen, vier davon gar nach Satzrückstand. Nachdem er zu Turnierbeginn noch im Spital gelegen war.

Ofner schlug der Reihe nach den Ukrainer Vadym Ursu (ATP 681) mit 7:5, 1:6, 6:2, dann den kanadischen Qualifikanten Pavel Krainik (ATP 1155) trotz 0:2-Rückstands im dritten Satz mit 2:6, 6:1, 6:4, schließlich den am 24. Februar 17 Jahre alt werdenden, russischen Qualifikanten Alen Avidzba (ATP 1031) nach zwischenzeitlich recht heiklen Situationen im zweiten und im dritten Durchgang mit 2:6, 6:4, 6:4. Daran knüpfte der Südstadt-Schützling im Semifinale voll und ganz an, als er gegen den US-Qualifikanten Alexios Halebian (ATP 651) nach einem 2:4-Rückstand im zweiten Abschnitt mit 2:6, 7:5, 6:0 und ab 4:5 neun Games in Serie gewann, bis zu seinem Erfolg. Im Finale gegen den zweitgereihten Tschechen Michal Konecny (ATP 356) war er nach der Abwehr eines Breakmöglichkeit bei 1:1 im zweiten Satz letztlich ungefährdet, ließ keine weitere gegen sich zu und setzte sich nach 98 Minuten mit 3:6, 6:1, 6:2 durch.

Die French Open weiter im Blick

Unter dem Strich stand ein etwas kurioser Turniersieg, obwohl Ofner in der Anfangsphase der Veranstaltung beeinträchtigt gewesen war. "Ich war von Sonntag bis Montag im Krankenhaus - weil ich einen Magen-Darm-Virus erwischt habe", erzählte er tennisnet.com. "Am Dienstag habe ich dann die erste Partie gespielt, und die ersten beiden Matches waren richtig schwierig, weil ich noch ziemlich geschwächt war. Und dann habe ich irgendwie auch die nächsten Male die ersten Sätze verloren", versuchte er sich die Kuriosität, vier Mal in einer Woche mit einem Satzrückstand konfrontiert zu sein, selbst zu erklären.

Bei den ersten beiden Turnieren in Antalya, überhaupt seinen ersten in der neuen Saison, hatte für Ofner im Einzel gerade mal ein Achtelfinale und ein Erstrunden-Aus herausgeschaut. "Ich habe mir in den ersten zwei Wochen mit den Bedingungen ziemlich schwergetan, aber durchs Doppel und durchs Training dort hat es dann in der letzten Woche geklappt", sagte er. Für ihn geht es mit den ATP-Challengern in Bergamo (Italien) und Wroclaw (Polen) weiter - "danach werde ich schauen, wo ich stehe." Ziel ist weiterhin das Grand-Slam-Qualifikations-Debüt bei den French Open in Paris, wofür ein Ranking um Platz 240 gebraucht wird. Diesem kommt er mit dem Turniersieg auf etwa 40 Ränge nahe, er dürfte erstmals unter die Top 280 einziehen.

Hier die Ergebnisse und Spielpläne aus Antalya.

Sebastian Ofner im Steckbrief

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