Kein Da Capo - Oliver Marach verliert mit Mate Pavic French-Open-Finale

Von Jens Huiber
Samstag, 09.06.2018 | 19:48 Uhr
Mate Pavic und Oliver Marach in Paris
© GEPA

Für Oliver Marach und Mate Pavic hat es bei den French Open nicht zum zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres gereicht: Der Steirer und sein kroatischer Partner Mate Pavic unterlagen den beiden Franzosen Nicolas Mahut und Pierre-Hugues Herbert in zwei Sätzen mit 2:6 und 6:7 (4).

Nicht, dass Oliver Marach ernsthaft vom Gewinn des Grand Slams, also dem Erfolg bei allen vier Majors innerhalb eines Kalenderjahres, geträumt hätte. Mit der 2:6, 6:7 (4)-Niederlage gegen Nicolas Mahut und Pierre-Hugues Herbert hat sich das Thema nun aber auch im Doppel der Herren für 2018 endgültig erledigt.

Die anderen Champions von Melbourne waren in Paris entweder gar nicht angetreten (Roger Federer) oder hatten bereits an den Vortagen verloren.

Vier Satzbälle für Marach/Pavic

Das Match gegen die beiden Lokalmatadoren begann denkbar ungünstig, Pavic musste sofort seinen Aufschlag abgeben. Diesem Rückstand liefen er und Marach im ersten Durchgang nach, dass es bis zum 6:2 geschlagene 40 Minuten dauerte, zeigt allerdings, dass die Spiele äußerst knapp geführt wurden.

Im zweiten Akt hatten Marach/Pavic mehr Zugriff, eben jener hatte Alexander Peya mit Nicolas Mektic gegen Mahut/Herbert noch gefehlt. Marach musste allerdings im siebten Spiel sein Service abgeben, Grund genug für die französischen Fans, die Welle durch die Tribünen des Court Philippe Chatrier zu schicken. Gleich darauf allerdings musste Mahut erstmals im gesamten Match seinen Aufschlag abgeben - 4:4.

Danach folgte aus österreichisch-kroatischer Sicht ein kleines Drama: Marach/Pavic konnten im zwölften Spiel vier Satzbälle nicht nutzen, einer davon blieb auf der "falschen" Seite an der Netzkante hängen. Im Tiebreak zogen die Franzosen schnell auf 5:2 davon, nach 1:40 Stunden machte Herbert mit eigenem Aufschlag den dritten Grand-Slam-Erfolg mit Mahut klar.

Mahut/Herbert dritte rein französische Paris-Sieger

Nicolas Mahut und Pierre-Hugues Herbert sind damit die dritte rein französische Paarung, die in Roland Garros reüssiert hat. 1984 war dies Yannick Noah und Henri Leconte gelungen, 2014 Julien Benneteau und Edouard Roger-Vasselin. Darüber hinaus haben sich Herbert/Mahut mittlerweile als Angstgegner von Marach/Pavic etabliert: Im dritten Match gingen die Franzosen zum dritten Mal als Sieger vom Platz.

Österreich muss weiter auf den ersten Erfolg auf Pariser Sand warten. Jürgen Melzer hat zwei Major-Siege in seiner Bilanz stehen (Wimbledon 2010 und die US Open 2011), Julian Knowle war 2007 ebenfalls bei den US Open erfolgreich.

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