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NBA - Derrick Rose kehrt zu den New York Knicks zurück: Der Trade in der Analyse

Zum zweiten Mal in seiner Karriere wird Derrick Rose für die New York Knicks auflaufen.

Die New York Knicks haben sich in Derrick Rose einen alten Bekannten zurückgeholt, der ihnen im Kampf um die Playoffs helfen kann. Obwohl sie dafür nicht viel abgeben mussten, kann der Trade ein alarmierendes Zeichen für sie sein. Der Trade in der Analyse.

Bis zur Trade Deadline am 25. März ist es zwar noch lange hin, mit einer Rückholaktion haben die Knicks die vermutlich recht aktive Post-James-Harden-Trade-Phase nun aber schon ziemlich früh eingeleitet. Mit Derrick Rose kommt ein Spieler zurück in den Big Apple, der schon in der 2016/17er Saison für die Knicks spielte.

Der wohl noch wichtigere Aspekt dieser Rückholaktion ist jedoch, dass Rose damit zum bereits zweiten Mal mit seinem alten Coach Tom Thibodeau wiedervereint wird. Thibs coachte Rose in Chicago zum jüngsten MVP der NBA-Geschichte (2010/11), später trafen sich beide in Minnesota wieder, als anscheinend nur Thibs seinem Schützling nach einem Missverständnis in Cleveland noch eine Chance geben wollte.

Thibodeau wollte den kolportierten Trade am Sonntag im Rahmen der Partie gegen Miami nicht kommentieren und verwies auf Teampräsident Leon Rose, dessen Zuständigkeitsbereich solche Angelegenheiten in New York sind. Das ist an und für sich richtig, trotzdem trägt diese Transaktion explizit die Handschrift des Head Coaches.

Derrick Rose: Der Trade im Detail

  • New York Knicks erhalten: Derrick Rose, knapp 2 Mio. Dollar
  • Detroit Pistons erhalten: Dennis Smith Jr., Zweitrundenpick 2021 (via Charlotte)

Das bedeutet der Derrick Rose-Trade für die Detroit Pistons

Die Pistons und ihr neues Front Office um Troy Weaver begeben sich einen Schritt weiter in den Rebuild, der in erster Linie mit jungen Spielern stattfinden soll. Bisher ist der Kader zwar nicht übermäßig jung und Veteranen wie Mason Plumlee oder Wayne Ellington dürften weiterhin ihre Rollen spielen, mehr als Rose sind sie aber auch dafür da, um als Mentoren zu dienen.

Dass der frühere Superstar getradet werden könnte, stand schon vergangene Saison zur Debatte, als er von der Bank kommend richtig stark spielte, sein Team jedoch nur selten konkurrenzfähig wirkte. Damals wollte Rose keinen Szenenwechsel und die Pistons respektierten dies. Angesichts der neuen Situation, in der Detroit trotz der starken Saison vom Neuzugang als schwächstes Team der Eastern Conference angesehen wird, hat sich seine Meinung nun geändert.

Welche Angebote den Pistons für Rose nun vorlagen, ist nicht bekannt - gemeldet haben sollen sich unter anderem die Clippers, Nets, Bucks und Heat, was nach Roses guter Vorsaison nicht verwunderte (18,1 Punkte, 55,5 Prozent True Shooting). Gemessen an diesem Interesse sind Smith und ein Zweitrundenpick vermutlich in den niedrigen 40ern kein enormer Gegenwert.

Was bringt Dennis Smith Jr. den Pistons?

Smiths Zeit in der NBA und insbesondere bei den Knicks muss bisher als Missverständnis gesehen werden. Der hochveranlagte Guard ließ in Dallas zeitweise sein Potenzial durchblitzen, in New York kam er nach dem Trade (Smith wurde unter anderem für Kristaps Porzingis getauscht) nie richtig in Tritt und bat nach diversen Verletzungen zuletzt sogar selbst darum, in die G-League geschickt zu werden, um sein Selbstvertrauen wiederzufinden.

Die Pistons wiederum sehen laut ESPN im noch immer erst 23-Jährigen ein Projekt; einen talentierten Spieler, der ohne großen Druck vielleicht doch noch die Möglichkeit hat, seine Karriere in den Gang zu kriegen. Ähnlich sind sie auch schon mit anderen Lottery-Picks der letzten Jahre verfahren, schließlich stehen Jahlil Okafor und Josh Jackson auch bereits im Kader. Speziell Jackson wurde schon abgeschrieben, hat unlängst etwa gegen die Lakers aber gezeigt, dass er durchaus noch Potenzial besitzt, als er von der Bank kommend 28 Punkte erzielte.

Detroit ist in einer Situation, in der es an Talent mangelt und in der man sich solche Experimente erlauben kann, zumal in Killian Hayes der etatmäßige Point Guard der Zukunft noch eine Weile verletzt fehlen wird. De facto ist Delon Wright momentan ansonsten der einzige Point Guard im Kader, Minuten für Smith wären also da.

Detroit hat kein Risiko

Wenn Smith nicht einschlägt, was realistisch betrachtet die wahrscheinlichste Option ist, ist das nicht problematisch: Nach dieser Saison wird er Restricted Free Agent. Es besteht also kein Risiko, auch mit Rose wurde ja nicht langfristig geplant. Smith hat in den letzten Jahren offenbar komplett das Vertrauen in seinen Wurf verloren, findet er dies jedoch wieder, könnte sich der Move rentieren.

Die Pistons haben zusätzlich etwas Geld gespart und sich eben den Pick gesichert. Aufgrund des Blake Griffin-Trades muss Detroit in den kommenden Jahren noch etliche eigene Picks abgeben, insofern ist auch dieses Asset gerne gesehen. Einen Erstrundenpick hätte man sicherlich gern gesehen, diesen hätten viele der anderen interessierten Teams allerdings gar nicht anbieten können.

Im Großen und Ganzen hat Detroit mit einem seiner letzten Assets also gut abgeschnitten, Rose hat den Pistons immerhin mehr eingebracht als Andre Drummond im vergangenen Jahr. Blickt man auf den verbliebenen Kader (Griffin!), muss dieser Trade nicht der letzte gewesen sein.

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