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NFL Scouting Combine 2022: Die Talente-Messe feiert ihr Comeback

Die Scouting Combine findet 2022 wieder in Indianapolis statt.

Die NFL Scouting Combine kehrt nach der Pause im Vorjahr zurück, am heutigen Dienstag geht es los - nicht jedoch ohne eine Kontroverse im Vorfeld. Worum es ging und welche Spieler im Mittelpunkt stehen, erfahrt Ihr hier.

Nach einjähriger Pause aufgrund der Corona-Pandemie ist die NFL Scouting Combine zurück. Einmal mehr findet die Veranstaltung im Lucas Oil Stadium von Indianapolis/Indiana statt.

Allerdings wäre das feierliche Comeback der College-Talent-Messe zum Teil ins Wasser gefallen. Und das nicht wegen Covid.

Ursprünglich hatte die NFL zum Schutz vor Covid eine Bubble angekündigt, die äußerst restriktiv für die teilnehmenden Talente gewesen wäre. Knackpunkt war dabei vor allem die Tatsache, dass jeder Spieler nur einen medizinischen Betreuer hätte registrieren können.

Jener oder jene wäre dann in der Lage gewesen, in bestimmte Bereiche der Bubble zu kommen, um den jeweiligen Spieler zu behandeln - wenn es sein Zeitplan zugelassen hätte. Zudem wäre ein Verlassen der Bubble mit einem Ausschluss von der restlichen Veranstaltung bestraft worden.

Wenig überraschend stieß dies nicht auf allzu viel Gegenliebe. Es ging soweit, dass sich offenbar Spieler-Agenten von 14 Agenturen zusammengeschlossen haben, um einen Boykott der Combine anzustreben. Jene sollen laut The Athletic 157 der 324 Spieler repräsentiert haben, die zur Combine eingeladen sind.

In der Praxis hätte das wohl so ausgesehen, dass jene Spieler dann nicht an den Übungen, die im Fernsehen übertragen werden, teilgenommen hätten. Auch wären sie den Medizintests ferngeblieben und hätten wohl auch nicht an den Interviews mit den Teams teilgenommen.

Ein übermäßig großes Problem wäre das aus rein sportlicher Sicht nicht gewesen, denn die jeweiligen Colleges veranstalten im Vorfeld des Drafts traditionell ihre sogenannten Pro Days, an denen ihre eigenen Draft-Prospects für Scouts in etwa die gleichen Übungen wie bei der Combine absolvieren, nur eben mit dem Vorteil, ihnen bekannte Mitspieler auf dem Feld zu haben für die On-Field-Drills. Allerdings hätte die Liga dann erneut auf den einwöchigen Medienzirkus rund um die Combine mehr oder weniger verzichten müssen.

NFL Scouting Combine: Liga gibt nach

Die NFL lenkte schließlich eine Woche vor Start der Veranstaltung doch noch ein und entspannte die Regeln für seine immer noch existierende Bubble. Nun nämlich dürfen die Spieler die Bubble sogar in ihrer Freizeit verlassen - ein Umstand, der die Bubble an sich obsolet machen sollte. Zudem darf nun auch genehmigtes ärztliches Personal, Athletiktrainer und Masseure in gesicherte Bereiche der Bubble.

Dass es überhaupt erst zu dieser Bubble-Idee kam, ist eine Folge davon, dass es für Draft-Prospects schlicht keine einheitliche Vertretung gibt. Es gibt keine Spielergewerkschaft. Erst nach dem Draft und der Unterschrift bei einem Team treten die Spieler in die NFLPA ein.

Letztere ist ohnehin kein Freund der Scouting Combine und ließ dies kürzlich in einem Statement nochmal wissen. Die PA versicherte, die Spieler zu unterstützen, die nicht an der Combine teilnehmen und erklärte: "Die Kombination der von der NFL vorgeschlagenen 'Bubble' und dem Fakt, dass wir immer noch ein antiquiertes System haben, in dem jeder Teamarzt die Spieler untersucht und sie immer noch vorturnen müssen, zeigt, dass wir ernsthafte Anpassungen oder eine Abschaffung dessen brauchen."

Generell wird die Liga in diesem Jahr mit Änderungen am Format, um das "Gesamterlebnis für die die Spieler zu verbessern". In einem Memo an die Spieler heißt es, es werde "weniger Tage auf dem Gelände" geben.

Zudem ist die Rede von einem "reduzierten Zeitplan für Tests", einer neuen Kommunikationsplattform, terminierten medizinischen Untersuchungen, individuellen Essens-Optionen und variablen Essenszeiten, Einzelzimmern und einer "sicheren Umgebung, um Störungen zu reduzieren und dabei zu helfen, das Risiko einer Ansteckung mit Covid einzuschränken".

Da die NFL einen Quasi-Rückzieher gemacht hat, ist damit zu rechnen, dass nun also doch der Großteil der geladenen Spieler am Event teilnehmen werden. Nicht jeder wird auch "vorturnen", aber zumindest zu den Tests und Interviews erscheinen.

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