Fussball

Warum stand Dragovic noch auf dem Feld?

Von SPOX Österreich
Aleksandar Dragovic

Für das ÖFB-Team ging im Schicksalsspiel gegen Irland bis zur 85. Minuten alles nach Plan. Zwar konnte man sich bei Glücksgöttin Fortuna bedanken, dass man 1:0 vorne war, ein Sieg schien dennoch in der Luft zu liegen. Doch dann kam alles anders: ein Lapsus von Aleksandar Dragovic ermöglichte den Iren den Ausgleich. Eine offene Frage bleibt: Warum stand der angeschlagene Dragovic noch auf dem Feld?

Die 70. Minute wird als der Zeitpunkt im Spiel zwischen Österreich und Irland in die Geschichte eingehen, die aus einem Helden-Epos urplötzlich ein Drama machte. Denn Österreich führte zu diesem Zeitpunkt mit 1:0, hatte zwar gegen starke Iren vor allem in der zweiten Hälfte das nötige Quentchen Glück, nach Sieg roch es aber dennoch.

Doch in der 70. Minute drehte sich der Wind. Schuld war allerdings kein plötzliches Tor, sondern eine verpasste Auswechslung. Denn ÖFB-Innenverteidiger Aleksandar Dragovic, bis dahin mit einer durchaus ansehnlichen Leistung, bekam einen Schlag auf die linke Wade, hielt sich schmerzverzerrt das Gesicht. Teamchef Marcel Koller schickte den 18-jährigen Kevin Danso zum Aufwärmen, alles deutete auf eine verletzungsbedingte Auswechslung hin.

Es kam allerdings anders. Dragovic biss auf die Zähne, verwehrte sich der Auswechslung. Und sorgte in der 85. Minute prompt für einen folgenschweren Lapsus. Der Leverkusen-Kicker verlor den Zweikampf mit dem robusten Jonathan Walters, der, so es kommen musste, mit dem Ausgleich ins blutende rot-weiß-rote Herz traf.

Teamchef Koller ging auf die verpasste Auswechslung im Interview nach dem Spiel ein, sprach von einem Foul: "Wir hätten das 2:0 erzielen können, hatten aber in der Defensive auch ein bisschen Glück bei einigen Szenen. Schlussendlich ist das 1:1 verdient. Wir haben das nicht gut verteidigt, er schiebt ihn weg. Er hat gesagt, 'es ist okay, ich kann weiter spielen'. Dann haben wir ihn nicht ausgetauscht." Zwar war das Gegentor nicht der Verletzung geschuldet. Die offene Frage bleibt aber trotzdem.

Aleksandar Dragovic im Steckbrief

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