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NFL Recap: Dallas Cowboys vs. Philadelphia Eagles 41:21 - Cowboys cruisen nach turbulenter Anfangsphase zu Kantersieg über Philly

Dak Prescott führte die Dallas Cowboys zu einem klaren Heimsieg über die Philadelphia Eagles.

Die Dallas Cowboys kamen im Monday Night Game von Woche 3 zu einem klaren 41:21-Heimerfolg über die Philadelphia Eagles und überzeugten in allen Facetten des Spiels. Die Gäste hingegen hatten besonders ein klares Defizit, das ihnen das Genick brach.

Die Cowboys begannen wie die Feuerwehr und gingen nach nur sechs Plays im Spiel in Führung - Ezekiel Elliott vollendete den Drive von der 1-Yard-Linie zum Touchdown. Zuvor hatten Dak Prescott und Wide Receiver CeeDee Lamb Dallas mit einem 44-Yard-Deep-Shot in Position gebracht.

Weiter ging’s mit einer Interception von Anthony Brown gegen Eagles-Quarterback Jalen Hurts vor der eigenen Endzone. Jedoch merzte die Eagles-Defense diesen Fehler schnell wieder aus: Defensive Tackle Javon Hargrave brach durch die Mitte durch und schaffte einen Strip-Sack gegen Prescott in der Endzone, Nebenmann Fletcher Cox eroberte das Leder zum Touchdown - 7:7!

Wenig später fanden sich die Cowboys erneut tief in der Red Zone wieder, doch der finale Sneak von Prescott bei 4th Down wurde mutmaßlich an der Goal Line gestoppt - Videobilder ergaben keinen eindeutigen Beweis des Gegenteils, sodass die Eagles übernahmen.

Nach einem weiteren Stopp der Cowboys fand Prescott schließlich Tight End Dalton Schultz für einen 19-Yard-Touchdown-Pass. Safety Marcus Epps ließ Schultz sträflich allein auf dessen Corner Route und ansonsten hatte kein Verteidiger eine Chance.

Nach einem weiteren dominanten Drive mit einigen Run-Spielzügen lief schließlich Elliott aus 3 Yards zu einem weiteren Cowboys-Touchdown. Was bis zur Pause folgte, waren alles andere als Sternstunden modernen Coachings. Erst entschied sich Eagles-Haad-Coach Nick Sirianni zu einem Punt bei 4th and 5 an der gegnerischen 46. Und dann ließ sein Gegenüber Mike McCarthy nach einem erneuten Punt eine goldene Chance auf weitere Punkte der Cowboys liegen, weil er es nicht übers Herz brachte, bei 3rd and (Very) Long kurz nach der Two-Minute Warning eine seiner zwei Timeouts zu opfern. Die Eagles, ohne Chance auf ein neues 1st Down, nutzten diese Einladung und spielten die Uhr soweit runter, dass den Cowboys dann auch keine Chance mehr auf Punkte blieb.

Cowboys vs. Eagles: Pick-Six sorgt für Vorentscheidung

Nach der Pause jedoch folgte die Vorentscheidung: Pick-Six von Cowboys-Cornerback Trevon Diggs über 59 Yards gegen Hurts. Einen Spielzug zuvor hatte indes ein weit offener Eagles-Tight-End Dallas Goedert durch einen Drop die Chance auf einen großen Raumgewinn und womöglich sogar Touchdown vergeben.

Ganz aufstecken wollten die Eagles anschließend jedoch nicht. Im Gegenteil: Zach Ertz vollendete den folgenden 90-Yard-Drive zu einem Touchdown. Zuvor hatte Hurts mit einem spektakulären Pass unter großem Druck zu Quez Watkins über 41 Yards bei 3rd Down Philly überhaupt erst in die gegnerische Hälfte gebracht.

Was folgte, waren ein paar bessere Serien für die Eagles-Defense, aus denen die Offense jedoch nichts machte. Stattdessen machten die Cowboys letztlich zum Start des vierten Viertels den Deckel auf die Partie mit einem 2-Yard-Touchdown-Pass von Prescott auf Cedrick Wilson bei 4th Down. Und nachdem die Cowboys ihrerseits die Gäste bei 4th Down gestoppt hatten, legte Schultz noch einen 22-Yard-Score drauf.

Dallas Cowboys (2-1) - Philadelphia Eagles (1-2)

Ergebnis: 41:21 (14:7, 6:0, 7:7, 14:7) BOXSCORE

Cowboys vs. Eagles - die wichtigsten Statistiken

  • Doppelte Premiere für die Eagles: Der erste Pick von Hurts im Spiel war zugleich der erste Giveaway der Eagles-Offense in dieser Saison. Die Fumble-Recovery zum Touchdown von Cox wenig später war dann auch der erste Takeaway de Eagles-Defense 2021.

