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NFL

NFL Recap: Baltimore Ravens vs. Indianapolis Colts 31:25 OT - Furioses Comeback! Jackson verhindert böse Erwachen für Ravens

Mark Andrews erzielte alleine 16 Punkte für die Ravens gegen die Colts.

Die Baltimore Ravens haben durch ein furioses Comeback am Montagabend 31:25 in der Overtime gegen die Indianapolis Colts gewonnen. Nach einer über drei Viertel starken Defensivleistung der Gäste fanden jene auf eine Umstellung Baltimores keine Antwort mehr und wurden förmlich überrollt.

Die Partie begann bereits uncharakteristisch - die Ravens eröffneten das Spiel mit einem 3-and-out samt Sack gegen Lamar Jackson. Anschließend begannen die Colts mit einem False Start durch Left Tackle Eric Fisher, erholten sich davon aber schnell: Carson Wentz warf einen kurzen Screen auf Running Back Jonathan Taylor und der ging ab - schnurstracks in die Endzone zum Touchdown über 76 Yards!

Wenig später marschierten die Colts bis in die Red Zone, blieben aber ohne Punkte, denn Odafe Oweh schaffte einen Strip-Sack gegen Wentz und Brandon Williams eroberte den Fumble. Es dauerte dann bis nach der Two-Minute Warning, ehe auch Baltimore den Weg aufs Scoreboard fand - Justin Tucker traf aus 23 Yards und verkürzte mit 1:39 Minuten auf der Uhr. Genug Zeit für die Gäste, nochmals zurückzuschlagen.

Allerdings auf kuriose Weise: mit drei Sekunden auf der Uhr trat plötzlich Punter Rigoberto Sanchez zu einem 42-Yard-Field-Goal an - mit Holder Nyheim Hines (Running Back). Der Versuch ging links vorbei, doch die Colts bekamen eine weitere Chance, da Ravens-Corner Marlon Humphrey offside stand. Beim zweiten Versuch trat dann Kicker Rodrigo Blankenship an und traf aus 37 Yards zum Pausenstand: 10:3 Colts.

Indy bekam danach zuerst den Ball und stellte den Fuß aufs Gas: Nach zwei zwei Spielzügen fand Wentz Michael Pittman, der über seinen Verteidiger hinweg den Ball fing und das Play zu einem 42-Yard-Touchdown vollendete.

Und nach einem Fumble von Jackson vor der Goal Line trug Isaiah Rodgers den Ball nach einem Lateral von Darius Leonard beim Return über 75 Yards in die Endzone - das Gesamt-Play wäre über 98 Yards gegangen -, doch der Lateral ging letztlich doch vorwärts, sodass der Touchdown zurückgepfiffen wurde. Das schob das Unvermeidbare aber nur auf, denn kurz darauf lief Taylor über 4 Yards zu seinem zweiten Touchdown des Abends. Die folgende Two-Point Conversion schlug jedoch fehl.

Ravens vs. Colts: Andrews und Campbell bringen Baltimore zurück

Die Ravens schlugen mit einem schnellen Drive samt 43-Yard-Touchdown-Pass von Jackson zu Hollywood Brown zurück, doch die Colts antworteten im Gegenzug mit einem weiteren Field Goal - erneut von Blankenship, der nach einem vergebenen Extrapunkt zuvor angeschlagen wirkte. Später kam heraus, dass er Probleme an der Hüfte hatte. Die Ravens warfen dann ihr Run Game komplett aus dem Fenster und gingen nur noch durch die Luft und hauptsächlich über Tight End Mark Andrews, auf den die Gäste keine Antwort hatten. Entsprechend dauerte es nur sechs Spielzüge, ehe Jackson Andrews dann auch in der Endzone und anschließend auch für zwei weitere Punkte fand. 1-Score-Game mit etwas weniger als zehn Minuten zu spielen.

Die Colts konzentrierten sich daraufhin darauf, die Uhr herunterzuspielen und nach Möglichkeit nochmal zu punkten. Sie brachten die Uhr auf unter fünf Minuten herunter, doch Punkte blieben aus. D-Liner Calais Campbell nämlich blockte ein 37-Yard-Field-Goal von Blankenship, nachdem ihm zuvor schon der Stopp im Backfield bei 3rd Down geglückt war. Anschließend wurde es etwas holprig für die Ravens, die aber dennoch den Weg in die Endzone fanden - Jackson fand Andrews erneut zum Touchdown und zur Two-Point Conversion! Ausgleich mit 39 Sekunden auf der Uhr.

