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NBA News: Ben Simmons fordert offenbar Trade von den Sixers - will nicht zum Training Camp erscheinen

Von Philipp Jakob
Ben Simmons hat von den Sixers-Verantwortlichen offenbar einen Trade gefordert.

Ben Simmons hat den Philadelphia 76ers offenbar mitgeteilt, dass er in Zukunft nicht mehr Teil der Franchise sein möchte. Um einen Trade zu forcieren, ist er angeblich sogar bereit, zum Start des Training Camps zu streiken.

Das geht aus einem Bericht von Keith Pompey vom Philadelphia Inquirer hervor. Demnach habe sich der 25-Jährige in der vergangenen Woche mit Teambesitzer Josh Harris, Teampräsident Daryl Morey, General Manager Elton Brand sowie Head Coach Doc Rivers in Los Angeles getroffen und ihnen seine Entscheidung mitgeteilt.

Zwar sollen die Sixers-Verantwortlichen betont haben, dass sie Simmons gerne behalten und mit ihm ins Training Camp starten würden, doch der dreimalige All-Star habe klargestellt, dass er nicht plane, zum Training Camp Ende September zu erscheinen. Die Franchise kann den Guard mit Geldstrafen belegen, sollte er nicht zum Training Camp erscheinen, das scheint Simmons aber in Kauf nehmen zu wollen.

Trade-Gerüchte um den zweifachen All-Defensive-Guard kursieren schon seit dem enttäuschenden Playoff-Aus der Sixers in der zweiten Runde gegen die Atlanta Hawks (3-4), auch Simmons enttäuschte in der Postseason, was seinen Trade-Wert minderte. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge scheiterte ein Deal bisher an den zu hohen Forderungen der Sixers.

"Wenn die Sixers vor drei Monaten bereit gewesen wären, ihn abzugeben, hätten viele Teams gesagt: 'Okay, lasst uns schauen, was wir anbieten können, um ihn zu bekommen.' Nun aber weigert sich Simmons, für die Sixers zu spielen", erklärte ein anonymer Executive eines West-Teams, warum der Preis für Simmons nach dem Bekanntwerden seiner Trade-Forderung weiter fallen könnte. "Er will weg. Ich gebe euch also nicht, was ihr verlangt. Sie haben das wirklich verpatzt."

Sixers: Will auch Maxey raus aus Philly?

Zuletzt soll Philadelphia Gespräche mit den Timberwolves und Raptors geführt haben, deren Angebote die Sixers aber nicht überzeugen konnten. Auch den Kings, Spurs, Cavaliers, Pacers und Warriors wurde Interesse nachgesagt. Simmons selbst, der noch für vier Jahre und 147 Millionen Dollar unter Vertrag steht, soll einen Wechsel nach Kaliforniern bevorzugen. Philadelphia soll lange Zeit Damian Lillard im Visier gehabt haben, der vorerst aber wohl bei den Trail Blazers bleiben möchte.

Neben Simmons könnte wohl auch Tyrese Maxey in einem Deal inkludiert werden. Der 21. Pick im Draft 2020 wird genau wie Simmons von Rich Paul und dessen Agentur Klutch Sports vertreten. Nach Informationen von Jason Dumas (Bleacher Report) will Paul wohl beide seiner Klienten aus Philadelphia weglotsen.

Maxey legte in seiner Rookie-Saison im Schnitt 8 Punkte und 2,0 Assists pro Partie auf. Simmons wurde in der vergangenen Spielzeit zum dritten Mal in Folge zum All-Star gewählt und kam auf 14,3 Punkte, 7,2 Rebounds und 6,9 Punkte pro Spiel. In den Playoffs sank sein Punkteschnitt jedoch auf 11,9 Zähler und vor allem seine katastrophale Freiwurfquote von 34,2 Prozent fiel schwer ins Gewicht. In vielen Partien war er offensiv kaum ein Faktor, auf der anderen Seite des Courts gilt er aber als einer der besten Verteidiger der Liga.

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