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NFL

Quarterback Ranking nach Woche 9: Mac Jones klettert - Mahomes im freien Fall

SPOX-Redakteur Adrian Franke sortiert die 32 Starting-Quarterbacks zur Saison-Halbzeit.

Die Hälfte der Regular Season ist gespielt und während das Playoff-Bild vor allem in der AFC heute unklarer ist als vor Saisonstart, so kommt zumindest bei den Quarterbacks etwas mehr Klarheit rein. Patrick Mahomes rutscht weiter ab, während einige junge Quarterbacks klettern. Das Quarterback-Ranking zur Saisonhalbzeit.

NFL Quarterback-Ranking nach Woche 9

Um zu kleine Sample Sizes im direkten Vergleich auszuschließen, wurden nur Quarterbacks mit mindestens 170 Dropbacks berücksichtigt.

NICHT BERÜCKSICHTIGT: TREVOR SIEMIAN, NEW ORLEANS SAINTS

Gegen die Bucs trugen ihn die Offensive Line und seine Defense zum Sieg, nachdem Siemian für den verletzten Jameis Winston reinkommen musste. Gegen Atlanta spielte er dann deutlich besser - und bekam absolut überhaupt keine Hilfe von seinen Receivern. Mal schauen, ob die Saints irgendwann doch Taysom Hill starten lassen, aktuell wirkt es so, als wäre Sean Payton mit Siemian als "klassischem" Pocket-Passer und Hill in seiner gewohnten Gadget-Rolle zufrieden. In beiden Szenarien ist aber auch klar, dass das das Potenzial dieser Offense ohne Winston eine deutliche Stufe tiefer ist als mit Winston.

NICHT BERÜCKSICHTIGT: RUSSELL WILSON, SEATTLE SEAHAWKS

Das Spiel gegen Pittsburgh dürfte einige Seahawks-Fans heute noch ärgern, aber unter dem Strich haben sie mit Geno Smith das Mindestmaß erfüllt: Seattle hat noch eine Chance auf eine Wildcard in der NFC. Das wird kein leichter Weg und Russell Wilson wird nach seiner Rückkehr - Wilson wird diesen Sonntag gegen die Packers sein Comeback geben - spektakulär spielen müssen, um das zu erreichen. Zumindest eine Sache ist klar: Mit Wilson kommen die Big Plays zurück. In dieser Kategorie war kein Quarterback besser als er, ehe er sich verletzte. Das wird Seattles Offense und damit dem ganzen Team wieder ein komplett anderes Ceiling geben.

NICHT BERÜCKSICHTIGT: TYROD TAYLOR, HOUSTON TEXANS

Das war sicher nicht das Spiel, das sich Taylor für sein Comeback erhofft hatte. Gegen Miami konnte er in keiner Hinsicht an den starken Saisonstart anknüpfen, gegen eine Dolphins-Defense, die ihn ohne Ende blitzte und unter Druck setzte. Was wir in den ersten beiden Spielen gesehen haben, diesen Quarterback, der Houston die Chance auf Big Plays gibt und auch als Scrambler eine Bedrohung sein kann, dieser Tyrod Taylor kann Houston noch immer gegen einige Teams eine Chance geben.

29. SAM DARNOLD, CAROLINA PANTHERS

Ranking nach Woche 5: 21.

Als Matt Rhule letzte Woche sagte, dass man sich in Carolina mit dem Gedanken anfreunden müsse, dass die Panthers ein "Defense-Team" sind, wirkte das mindestens so sehr wie ein Shot gegen Sam Darnold, wie es ein Lob für die eigene Defense war. Darnold ist viel zu inkonstant, er lässt zu viel liegen, er hält den Ball zu lange, und die Big Plays scheinen aktuell mehr am Boden als durch die Luft zu kommen. Er hat gelegentlich Spiele, in denen er den Ball im Kurzpassspiel ganz gut verteilen kann, aber das ist nach dem guten Start mehr die Saison eines Backups als die eines Starters - und teilweise eben auch schlechter, wie diese Woche gegen die Patriots. Dazu kommen die Hospital Balls, die er jetzt in mehreren Spielen hatte. Ich sehe nicht, wie die Panthers mit Darnold diese Saison beenden können.

