Fussball

Andreas Herzog wäre beinahe Trainer beim SCR Altach geworden

Von SPOX Österreich
Andreas Herzog ist auf Windtner nicht gut zu sprechen

Mit dem Posten als ÖFB-Teamchef hat es bekanntlich nicht geklappt, bevor Andreas Herzog allerdings Franco Foda den Vortritt lassen musste, schlug er ein Angebot als Trainer eines Bundesliga-Klubs aus.

Im Interview mit dem Sportmagazin verrät der Rekordnationalspieler, dass er beinahe beim SCR Altach gelandet wäre. Sportdirektor Georg Zellhofer wollte den 49-Jährigen unbedingt nach Vorarlberg lotsen, allerdings passte Herzog das Timing nicht.

"Bei Altach war das Pro­blem, dass ich gerade aus Amerika zurückgekommen war und eine Zeit lang gar nichts machen wollte. Dann rief mich Georg Zell­hofer an. Erst dachte ich, ich mache es sicher nicht, nach 15 Minuten hatte ich richtig Kopfweh. Er hat mir den Job echt schmackhaft gemacht. Ich hab mir zwei Tage Bedenkzeit erbeten, dann aber gesagt: Tut mir leid, ich muss erst meine Akkus wieder aufladen."

Herzog gibt aber auch zu, dass er damals schon auf den Nationaltrainer-Posten geschielt hat. "Ich habe mir diesmal wirklich gute Chancen ausgerechnet, ÖFB-Teamchef zu werden. Deswegen habe ich auch andere Möglichkeiten abgesagt." Denn erst Altach zu übernehmen, um dann kurze Zeit später wieder zu gehen um Teamchef zu werden, wäre für ihn nicht in Frage gekommen: "Wenn ich etwas mache, dann bin ich voll und ganz auf die Aufgabe konzentriert, mache sie mit ganzem Herzen."

Windtner kann meine Nummer löschen

Auch wenn Herzog jetzt bereits zum vierten Mal in der engeren Auswahl als ÖFB-Chef stand und scheiterte, würde er theoretisch wieder zur Verfügung stehen. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. "Sicher nicht unter den Leuten, die jetzt zu entscheiden haben, Ausnahme: Peter Schöttel. Aber Leo Windtner und auch Hans Rinner (Anm.: Liga-Präsident und somit Teil des ÖFB-Präsidiums) können meine Nummer aus ihren Kontakten löschen", ist Herzog nach wie vor über die ÖFB-Entscheidungsträger verärgert.

Angesprochen auf seine Zukunft will sich Herzog nicht einschränken. Ob Nationaltrainer oder Coach bei einem Klub, wäre dem ehemaligen Mittelfeldregisseur egal. Auch einen österreichischen Mittelständler schließt er nicht aus.

"Ich bin für alles offen"

"Ich bin für alles offen und werde mich der Herausforderung stellen, wenn sie auf mich zukommt. Wichtig ist mir, dass es ein Verein oder Verband ist, der eine klare Philosophie lebt und wo vor allem die Chemie im zwischenmenschlichen Bereich passt. Natürlich habe ich einen gewissen Qualitätsanspruch und Vorstellungen von der Infrastruktur und den Rahmenbedingungen. Alles Weitere wird sich dann ergeben."

Das ÖFB-Team sieht Herzog allgemein auf einem guten Weg. "Es wird ein spannendes Jahr. Franco Foda als Teamchef, der in Österreich viele Erfolge auf Klubebene vorzuweisen hat. Peter Schöttel als Sportdirektor, der den Fußball aus dem Effeff kennt", streut er Trainer und Sportdirektor Rosen, schränkt allerdings ein: "Trotzdem hängt alles von der Auslosung ab, das ist in Österreich nun mal so."

Was Herzog verwundert hat, sind die vielen Rücktritte im Nationalteam nach der Euro. Christian Fuchs, Martin Harnik und Zlatko Junuzovic werden nicht mehr für Österreich auflaufen. "Das finde ich schon sehr komisch, erst recht in ihrem Alter, aber das muss jeder selber wissen." Er selbst sei zwar oft davor gestanden, den Hut drauf zu werfen, konnte sich aber immer wieder motivieren: "Sonst wäre ich nie auf 103 Länderspiele gekommen."

Im großen Sportmagazin-Interview klärt Andreas Herzog auf, ob er in Zukunft dem Nationalteam zur Verfügung stehen würde, wie er seine Zukunft plant und wie er Peter Stögers Sensations-Engagement bei Borussia Dortmund sieht. Hier geht's zum SPORTMAGAZIN-Abo: www.magazin-abo.com

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