Die Colts gelangten noch einmal in Field-Goal-Reichweite, doch Blankenship vergab aus 47 Yards - Overtime! Zu Beginn dieser gewannen die Ravens den Coin Toss und marschierten unaufhaltsam Richtung Endzone. Den Schlusspunkt setzte Jackson mit einem Touchdown-Pass zu Brown - ein Hollywood-Ende, wenn man so will!

Baltimore Ravens (4-1) - Indianapolis Colts (1-4)

Ergebnis: 31:25 OT (0:7, 3:3, 6:12, 16:3, 6:0) BOXSCORE

Ravens vs. Colts - die wichtigsten Statistiken

  • Taylors Touchdown-Reception (76 YDS) war die längste Touchdown-Reception eines Colts-Running-Backs seit Marshall Faulks 78-Yard-Score in Peyton Mannings Rookie-Saison 1998.
  • Andrews' erster Touchdown war nicht nur sein erster TD in dieser Saison, er fing in dieser Partie auch erstmals in diesem Jahr Pässe in der Red Zone. Das war ihm bis hierhin verwehrt geblieben.
  • Erstmals nach 43 Spielen in Serie gelang es den Ravens nicht, die Marke von 100 Rushing Yards zu durchbrechen. Damit teilen sie sich den NFL-Rekord zusammen mit den Pittsburgh Steelers der Jahre 1974 bis 1977.

Der Star des Spiels: Lamar Jackson

Das hätte auch zum Desaster werden können. Er verlor früh im Spiel einen Fumble kurz vor der Endzone und selbiges wäre ihm spät in der regulären Spielzeit beinahe erneut passiert. Sein Knie war aber am Boden. Und so bleibt unterm Strich ein furioses Comeback nach fast drei schwachen Vierteln der Ravens-Offense. Dann übernahm Jackson und zwar hauptsächlich mit seinem Arm, was ein Ausrufezeichen für den Rest der Liga sein dürfte. Er stellte dabei einen Franchise-Rekord von 442 Passing Yards (37/43, 4 TD) auf. Ebenfalls herausragend: Mark Andrews, der nicht zu halten war und es auf 11 Receptions für 147 Yards und insgesamt 16 Punkte brachte.

Der Flop des Spiels: Die Pass-Defense der Colts

Die Colts fanden einen Weg, das Run Game der Ravens kalt zu stellen. Sie hielten Baltimore bei 86 Yards und 3,4 Yards pro Carry. Doch als die Hausherren gegen Ende aufs Passspiel umstellten, Spread-Formationen zum Standard machten und die Bälle förmlich auf Andrews und Brown (9 REC, 125 YDS, 2 TD) zwangen, hatte Indy keine Antwort parat. Die Underneath-Routes waren offen gegen die Zone-Coverage. Und als man spät des Öfteren auf Man umstellte, war Andrews ein stetes Mismatch.

Analyse: Ravens vs. Colts - die Taktiktafel

  • Die Colts spielten hauptsächlich in der Base-Defense, also mit drei Linebackern und vier Mann in der Secondary. Zudem wurde ein Safety häufiger in die Box vorgezogen, um besser auf das Run Game der Ravens reagieren zu können. Zudem spielten sie Zone, um die Augen auf Jackson zu halten, um dessen Ausflüge einzudämmen.
  • Das setzte den Hausherren merklich zu, denn sie hatten nicht den Platz, den sie sonst haben. Dadurch, dass die Linebacker lateral sehr schnell unterwegs waren, funktionierten auch Outside Runs selten.
  • Auffällig war, dass die Ravens anders als üblich vor allem auf kurze Pässe setzten. Deep Shots blieben weitestgehend aus. Sie setzten auf Screens und viele Crossing Routes, um ihre Playmaker ins Spiel zu bringen. Lücken taten sich in der Zone aber nur selten auf, da die Colts sehr diszipliniert agierten und auch nicht übermäßig aggressiv blitzten.

  • Spät in der zweiten Hälfte fanden die Ravens dann aber doch eine Antwort: sie stellten auf Spread-Formationen um mit mehr Receivern, was die Colts ins Sub-Package zwang. Entsprechend war dann niemand mehr da, um Tight End Andrews zu covern, der mit Crossern, Seam-Routes und Shallow-Routes immer wieder offen war und Baltimore zurück ins Spiel brachte.
  • Offensiv reagierten die Colts auf zahlreiche Blitzes der Ravens mit schnellen, kurzen Pässen und Laufspielzügen am Blitz vorbei. Speziell die Screens und Drop-Offs auf Taylor erwiesen sich als äußerst effektiv und zeigten, dass Taylor offenbar eine größere Hilfe im Passspiel sein kann als bislang gedacht.
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