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NFL

NFL-Free-Agency: Viele gute Wide Receiver auf dem Markt - wohin zieht es Adams, Godwin und Co.?

Von Alex Weber
Können die Los Angeles Chargers Mike Williams halten?

In dieser Offseason sind zahlreiche starke Wide Receiver auf dem Free-Agent-Markt zu haben. Ein Überblick über die besten verfügbaren Wide Receiver und wie ihre Free Agency aussehen könnte.

Kaum eine Position ist in der kommenden Free Agency so üppig besetzt wie die des Wide Receivers. Neben einigen klaren Nummer-1-Receivern gibt es auch einige vielversprechende Passfänger, die eine bestimmte Rolle ausfüllen können.

Einige dieser Spieler werden nicht mehr auf dem Markt sein, wenn ab dem 14. März dann offiziell Gespräche mit anderen Teams geführt werden dürfen - doch in der Free Agency bekommt am Ende häufig der Höchstbietende den Zuschlag. Und so könnten einige große Namen in dieser Offseason das Team wechseln.

NFL Free Agency: Welche Wide Receiver sind zu haben?

Davante Adams (Green Bay Packers)

Adams ist der beste Wide Receiver auf dem Markt und gleichzeitig der wohl beste Free Agent unabhängig von seiner Position. Vergangene Saison legte er mit 169 Catches für 1553 Yards und 11 Touchdowns einmal mehr herausragende Zahlen auf und Teams werden in dieser Offseason Schlange stehen, um sich seine Dienste zu sichern - falls sich diese Gelegenheit bietet.

Denn die Packers werden ihn kaum einfach ziehen lassen. Zunehmend wahrscheinlich ist der Franchise Tag, nach aktueller Gerüchtelage scheint eine langfristige Einigung noch in weiterer Ferne. Green Bay liegt für die kommende Saison auch nach mehreren Umstrukturierungen zwar noch immer deutlich über der Cap-Grenze, doch einen Spieler von Adams Kaliber ohne Gegenwert ziehen zu lassen, kann keine Option sein.

Adams betonte in der Vergangenheit bereits bei einer Vertragsverlängerung der bestbezahlte Receiver in der NFL werden zu wollen: "In keinem Beruf würde man weniger Geld akzeptieren, als man verdient. So ist das eben. Ich habe mir das Recht erarbeitet, der bestbezahlte Receiver in der Liga zu werden."

Falls die Packers Aaron Rodgers halten, und somit All-In gehen, wäre das wohl untrennbar mit einem Adams-Verbleib verbunden.

Falls nicht, könnte ein Sign-und-Trade zu den Las Vegas Raiders Sinn machen, wo er mit Derek Carr auf seinen alten College-Quarterback treffen würde.

Chris Godwin (Tampa Bay Buccaneers)

Für den Fall, dass Adams am Ende nicht auf den Markt kommt, wäre Godwin plötzlich der heißeste Name unter den Wide Receivern, die Free Agents werden. Letztes Jahr wurde er bereits von den Bucs mit dem Franchise Tag belegt und spielte bis zu seinem Kreuzbandriss - welcher seinen nächsten Vertrag noch belasten könnte - in Woche 15 eine starke Saison.

Wer nächstes Jahr für die Bucs under Center stehen wird, ist noch offen, aber den 1-2-Punch aus Godwin und Mike Evans aufrecht zu erhalten, dürfte eine der Prioritäten für Tampa in der Offseason sein.

Doch der Cap Space der Bucs ist knapp und neben Godwin werden auch einige andere Schlüsselspieler des Teams Free Agents. Godwin zu halten könnte am Ende schlichtweg zu teuer sein, auch weil Teams mit viel Cap Space und einem Receiver-Need wie die New York Jets und Jacksonville Jaguars mehr Geld für Godwin auf den Tisch legen könnten.

Mike Williams (Los Angeles Chargers)

Im letzten Jahr seines Rookie-Vertrags spielte der Erstrundenpick von 2017 seine bis dato stärkste Saison in der Liga. 1146 Yards und 9 Touchdowns produzierte Williams im Zusammenspiel mit Quarterback Justin Herbert. Die Chargers haben versucht, Williams noch mehr in der Offense zu integrieren und waren damit auch erfolgreich, was die guten Zahlen der letzten Spielzeit belegen.

