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NBA Play-In: Die Warriors sind eliminiert! Ja Morant und die Grizzlies siegen in Overtime-Schlacht

Stephen Curry wurde erneut die ganze Partie über von Dillon Brooks verteidigt.

Die Memphis Grizzlies haben sich im Play-In-Turnier gegen die Golden State Warriors durchgesetzt und stehen in den Playoffs! Bei dem 117:112-Sieg fällt die Entscheidung erst in der Overtime (hier gibt es die Highlights im Video). Für Stephen Curry ist die Spielzeit damit beendet.

Der zweimalige MVP kam zwar erneut auf 39 Punkte (13/28 FG), hatte mit der giftigen Defense der Grizzlies jedoch seine Mühe und leistete sich 7 Turnover. Am Ende schafften die Warriors es nicht mehr, Curry in Szene zu setzen, in der Verlängerung nahm er lediglich zwei Würfe. Sein Gegenüber Ja Morant machte es besser.

Der Rookie of the Year 2020 erzielte 35 Punkte (14/29, 5/10 3FG) und verzeichnete dazu je 6 Rebounds und Assists sowie 4 Steals. Mit zwei Floatern in der letzten Minute brachte er sein Team endgültig auf die Siegerstraße. Im Gegensatz zu Curry erhielt Morant von den Grizzlies am Ende etwas mehr Unterstützung.

Fünf weitere Grizzlies landeten in Double Figures, darunter Dillon Brooks (14) und Grayson Allen (12), der in der Overtime zwei Dreier traf. Auch Kyle Anderson (9, 10 Rebounds, 6 Assists) zeigte eine starke Vorstellung. Bei den Dubs waren nach Curry Andrew Wiggins (22, 10 Rebounds), Jordan Poole (19) und Draymond Green (11, 16 Rebounds, 10 Assists) am auffälligsten.

Die Teams begannen mit den gleichen Starting Fives wie am letzten Tag der Regular Season, als Golden State sich mit 113:101 durchgesetzt hatte. Diesmal starteten die Grizzlies besser, auch weil Morant seine ersten beiden Dreier versenkte. Obwohl sowohl Valanciunas als auch Jackson früh in Foul-Trouble gerieten und Curry zwischenzeitlich einen 10:0-Lauf hinlegte, war Memphis in Halbzeit eins klar besser: Die Führung betrug bis zu 15 Punkte, zur Pause waren die Gäste mit 62:49 vorne.

Stephen Curry und Ja Morant liefern sich heißes Duell

Nach der Pause verlor Memphis zunehmend offensiv den Faden und leistete sich genau wie Golden State zu viele Turnover. Morant und Curry, dem ein unglaubliches And-1 gelang, wechselten sich mit dem Scoring ab, der Rückstand schrumpfte beständig und auch eine 10-Punkte-Führung rund dreieinhalb Minuten vor Schluss reichte den Grizzlies nicht als Kissen.

Den Warriors gelang ein letztes Comeback dank Curry und Green, aber auch Poole, der beim Dreier gefoult wurde. In der Schlussminute glich Wiggins die Partie aus und auf der Gegenseite leistete sich Memphis eine Shotclock-Violation. Greens potenzieller Game-Winner ging jedoch daneben, es ging also in die Overtime. Hier ging es genauso spannend weiter.

Allen traf für Memphis zwei Dreier, doch Green konterte, ausnahmsweise ebenfalls von Downtown. 1:50 Minuten vor Ende brachte Poole die Warriors nach Offensiv-Rebound in Führung, diesmal konterte Tillman und Morant stellte per Push-Shot auf +3. Poole leistete sich noch ein Turnover, Morant melkte die Uhr - und versenkte 4,5 Sekunden vor dem Ende den nächsten Floater! Zwar verkürzte Poole noch mit einem letzten Dreier, doch es spielte keine Rolle mehr. Desmond Bane besorgte per Dunk die endgültige Entscheidung.

