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NFL Playoff Recap: Los Angeles Rams vs. Arizona Cardinals 34:11 - Superstar rastet aus, Schockmoment nach Verletzung: Rams fertigen Cardinals ab

Die Los Angeles Rams haben sich überraschend deutlich 34:11 im Monday Night Game der Wildcard Playoffs gegen die Arizona Cardinals durchgesetzt und dabei die Offense der Gäste vor der Pause komplett kaltgestellt. Nun kommt es zum erneuten Duell mit Tom Brady und den Tampa Bay Buccaneers.

Auch wenn das Ergebnis eine deutliche Sprache spricht, war die Partie in den ersten zehn Minuten durchaus ausgeglichen. Den Rams gelang es immerhin, den Ball zaghaft mit dem Run Game zu bewegen, mehr als Punts in den ersten drei Angriffsserien insgesamt kamen jedoch nicht heraus.

Das änderte sich dann Ende des ersten Viertels. Matthew Stafford (13/17, 202 YDS, 2 TD / 6 CAR, 22 YDS, TD) fand Odell Beckham Jr. für einen 17-Yard-Pass, der wie ein Weckruf wirkte für die Hausherren. Nach einem Chunk-Play zu Tyler Higbee und einem 17-Yard-Run von Running Back Cam Akers warf Stafford schließlich einen 4-Yard-Touchdown-Pass zu OBJ per Goal Line Fade.

Im Gegenzug versuchten die Cardinals einen Trickspielzug mit vermeintlichem Lateral quer übers Feld, doch der zweite Pass ging leicht vorwärts, sodass der Spielzug bei 3rd Down in einer Strafe und einem Loss auf Down resultierte. Es folgte ein weiteren Punt.

Im nächsten Drive stellten die Rams nach QB-Sneak von Stafford auf 14:0 und nach einem brillanten Punt von Rams-Punter Johnny Hekker fanden sich die Cardinals kurz vor der eigenen Endzone wieder. Dort versuchte Murray dann unter heftigem Druck offenbar einen Safety zu verhindern und warf den Ball notdürftig weg - aber genau in die Arme von Cornerback David Long, der nur drei Yards bis zum Touchdown brauchte. Pick Six, 21:0 Rams!

Ganz ohne Schiedsrichter-Kontroverse ging es jedoch auch in diesem Spiel nicht, denn bis zur Pause musste Rams-Coach Sean McVay letztlich zwei Challenges quasi verschwenden für Situationen, die eigentlich offensichtlich waren und vom Replay Assist hätten gelöst werden können. Zum einen erkannten die Schiedsrichter beim Stafford-Touchdown nicht, dass der QB deutlich über der Goal Line war. Und etwas später brauchte die Crew mehrere Minuten, um bei einem vermeintlichen Catch von A.J. Green, der kurz nach Ankommen des Balls hart getackelt wurde und den Ball wieder verlor, auf Catch zu entscheiden. Nur um dann per Challenge auf incomplete zu wechseln.

Bis zur Pause warf Murray dann noch eine abgefälschte Interception bei einem Screen-Pass und so ging es ohne weitere Punkte in die Kabinen.

Rams bringen Spiel nach der Pause souverän nach Hause

Die Rams hielten danach den Fuß auf dem Gas und erreichten durch einen 40-Yard-Pass von OBJ zu Cam Akers einmal mehr die Red Zone. Dort fand Stafford dieses Mal Cooper Kupp für einen weiteren Touchdown nach nicht mal fünf Minuten in der zweiten Hälfte.

Damit war die Partie essenziell entschieden, auch wenn die Cardinals in der Folge ihren ersten wirklich zusammenhängenden Drive hinlegten und tatsächlich einen Touchdown durch James Conner samt anschließender 2-Point Conversion erzielten. Während des Drives und auch danach kam es derweil zu Rangeleien zwischen beiden Mannschaften, wobei Rams-Superstar Aaron Donald seinem Gegenspieler D.J. Humphries den Helm vom Kopf riss. Die Schiedsrichter beließen es jedoch bei einer 15-Yard-Strafe für unnötige Härte, verwiesen ihn jedoch nicht des Feldes.