28. ZACH WILSON, NEW YORK JETS

Ranking nach Woche 5: 29.

Da Wilson sehr bald Woche zurückkommt und kein anderer Jets-Quarterback ansatzweise die Snap-Marke erfüllt, habe ich ihn hier mit reingenommen - als, zumindest mutmaßlichen, Starter, wenn er wieder fit ist. "Mutmaßlich" deshalb, weil die Offense mit Mike White, der sich gegen die Colts dann allerdings auch verletzte, ganz eindeutig besser aussah als mit Wilson - was in erster Linie daran lag, dass White die Checkdowns und die offenen Optionen im Kurzpassspiel konstant bediente, statt permanent das Big Play zu suchen und in der Folge zu viel außerhalb der Struktur zu arbeiten. Das galt übrigens auch für Nummer 3 Josh Johnson. Vielleicht hatte diese Pause für Wilson auch einen positiven Effekt, weil er von der Seitenlinie und im Video-Studium beobachten konnte, wie die Offense funktioniert und welchen Floor sie hat, wenn er das Scheme arbeiten lässt. Es wäre wichtig, von ihm hier eine positive Entwicklung zu sehen, denn über die erste Saisonhälfte war er der fehleranfälligste Quarterback und auch derjenige, der von den Rookies noch am weitesten "weg" wirkte.

27. JARED GOFF, DETROIT LIONS

Ranking nach Woche 5: 28.

Ich will nicht direkt existenzielle Fragen in dem Raum werfen, aber wohin soll das mit Goff in Detroit noch führen? Letztlich geht es vielleicht einfach darum, die Saison mit Anstand zu Ende zu spielen, bevor die nächste Stufe im groß angelegten Umbruch bevorsteht. Aber die Anzahl an Würfen, die Goff mittlerweile verfehlt, während er Detroit unter Druck quasi nichts gibt, den Ball nur kurz wirft und kaum einmal ein Big Play auflegt, macht auch das schwer. Ich bin mittlerweile nicht einmal sicher, ob David Blough ein Downgrade für die Lions wäre, und das sagt - bei allem Verständnis für das wirklich überschaubare Waffenarsenal - definitiv mehr über Goff als über Blough aus.

26. TREVOR LAWRENCE, JACKSONVILLE JAGUARS

Ranking nach Woche 5: 24.

Es ist in dieser Saison nicht immer einfach, weiter klarzumachen, dass Trevor Lawrence der logische Nummer-1-Pick war und dass man sich um den 22-Jährigen keine Sorgen machen muss. Und natürlich macht er noch zu viele Fehler, geht zu viele Risiken ein, hat noch nicht das richtige Gefühl für Timing und für Passfenster in der NFL. Und doch sieht man das enorme Talent Woche für Woche, und das führt auch ganz konkret zu Big Plays, oder zumindest gibt es Jacksonville die Chance auf diese. Die Receiver-Gruppe gibt ihm aktuell wenig Unterstützung und der Offense fehlt es definitiv auch weiterhin an kreativen Ideen.

25. BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS

Ranking nach Woche 5: 27.

Ich denke, man kann Roethlisberger halbwegs so zusammenfassen: Wenn er eine saubere Pocket hat und in das schnelle Kurzpassspiel gehen kann, ist die Offense einigermaßen funktional. Generell hatte ich über die letzten Wochen den Eindruck, dass Pittsburgh offensiv schematisch ein wenig einen Rhythmus findet und in sich schlüssiger wirkt. Aber Big Ben macht selbst quasi keine Plays, unter Druck ist er einer der wackligsten Quarterbacks dieser Saison, und das Play Action Passspiel der Steelers ist auch weiterhin nicht der Rede wert. Roethlisberger ist nach wie vor massiv davon abhängig, dass seine Waffen Plays für ihn machen. Er ist ein Low-End-Game-Manager an diesem Punkt seiner Karriere.

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