Für die Warriors ist die Saison damit beendet. Memphis hingegen trifft in der ersten Playoff-Runde auf das beste Team der Regular Season, die Utah Jazz. Die Serie startet in der Nacht auf Montag.

Die wichtigsten Statistiken

Golden State Warriors (8) vs. Memphis Grizzlies (9) 112:117 OT (BOXSCORE)

  • Schon gegen die Lakers waren die Turnover der Warriors ein Riesenproblem und in den ersten Minuten des Spiels meldeten sich diese erneut. In den ersten neun Angriffen verloren die Dubs viermal den Ball, insgesamt waren es 5 Turnover im ersten Viertel. Über die gesamte Partie wurden es 21 Ballverluste, aus denen die Grizzlies 22 Punkte machten. Memphis erlaubte nach den eigenen 15 TOs nur 12 Punkte.
  • Jonas Valanciunas war schon gegen San Antonio der Plus/Minus-König bei Memphis: Mit ihm stand man bei +26, dabei wurde das Spiel nur mit 100:96 gewonnen. Entsprechend gefährlich schien es, als JV sich schnell sein drittes Foul abholte und in der ersten Halbzeit nur 8:33 Minuten spielen konnte - sein Vertreter Xavier Tillman (11 Punkte, 7 Rebounds) und die Bank an sich spielten jedoch eine ganz starke erste Hälfte. Das Bank-Duell ging mit 40:27 an Memphis. In einem knappen Spiel hatte Valanciunas am Ende trotzdem ein +7-Rating in 25:33 Minuten, bevor er ausfoulte, ohne ihn "verlor" Memphis also erneut.
  • Memphis hatte überraschenderweise auch von draußen die Nase vorn. In Halbzeit eins versenkten die Gäste 9 ihrer 17 Dreier, bei den Dubs waren es nur 5/14. Morant wird bekanntermaßen oft zum Werfen eingeladen, in dieser Partie bestrafte er dies allerdings mit einem Career-High von draußen (5/10). Am Ende traf Memphis starke 15/35, bei Golden State waren es 12/35.

Warriors vs. Grizzlies: Die Stimmen zum Spiel

Steve Kerr (Coach Warriors): "Ich denke, Müdigkeit hat eine Rolle gespielt. So wild sahen wir in den letzten sechs Wochen zu keinem Zeitpunkt aus."

Ja Morant (Grizzlies): "Ich liebe Druck, um ehrlich zu sein. Ich glaube, mein Spiel erreicht dadurch ein neues Level."

Der Star des Spiels: Ja Morant

Der 21-Jährige hatte seine Leistung am Sonntag selbst als "inakzeptabel" bezeichnet und trat diesmal weitaus besser, weil entschlossener auf. Vor allem traf er seine Dreier, aber mit Ausnahme des dritten Viertels lieferte er auch sonst reihenweise Big Plays und fing defensiv mehrere Pässe ab (4 Steals). Dazu kamen die beiden Floater am Spielende. Ohne die Defense hätte Memphis aber natürlich nicht gewonnen: Hervorzuheben sind hier die überragenden Brooks, Tillman und Anderson.

Der Flop des Spiels: Andrew Wiggins

Seine Statline las sich recht gut (22 und 10, 10/22 FG) und tatsächlich hatte Wiggins im Lauf der Partie einige sehr sehenswerte Plays. Das Problem war jedoch, dass er kaum Entlastung bot, wenn Memphis Curry den Ball verweigerte - und dass er nicht traf, als er es dann doch versuchte. In der Overtime scheiterte er mit einem schwierigen Stepback-Jumper aus der Mitteldistanz (keine gute Wurfauswahl) und setzte dann mit der Chance zur Führung den Ball weit neben den Ring. Bitteres Spiel für den Kanadier.

Die Szene des Spiels

Morant ist ein Meister der Ball-Fakes. Das demonstrierte er in dieser Partie einige Male, aber das mit Abstand schönste Beispiel war dieser Layup: Die Kreativität und die nötige Geduld, um dann doch noch den freien Wurf zu bekommen, haben so nicht viele.

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