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NFL Recap: New Orleans Saints vs. Green Bay Packers 30:37 - Rodgers zaubert auch in NOLA, Packers weiter ungeschlagen

Aaron Rodgers und die Green Bay Packers haben die New Orleans Saints in Woche 3 geschlagen.

Die Green Bay Packers haben auch ihr drittes Saisonspiel gegen die New Orleans Saints in Woche 3 37:30 gewonnen und stehen damit zusammen mit den Chicago Bears an der Spitze der NFC North. Hinter einem überragenden Quarterback Aaron Rodgers entschieden die Gäste im Superdome einen sehenswerten Schlagabtausch letztlich souverän für sich. (Hier geht es zu den Highlights des Spiels!)

Schon in der ersten Hälfte wurde klar, dass sich hier ein Shootout der Extraklasse entwickeln würde. Die ersten Punkte gelangen den Packers durch ein 52-Yard-Field-Goal von Mason Crosby, anschließend schlugen die Saints in Windeseile zurück. Nach einem 49-Yard-Run von Alvin Kamara fand Drew Brees seinen Running Back für einen 11-Yard-Touchdown-Catch zur ersten Saints-Führung.

Die Packers begnügten sich danach mit einem Field Goal von innerhalb der Red Zone, machten es jedoch in der folgenden Serie besser: Aaron Rodgers fand Wide Receiver Allen Lazard für einen 48-Yard-Pass bis an die 2. Kurz darauf fand er Lazard dann für einen Touchdown. Die Saints allerdings drehten das Spiel noch vor der Pause mit einem Field Goal und einem Touchdown-Pass von Brees auf Emmanuel Sanders wenige Sekunden vor dem Break.

Und auch nach der Pause ging es unermüdlich hin und her. Die Packers eröffneten mit einem Aaron-Jones-Touchdown-Lauf nach einem 72-Yard-Pass auf Lazard und legten einen weiteren Touchdown von Rodgers auf Tight End Marcedes Lewis drauf, nachdem den Saints nur ein Field Goal gelungen war.

Die Saints glichen kurz vor Ende des dritten Viertels durch einen 52-Yard-Catch-and-Run von Alvin Kamara aus, die Packers gingen zu Beginn des vierten Viertels durch ein 49-Yard-Field-Goal erneut in Front. Zwischendrin verloren beide je einmal den Ball - die Packers wurden beim vierten Versuch an der eigenen 48 gestoppt, die Saints verloren dann in der Nähe davon durch einen Fumble von Taysom Hill das Leder direkt Anschluss.

Daraufhin spielten die Packers die Uhr bis zur 2-Minute Warning runter und Rodgers fand Tight End Robert Tonyan - nach Play Action - in der Endzone für den Touchdown zur Entscheidung. Den Saints gelang anschließend nur noch ein Field Goal, ehe der Onside-Kick im Aus landete.

New Orleans Saints (1-2) - Green Bay Packers (3-0)

Ergebnis: 30:37 (7:3, 10:10, 10:14), 3:10) BOXSCORE

Saints vs. Packers - die wichtigsten Statistiken

  • Allen Lazard machte das Spiel seiner noch jungen Karriere (Undrafted Rookie 2019) und stellte Karrierebestwerte für Receptions (5) und Yards (139) auf. Zudem fing er seinen zweiten Touchdown der Saison.
  • Marcedes Lewis' Touchdown war der zweite, den er jemals von Aaron Rodgers gefangen hat. Rodgers hat damit sein Karriere-Touchdown-Konto nach Pässen auf frühere Erstrundenpicks auf 2 erhöht.
  • Drew Brees hat zum 94. Mal in einem Spiel mindestens drei Touchdown-Pässe geworfen. Er überholt damit Peyton Manning für die meisten 3-Touchdown-Spiele in der Geschichte der NFL - die meisten überhaupt.
  • Nachdem sich Wide Receiver Marquez Valdes-Scantling ein wenig zur Nummer 2 bei den Packers entwickelt hatte, war er dieses Mal kein Faktor. Er fing einen Pass für 5 Yards bei 4 Targets.
  • Kamara zeigte für sich betrachtet eine überragende Leistung und brachte es insgesamt auf 197 Scrimmage Yards und 2 Touchdowns.

Der Star des Spiels: Aaron Rodgers (Packers)

Aaron Rodgers (21/32, 283 YDS, 3 TD) lieferte eine blitzsaubere Leistung ab, blieb stets cool, lockte die gegnerische Front mehrfach ins Offside und entschied das Spiel mit zahlreichen teils spektakulären Würfen. Er machte keine Fehler, brachte Deep Balls mit beachtlicher Präzision an, erkannte Blitzes meist sehr gut und tat all dies ohne seinen Top-Receiver Davante Adams, der verletzt ausfiel. Rodgers machte den Unterschied in diesem Spiel.

Der Flop des Spiels: Saints-Secondary

Zugegeben, auch die Packers-Defense sah speziell gegen Kamara in Space ganz alt aus, aber die Saints-Secondary machten einen richtig schlechten Job. Dabei fielen sie permanent auf Play Action von Rodgers und Co. rein und waren stets spät dran bei den Touchdown-Pässen sowie den Deep Balls von Rodgers. Einen einzelnen herauszupicken, ist dabei auch gar nicht so einfach. Cornerback Janoris Jenkins etwa leistete sich vorm entscheidenden Tonyan-Touchdown zwei Pass Interferences in der Endzone, Malcolm Jenkins war nicht im Bild gegen Lewis bei dessen Touchdown und Marshon Lattimore war bei den Deep Balls auf Lazard öfter mal nicht nah genug dran.

Analyse: Saints vs. Packers - die Taktiktafel

  • In Abwesenheit von Davante Adams stellte sich die Frage, wie die Packers ihr Passspiel aufziehen würden. Die Antwort: Hauptsächlich über Allen Lazard! Lazard wurde dabei meist in Bunch- oder Tight-Formations nahe der Line positioniert, was es der Defense ohnehin erschwerte, genau zu identifizieren, wer nun wo hinläuft. Einen direkt zugeordneten Gegenspieler hatte er daher eigentlich nie.
  • Beim 48-Yard-Pass von Rodgers auf Lazard spielten die Packers Play Action und Lazard lief eine Corner-Route aus einer Tight Formation von der linken Seite. Zuvor bewegte sich Decoy Tyler Ervin per Jet-Motion von links nach rechts und verkaufte damit genauso wie Rodgers per PA einen Lauf über rechts. Lazard hatte daher freie Bahn für seinen Catch und Run.
  • Beim darauffolgenden Touchdown von Lazard sah die Formation ähnlich aus. Erneut spielten die Packers Play Action und Lazard lief eine kurze Crossing Route in die Endzone und hatte erneut keine Mühe. Beim 72-Yard-Pass auf Lazard in der zweiten Hälfte war es dann erneut eine längere Crossing Route nach Play Action.
  • Die Saints machten schematisch ohne Thomas, das, was sie eigentlich immer machen: Sie setzten zunächst aufs Laufspiel und dann vordergründig auf kurze Pässe und Yards nach dem Catch. Der Sanders-Touchdown war dann das Resultat aus zwei Slant-Routes von der linken Seite. Tre'Quan Smith war dabei im Slot und zog mit seiner Bewegung den Safety auf sich, sodass Sanders außen nur noch Kevin King als Gegenspieler hatte - und der war nicht nahe genug dran, um Sanders in der Endzone zu behindern.
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