  • Elliott hat in diesem Spiel erst zum zweiten Mal in den vergangenen vier Saisons wieder mindestens zwei Rushing Touchdowns in einer Partie erzielt. Zuvor gelang ihm das in diesem Zeitraum nur 2019 gegen die Rams.

  • Nach seinem Pick-Six hat Hurts nun insgesamt 4 Interceptions gegen die Cowboys geworfen. Gegen jeden anderen Gegner hat er lediglich zwei Interceptions insgesamt auf dem Konto.

Der Star des Spiels: Offensive Line der Cowboys

Unterm Strich war es die Offensive Line der Cowboys, die über weite Strecken das Spiel kontrollierte und es vor allem möglich machte, dass das Run Game so effizient funktionierte. Die Pass Protection hatte dann und wann ihre Defizite, doch die defensive Front der Eagles ist eben auch nicht ohne.

Der Flop des Spiels: Secondary der Eagles

Das größte Problem der Eagles war ihre Secondary. Zum einen muss Defensive Coordinator Jonathan Gannon dafür kritisiert werden, dass er viel zu lange an seinen 2-High-Looks festhielt und damit dem Run Game der Cowboys Tür und Tor öffnete. Zum anderen passte die Abstimmung in der Secondary zu selten. Nachdem K'Von Wallace früh verletzt raus musste, fiel das Kartenhaus mit Ersatzmann Marcus Epps komplett zusammen. Viel zu häufig waren Receiver einfach sträflich frei, was Prescott meist konsequent ausnutzte.

Analyse: Cowboys vs. Eagles - die Taktiktafel

  • Die Cowboys begannen die Partie mit multiplen Personnel-Packages, die alle situationsbedingt für Matchup-Vorteile sorgten. Sei es 21-Personnel mit Elliott und Pollard, wobei dann Pollard als Wideout aufgestellt war, oder 12-Personnel mit beiden Tight Ends. Darüber hinaus wurde auch O-Liner Connor McGovern bei offensichtlichen Run-Downs wie an der Goal Line als Fullback eingesetzt.

  • Die Eagles zeigten sich defensiv derweil äußerst unflexibel und hielten viel zu lange an ihrer Zone Defense fest und spielten auch zu häufig mit 2-High-Looks, was die Cowboys zu diversen langen Runs durch die Mitte nutzten.

  • Hinzu kam, dass in solchen Situationen teilweise auch die Interior Defensive Line der Eagles durch konsequente Double-Teams aus dem Spiel genommen wurde. Da keine Unterstützung der Safetys kam oder sie zu spät kam, hatten die Cowboys so immer wieder Platz für längere Läufe.

  • Beim 44-Yard-Deep-Ball von Prescott auf Lamb im ersten Viertel rückte Safety Erik Harris zur Line auf und sollte im Run Game helfen. Lamb lief aus dem Slot eine Post-Route und hatte letztlich keinen Gegenspieler, weil Harris offenbar an Cornerback Steven Nelson übergab, der wiederum frei war, da der auf der Seite postierte Elliott vor dem Snap per Motion zurück ins Backfield gerückt war. Doch Nelson kam nicht wirklich hinterher und auch der zweite Safety, Wallace, war mit der Over-the-Top-Bewachung der Go-Route von Cooper auf der anderen Seite aus dem Spiel.

  • Zeit-Management war schon in der Vorwoche ein Problem für die Cowboys und Head Coach McCarthy zeigte sich erneut unfähig in diesem Teilbereich des Spiels. Kurz vor der Halbzeit hätten die Cowboys mit etwa 1:50 Minuten zu spielen die Chance auf einen weiteren Drive gehabt, da die Eagles bei 3rd and 24 standen und kaum eine Chance auf ein neues First Down hatten. Stattdessen ließ McCarthy mit zwei Timeouts bewaffnet die Uhr runter ticken, die Eagles nutzten das aus und machten betont langsam, sodass sie letztlich erst mit wenigen Sekunden vor der Pause den Ball per Punt hergaben. Eine klar vergebene Chance auf weitere Punkte seitens der Cowboys.

  • Die Cowboys setzten Linebacker Micah Parsons auch nach der Rückkehr von Randy Gregory von der Covid-IR als Edge-Verteidiger ein. Und der Rookie überzeugte von beiden Seiten der Line, nutzte seinen lateralen Speed, um die Kreise von Jalen Hurts einzudämmen und eben für Pressure gegen den Pass zu sorgen. Ihn bekamen die Eagles nie in den Griff.
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