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NFL

Fünf Fragen zum Trade von Deshaun Watson: Mehr als ein sportliches Thema

Deshaun Watson verlässt die Houston Texans via Trade.

Mit dem Trade von Deshaun Watson zu den Cleveland Browns endet eine einjährige Trade-Saga. Es war eine Odyssee, die erst in den vergangenen Tagen so wirklich heiß lief - und die deutlich mehr als nur sportliche Fragen mit sich bringt.

1. Wie funktioniert der Trade von Deshaun Watson im Detail?

Zunächst einmal muss man hier festhalten, dass die Cleveland Browns das Wettbieten um Watson nicht mit einem besonders überzeugenden Pitch gewonnen haben - wenngleich man argumentieren kann, dass Cleveland von den vier Teams im finalen Rennen die besten sportlichen Argumente mit Blick auf den Kader und die Umstände hatte -, sondern mit dem Sparbuch, und mit in jeder Hinsicht höchstem Einsatz.

Am Freitagmorgen wurde berichtet, dass Watson die Panthers und die Browns unter den Bewerbern eliminiert hatte, und dass die Entscheidung zwischen den Falcons und den Saints fallen werde . Die Saints galten zunächst als Favorit, doch am Freitag wendete sich das Blatt.

Plötzlich schien Atlanta kurz davor zu sein, Watson zu verpflichten. Im Laufe des Freitags schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Falcons den Deal perfekt machen.

Umso überraschender war es, als plötzlich die Kehrtwende kam: Cleveland, nicht Atlanta, hatte das Rennen gemacht.

Cleveland Browns locken Watson mit Rekord-Vertrag

Die Überraschung währte jedoch nicht lange - keine zehn Minuten, um genau zu sein. Dann nämlich kam heraus, welchen Vertrag die Browns Watson geben: Es ist ein Fünfjahresvertrag über 230 Millionen Dollar - vollständig garantiert. So etwas hatte es zuvor in der NFL noch nie gegeben, das ist die höchste Garantie-Summe in einem Vertrag in der Geschichte der NFL.

Cleveland hatte dieses Wettbieten für sich entschieden, weil die Browns ganz offensichtlich bereit waren, finanziell über jede Schmerzgrenze zu gehen. Das passt auch zu einigen der Reports am Freitag, weshalb die Panthers von Watson aussortiert wurden: Angeblich soll das Vertragsangebot, welches Carolina Watson im Falle eines Trades vorgelegt hätte, nicht ausreichend gewesen sein.

Was auch immer Atlanta im Endeffekt bot, es ist davon auszugehen, dass der Rekord-Deal der Browns diese Offerte in den Schatten stellte.

Texans erhalten volles Pick-Paket von den Browns

Doch nicht nur Watson musste sich entscheiden, als er seine No-Trade-Klausel - ultimativ für die Browns - aufgab. Auch die Texans mussten einem Trade zustimmen. Wenn man die Gesamtsituation und all die Umstände bedenkt, kommen die Texans noch mit einem guten Paket an Picks aus der Sache.

Drei Erstrunden-Picks, ein Drittrunden-Pick und ein Viertrunden-Pick wandern nach Houston, die Browns erhalten neben Watson noch einen Fünftrunden-Pick zurück.

Für die Texans ist das in jedem Fall genügend Munition, um den Neustart endlich einzuleiten. Cleveland auf der anderen Seite schickt keinen - wie zwischenzeitlich vermutet - Spieler im Gegenzug nach Houston und geht ganz klar All-In für die nächsten Jahre.

Allerdings ist hier auch wichtig zu betonen: Watson droht nach wie vor eine Sperre vonseiten der NFL. Es ist nicht unrealistisch, dass Watson zumindest Teile der kommenden Saison aufgrund einer möglichen Suspendierung verpassen wird.

Auch hierfür haben die Browns ganz in Watsons Sinne vorgesorgt: Der Vertrag ist so strukturiert, dass sein Basisgehalt für 2022 lediglich eine Million Dollar beträgt. Sollte er suspendiert werden, verliert er damit nur 55.555 Dollar pro Spiel.

Es unterstreicht nochmals, wie sehr die Browns Watson wollten - und wie bereitwillig dafür jeglicher moralischer Kompass aus dem Fenster geworfen wurde.

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