Austria-Goalie "wie Manuel Neuer"

Von SPOX Österreich
Sonntag, 24.09.2017 | 20:46 Uhr
Raphael Holzhauser feiert das 0:0 gegen Salzburg mit Patrick Pentz
© GEPA

Ein fußballerischer Leckerbissen war das 0:0 zwischen RB Salzburg und der Wiener Austria am Sonntag nicht. Mit Patrick Pentz hatte sie aber einen Lichtblick zu bieten.

Der 20-jährige Schlussmann der Veilchen musste für den verletzten Osman Hadzikic zwischen die Pfosten und kam so zu seinem zweiten Einsatz in der Bundesliga. Wie schon bei seinem Debüt im Mai des Vorjahres (3:0 gegen den SK Sturm) hielt er auch diesmal seinen Kasten sauber und sicherte der äußerst defensiv eingestellten Austria mit einigen starken Paraden den Punktgewinn in der Mozartstadt.

Nächster Stop Europa League?

"Ich habe gezeigt, dass ich da bin und auch die Null halten kann", freute sich Pentz nach getaner Arbeit im Sky-Interview. Nachdem er bereits unter der Woche im ÖFB-Cup Spielpraxis bei den Profis sammeln konnte, wartet nun wohl sogar die internationale Bühne. Laut FAK-Sportdirektor Franz Wohlfahrt dürfte sich ein Einsatz von Hadzikic am Donnerstag bei AEK Athen noch nicht ausgehen.

"Eine Verletzung wünscht man natürlich niemanden. Aber für mich persönlich wäre das überragend. Das wäre mein Debüt in der Europa League und natürlich würde man da gerne spielen", meinte Pentz. Eventuelle Nervosität wäre für ihn dabei ebenso kein Thema, wie beim Schlager in Salzburg: "Ich bin ein ruhiger Typ, auch bei solchen Spielen."

Bestwert bei Ballkontakten für Tormänner

An Lob für den Youngster mangelte es nach der Nullnummer in Salzburg nicht. "Er hat eine überragende Leistung gezeigt", sagte sein Trainer Thorsten Fink. Pentz konnte sich nicht nur neun Mal auszeichnen, mit 71 Ballkontakten bewies er auch, dass seine Kollegen ihn jederzeit anspielen können. Mehr Ballkontakte hatte kein Bundesliga-Tormann in den letzten vier Jahren.

"Er hat keine Angst gehabt und gut von hinten herausgespielt, viele Pässe sind angekommen. Pentz ist jemand der draußen auch spielen kann, ähnlich wie Neuer", ließ sich Fink zu einem gewagten Vergleich hinreißen. Nachsatz: "Natürlich will ich ihn nicht mit Manuel Neuer vergleichen, aber vom Fußballerischen her ist er hervorragend."

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