Der großgewachsene Receiver dürfte auf dem Free-Agent-Markt sehr gefragt sein, deutete ab bereits an, in Zukunft gerne weiter bei den Chargers zu spielen. "Ich mag keine Veränderungen", erklärte Williams in Bezug auf seine Zukunft. "Ich mag diese Organisation, die Leute, mit denen ich hier jeden Tag arbeite und habe hier viele besondere Beziehungen aufgebaut."

Die beiden Seiten werden in der Offseason über einen neuen Vertrag sprechen und Williams wird auch nächste Saison aller Voraussicht nach wieder Pässe von Herbert fangen.

Die Chargers haben viel Cap Space, und sie haben mit Keenan Allen, Austin Ekeler, Herbert und Williams eine klare Identität in der Offensive und werden versuchen, diesen Kern in Zukunft zusammenzuhalten. Falls keine Einigung über einen langfristigen Vertrag erzielt werden kann, wäre hier auch ein Franchise Tag denkbar, welcher für Wide Receiver nächste Saison bei circa 20 Millionen Dollar liegen wird.

Michael Gallup (Dallas Cowboys)

Gallup hat bei den Cowboys bewiesen, dass er ein starker Nummer-2-Receiver ist, wird für Dallas aber nur schwer zu halten sein, da sie in der Offensive schon viele hochbezahlte Spieler haben und Gallup zu teuer sein könnte. Anfang des Jahres hatte sich Gallup allerdings im Woche-17-Spiel gegen Arizona das Kreuzband gerissen, was seinen Markt wohl etwas verschlechtern dürfte.

Auf der anderen Seite ist er gerade mal 25 Jahre alt und Spieler kommen heutzutage deutlich besser von solchen Verletzungen zurück als noch in der Vergangenheit. In den drei Spielzeiten zuvor war er zudem kaum verletzt und daher stehen die Chancen gut, dass er zu alter Stärke zurückfinden kann.

Zudem ist er vielseitig, da er sowohl Outside, als auch im Slot eingesetzt werden kann und für Teams wie die Washington Commanders und die Jacksonville Jaguars würde er viel Sinn machen.

Odell Beckham Jr. (Los Angeles Rams)

Nachdem OBJ während der letzten Saison nach zwei enttäuschenden Jahren bei den Cleveland Browns entlassen wurde, schloss er sich den Rams an und fand dort wieder zu alter Stärke. In der Offense von Sean McVay hat sich Beckham hinter Cooper Kupp schnell als klare Nummer 2 etabliert: In zwölf Einsätzen für die Rams in der Regular Season und den Playoffs kam er auf 593 Yards und 7 Touchdowns und spielte bis zu seiner Verletzung im Super Bowl eine zentrale Rolle.

Jene Verletzung wird sich auch auf seinen Markt auswirken - und könnte einen Verbleib in L.A. für beide Seiten zu einer einfacheren Angelegenheit machen. Infolge des Mitte Februar erlittenen Kreuzbandrisses ist gut denkbar, dass Beckham in der kommenden Saison gar nicht spielt, oder womöglich erst sehr spät ins Geschehen eingreift.

Der Wohlfühlfaktor ist bei OBJ ein gewichtiger Faktor, und mit seiner Situation in L.A. wirkte der Star-Receiver deutlich glücklicher als zuletzt in Cleveland. Die Rams haben zwar nicht viel Cap Space zur Verfügung, voraussichtlich werden die beiden Seiten aber alles versuchen, um einen Weg zu finden, damit Beckham auch nächstes Jahr ein Teil der Rams ist.

Allen Robinson II (Chicago Bears)

Auf seine gesamte Karriere gesehen, war Robinson trotz schlechtem Quarterback-Plays eigentlich immer ein starker Nummer-1-Receiver. Doch ausgerechnet in seinem letzten Vertragsjahr bei den Bears konnte der 28-Jährige nicht mehr so produzieren wie in den Jahren zuvor (38 Catches für 410 Yards und ein Touchdown).

Für Robinson könnte es auf einen Prove-It-Deal hinauslaufen, um zu beweisen, dass er immer noch ein dominanter X-Receiver ist. Die Philadelphia Eagles und Cleveland Browns könnten Sinn ergeben, da ihnen eine klare Nummer 1 fehlt.

Bei einem Prove-It-Deal wäre das Risiko für Robinson aber die jeweils unsichere QB-Situation der beiden Teams. Robinson wäre wahrscheinlich am besten beraten, zu einem Team mit einem gestandenen Quarterback zu gehen, wo er seinen Marktwert wieder steigern kann, um sich in der nächsten Offseason für einen letzten großen Vertrag zu empfehlen.

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