In der Folge legten die Rams einen weiteren guten Drive samt 41-Yard-Catch von Van Jefferson nach. Matt Gay traf schließlich aus 37 Yards zum Field Goal. Während des Drives allerdings verletzte sich Cardinals-Safety Budda Baker beim Tackle gegen Akers am Kopf, blieb minutenlang benommen liegen und musste abtransportiert werden. Nach Auskunft der Cardinals wurde Baker mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht, konnte seine Gliedmaße jedoch bewegen.

Die Rams stehen damit in den Divisional Playoffs und treffen am kommenden Sonntag auf Titelverteidiger Tampa Bay Buccaneers, ein Team, gegen das sie bereits in der Regular Season gewonnen hatten.

NFL Wildcard Playoffs: Los Angeles Rams vs. Arizona Cardinals

Ergebnis: 34:11 (7:0, 14:0, 7:8, 6:3) BOXSCORE

Rams vs. Cardinals - die wichtigsten Statistiken

  • Die Cardinals fanden zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel. Das wird dadurch unterstrichen, dass ihre ersten drei Serien 3-and-out endeten. Das war ihnen seit Woche 2 der Saison 2016 gegen die Buffalo Bills nicht mehr widerfahren.
  • Beckham ist der erste Spieler in der Geschichte der NFL Playoffs mit einer Completion und einer Reception von mehr als 30 Yards im selben Spiel.
  • Die Cardinals kamen in der ersten Hälfte auf 1,5 Yards pro Play. Das sind die zweitwenigsten in der ersten Hälfte eines Playoff-Spiels in den vergangenen 20 Jahren. Nur die Chiefs waren im Wildcard Game 2006 gegen die Colts mit 0,9 Yards pro Play noch schlechter vor der Pause.

Der Star des Spiels: Von Miller (Edge-Rusher, Rams)

Das Spiel wurde zweifellos an der Front entschieden. Die Rams-Defense dominierte die Line, stoppte früh den Run und setzte Murray immer wieder unter Druck und ließ ihn gerade zu Beginn kaum zur Geltung kommen. Allen voran Von Miller machte dabei eine sehr gute Figur und sorgte nicht nur für einen Sack, sondern half auch vorbildlich mit, das Screen Game der Cardinals auszuschalten. Zudem war er auch in Coverage recht effektiv.

Der Flop des Spiels: Kyler Murray (Quarterback, Cardinals)

In seinem ersten Playoff-Spiel begann Murray (19/34, 137 YDS, 2 INT) nervös und stand auch dank einer schwachen Vorstellung seiner O-Line permanent unter Druck. Doch letztlich wäre es an Murray gewesen, seine Teamkollegen früher aufzuwecken mit ein paar positiven Plays. Stattdessen kam er nie wirklich zur Geltung. Vor allem setzte er seine Beine erst nach der Pause gewinnbringend ein. Unverzeihlich allerdings war vor allem sein Pick Six, als er offenbar aus purer Verzweiflung versuchte, den Ball blind wegzuwerfen, was desaströs endete.

Analyse: Rams vs. Cardinals - die Taktiktafel

  • Die Rams begannen das Spiel mit Runs bei Early Downs und konzentrierten sich dabei auf Läufe vorwiegend durch die Mitte gegen die leichten Boxes der Cardinals. Wenn es dann durch die Luft ging, setzten sie häufig auf High-Low-Konzepte - mit dem Duo Cooper Kupp und Tyler Higbee, wobei dann meist der Tight End offen war und der Fokus der Defense auf Kupp lag - und In-Breaking-Routes gegen die Zones der Cardinals.

  • Die Cardinals versuchten derweil früh das Run Game in Schwung zu bekommen, was ihnen überhaupt nicht gelang. Vielmehr zeigten sich die Rams sehr diszipliniert an der Front und schafften auch mit ihren Linebackern Penetration, um das Run Game bereits im Keim zu ersticken.

  • Das Passspiel der Cardinals wiederum beruhte eigentlich nur auf kurzen Pässen zur Seite, also solchen, die Murray schnell loswurde, weil er kaum Zeit zum Passen hatte. Er versuchte immer mal wieder Deep Shots einzustreuen, doch auch hier sorgte Pressure der Rams dafür, dass diese ungenau wurden und ihr Ziel meist verfehlten.

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