Wintersport

Franz-Josef Rehrl vor Ski-WM in Seefeld: "Das macht das Kraut nicht fett"

Von APA
Franz-Josef Rehrl zählt zu den ÖSV-Medaillenkandidaten.
© getty

Kombinierer Franz-Josef Rehrl ist eine der erfreulichsten ÖSV-Entdeckungen des Winters. Der Topspringer hat es im Saisonverlauf dank verbessertem Langlaufvermögen auf zwei Weltcupsiege und drei weitere Podestplatze gebracht. Mit Unbekümmertheit und ohne großen Druck will der Steirer auch bei seiner ersten WM in Seefeld (ab Freitag im LIVETICKER) glänzen.

Die unmittelbare Vorbereitung sei reibungslos verlaufen und er befinde sich unverändert in einer guten Verfassung, berichtete der 25-Jährige auf seiner Anreise nach Tirol der APA. "Es ist alles getan. Die große Kunst und Herausforderung wird sein, es schön laufen zu lassen. Es liegt in meiner Hand", zeigte sich Rehrl entspannt.

Auf den Schanzen gibt der Ramsauer schon länger mit den Ton an, mittlerweile ist er aber auch im Langlaufen so stark, dass er gute Ausgangspositionen nach dem Springen in Spitzenergebnisse umsetzen kann. Seit Anfang Dezember hat er stets einstellige Resultate abgeliefert, Höhepunkt waren seine ersten beiden Weltcup-Siege in Chaux-Neuve. "Eine gute Basis habe ich, das muss ich schon sagen", weiß er um seine aktuelle Topverfassung.

Im Idealfall könne es deshalb sogar mit einer WM-Medaille klappen. "Ich brauche einen super Wettkampf, dann kann es schon sein, dass es reicht." Anders als die Top-Läufer dürfe er sich im Springen aber nicht den kleinsten Fehler leisten.

Rehrl vor Seefeld: "Es kann überall funktionieren"

Bedenken, dem Druck vor Heimpublikum nicht standzuhalten, hat der 25-jährige WM-Debütant keine. "Ich freue mich schon darauf. In Ramsau hat es ja auch gut gepasst,", verwies er auf seinen dortigen zweiten Rang kurz vor Weihnachten. Dass in Seefeld besonders viele bekannte Gesichter im Publikum sein werden, spiele keine große Rolle. "Es ist schön, dass sie da sind, aber es wird meine Arbeit nicht beeinflussen."

Die Bergisel-Schanze, am Wochenende Schauplatz der ersten beiden Kombi-Entscheidungen, gefällt ihm gut. Trainingskurse im Sommer und ein paar Sprünge vor wenigen Wochen stimmen den zweiten großen ÖSV-Hofffnungsträger neben Mario Seidl optimistisch. Bereits am Dienstag stand in Innsbruck das erste Training auf dem Programm.

Für Rehrl ist das besonders genaue Kennen einer Schanze aber ohnehin nicht so entscheidend. "Es macht das Kraut sicher nicht fett, ob man dort 10 oder 100 Sprünge gemacht hat. Es kann überall funktionieren."

Das Sextett um die zweifachen Weltcup-Saisonsieger Seidl und Rehrl wohnt während der Titelkämpfe wie schon während des "Nordic Triple" in den vergangenen Jahren im Hotel Hochland. Skispringer und Langläufer sind im Hotel Bergland untergebracht.

Die Kombinierer waren am vergangenen Wochenende im Gegensatz zu den anderen Sparten nicht mehr im Weltcup-Einsatz. Die Österreicher haben zuletzt ein Trainingslager in Oberstdorf absolviert und reisten am Sonntag bzw. Montag als erste ÖSV-Athleten nach Seefeld.

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