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NBA

NCAA National Championship: Kansas Jayhawks schlagen North Carolina und setzen sich die College-Krone auf

Von Ole Frerks
David McCormack wurde zum Helden des NCAA-Finales für Kansas.

Die Kansas Jayhawks haben ihren vierten NCAA-Titel gewonnen. Im Finale gegen North Carolina war dafür ein Comeback nach 16 Punkten Rückstand nötig.

Kansas Jayhawks (1) - North Carolina Tar Heels (8) 72:69

Der Underdog UNC hatte nach dem euphorischen Sieg über Erzrivale Duke im Halbfinale viel Schwung mitgenommen und eine dominante erste Halbzeit hingelegt. Kurz vor der Pause waren die Tar Heels nicht zu stoppen und setzten sich ab, mit 40:25 ging es in die Kabine. Doch in der zweiten Hälfte schlug dann die Stunde der Jayhawks.

"Heute hatten wir offensichtlich große Probleme in der ersten Halbzeit", sagte Kansas-Coach Bill Self, der seinen zweiten Titel gewann. "Aber die Jungs haben alles gegeben."

Schnell konnten sie das Spiel vor allem dank David McCormack (15 Punkte, 10 Rebounds), Jalen Wilson (15) und Remy Martin (14) wieder offen gestalten, dann ging es hin und her bis in die Schlussminuten. 1:21 Minuten vor dem Ende war es McCormack, der seinem Team per Jumper zur 70:69-Führung verhalf. Eine Minute später ließ er einen Hookshot über Brady Manek zum Endstand folgen.

"Als wir einen Korb haben mussten, sind wir zu Big Dave gegangen, und er hat abgeliefert", freute sich Self.

UNC schaffte es in den Schlussminuten nicht mehr, zu kontern. Die letzten vier Würfe gingen allesamt daneben, darunter auch der potenzielle Buzzerbeater zum Ausgleich vom diesmal enttäuschenden Guard Caleb Love (13 Punkte, 5/24 FG). Insgesamt endete die zweite Hälfte mit 47:29 für Kansas.

Kansas kann 2020 endlich vergessen

North Carolina scheiterte damit knapp am siebten NCAA-Titel, der vielleicht ihr unwahrscheinlichster gewesen wäre. Nur im Jahr 1985 hatte mal ein 8-Seed die March Madness gewonnen, damals war es Villanova. Doch am Ende fehlte ihnen das Wurfglück. Der angeschlagene Armando Bacot (15 Punkte, 15 Rebounds) biss dabei auf die Zähne und wurde zum ersten Spieler jemals, der in allen sechs Turnier-Spielen ein Double-Double auflegte. In den Schlussminuten humpelte der Big Man jedoch vom Court und konnte nicht mehr weitermachen, wodurch der beste Verteidiger gegen McCormack wegfiel.

Auch R.J. Davis (15, 12 Rebounds) und Brady Manek (13 und 13) kamen auf Double-Doubles, Puff Johnson steuerte noch 11 Punkte von der Bank bei. UNC holte satte 20 Rebounds mehr (55:35), traf jedoch auch bloß 31,5 Prozent seiner Würfe. Bei den Jayhawks waren es immerhin 43,9 Prozent.

Neben McCormack lieferten dabei auch Ochai Agbaji (12) sowie Christian Braun (12, 12 Rebounds) ab, letzterer erzielte 10 seiner Punkte in der zweiten Halbzeit. Die Jayhawks konnten so endlich kompensieren, dass sie als Topfavorit 2020 ihre Saison aufgrund der Coronapandemie nicht mit einem Titel krönen konnten. Damals hatte erstmals in der Geschichte kein NCAA-Tournament stattgefunden.

Sieben Spieler aus dem damaligen Kader waren nun dabei, um ein für allemal die Krone im College-Basketball zurückzuerobern. "Das hier ist eine besondere Gruppe von Jungs", sagte Agbaji. "Wir gehen in die Geschichte ein!"

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