Herzog: "Verarschen kann ich mich selber"

Von SPOX Österreich
Donnerstag, 02.11.2017 | 18:40 Uhr
Rekordspieler Andreas Herzog bricht endgültig mit dem ÖFB
© GEPA
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Andreas Herzog ist nach der Teamchef-Entscheidung gegen ihn fuchsteufelswild! Der Rekord-Nationalspieler zieht als TV-Experte live bei Sky über Leo Windtner und den ÖFB her.

Herzog kann nicht verstehen, warum der ÖFB immer wieder mit ihm über den Posten als Nationaltrainer spricht, sich aber letztendlich immer für andere Trainer entscheidet. "Windtner, Rinner und die anderen brauchen sich nicht mehr bei mir melden", so Herzog, der als Teamchef-Kandidat erst wieder unter einer neuen ÖFB-Führung zur Verfügung stehen will.

"Verarschen kann ich mich selber auch. Immer nur in der Verlosung dabei, aber nie ein ernsthafter Kandidat - das wird langsam fad." Vor allem nervt Herzog, dass ihm keine Begründung für die Absage genannt wurde. "Dann sollen sie mir sagen: 'Herr Herzog, Sie haben nicht die Klasse!' Ich muss das dann eben schlucken, aber das wäre okay."

"Diese Ausrede lasse ich nicht gelten"

Das Argument, er bringe kaum Erfahrung als Cheftrainer mit, sei vielleicht im Klubfußball verständlich, nicht aber auf Nationalteam-Ebene. "Diese Ausrede lasse ich nicht gelten. Ich beschäftige mich seit 2005 in verschiedenen Positionen mit Nationalteams", so der ehemalige Bremen-Legionär, der das ÖFB-Team schon einmal gemeinsam mit Willi Ruttensteiner interimistisch betreute.

Danach war er U21-Nationaltrainer und stand Jürgen Klinsmann als Assistent des US-Teams zur Verfügung. Als Chefcoach bestritt er jedoch nur 39 Spiele auf einer Betreuerbank - und dabei handelte es sich stets um Nachwuchs-Teams (ÖFB-U21, U23-Auswahl der USA).

Angriff auf Windtner

Nun fiel die Wahl der Verbandsspitze jedoch auf Franco Foda anstatt auf Herzog. Die österreichische Fußball-Legende deutet sogar an, dass Präsident Windtner sein Konzept nicht authentisch weitergegeben hätte.

"Ich denke, dass ich mich zwei Wochen auf das Gespräch mit Leo Windtner sehr gut vorbereitet habe. Ich habe eine Stunde eine Präsentation gemacht, wo ich mir gedacht habe, okay, eigentlich muss er mich jetzt nehmen, weil ich habe mir wirklich extrem viele Gedanken gemacht und meine Ideen und Visionen alle hineingebracht", lässt Herzog tief blicken. "Aber das war nur vor einem von 13 Präsidiums-Mitgliedern. Man weiß nicht, ob alles immer so weitergegeben wird ..."

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