WM-Qualifikation: ÖFB-Damen siegen in Finnland, Nina Burger zieht mit Andi Herzog gleich

Von APA
Freitag, 08.06.2018 | 19:14 Uhr
Nina Burger
© GEPA

Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam hat die Hoffnungen auf eine Teilnahme bei der Fußball-WM 2019 aufrecht gehalten. Am Freitag holte das in Gruppe 7 zweitplatzierte Team von Coach Dominik Thalhammer in Helsinki einen 2:0-Arbeitssieg über Finnland. Ein Eigentor (6.) und ein Treffer von Verteidigerin Katharina Schiechtl (72.) ebneten Weg zum dritten Erfolg im sechsten WM-Qualifikations-Spiel.

Der noch makellose Spitzenreiter Spanien ist auf dem Weg zum Fixticket für die WM 2019 in Frankreich ungefährdet, nur die vier besten Zweiten der sieben Gruppen qualifizieren sich für das Play-off, in dem ein weiterer Platz für Frankreich ausgespielt wird. Dafür könnte es selbst bei zwei weiteren Siegen in den noch ausstehenden Partien am Dienstag in Israel (12. Juni) und Finnland (4. September heim) eng mit der erstmaligen WM-Qualifikation für die rote-weiß-rote Auswahl werden.

Burger kommt von der Bank zum 103. Länderspieleinsatz

Auf Kunstrasen begann Österreich ohne ÖFB-Rekord-Torschützin Nina Burger, die nach ihrer überstandenen Fersenverletzung erst in der zweiten Hälfte Nadine Prohaska ersetzte. Doch auch ohne Burger, die mit ihrem 103. Einsatz mit Herren-Rekordspieler Andreas Herzog gleichzog, glückte der Start: Die von Nadine Prohaska unter Druck gesetzte Eveliina Summanen bugsierte eine Flanke von Sarah Zadrazil mit dem Knie früh ins eigene Tor (6.).

Die folgende Druckphase und Abschlüsse von Laura Feiersinger und Zadrazil (jeweils 10.) überstanden die Skandinavierinnen unbeschadet und wurden ihrerseits gefährlicher. Anna Auvinen nützte einen kollektiven Aussetzer in Österreichs Hintermannschaft alleine vor ÖFB-Torfrau Manuela Zinsberger stehend jedoch nicht (22.) - es sollte die beste Chance der offensiv harmlosen Heimischen bleiben.

Kampfspiel mit wenigen Höhepunkten

Mit Fortdauer der Partie gelang es den Finninnen, die im Qualifikationsverlauf zuvor erst zwei Gegentore kassiert hatten, zwar zusehends den Spielaufbau aus der österreichischen Dreierabwehr zu stören. Weil die Gastgeberinnen selbst wenig kreative Lösungen parat hatten und in Österreichs Spiel die letzte Präzision fehlte, entwickelte sich ein höhepunktarmes Kampfspiel im Mittelfeld. Die Entscheidung brachte ein kurz abgespielter Freistoß: Die aufgerückte Schiechtl verwertete Sarah Puntigams Maßflanke von links aus kurzer Distanz (72.).

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