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NBA

NBA: James Harden schreibt mit Triple-Double bei Nets-Debüt Geschichte - auch Kevin Durant überragt gegen Magic

Von SPOX
Harden und Durant überragten beim ersten gemeinsamen Auftritt für die Nets.

James Harden hat bei seinem Debüt für die Brooklyn Nets direkt ein Ausrufezeichen gesetzt und beim 122:115-Sieg gegen die Orlando Magic ein Triple-Double aufgelegt. Während für die Magic insbesondere ein Spieler dagegenhielt, überragte für die Nets auch der zweite Superstar.

Orlando Magic (6-7) - Brooklyn Nets (8-6) 115:122

Harden kam am Ende auf 32 Punkte (8/18 FG, 3/10 3FG, 13/15 FT), 14 Assists (bei 9 Turnovern) und 12 Rebounds in 30 Minuten. Er ist somit der erste Spieler der NBA-Geschichte, der bei seiner Premiere für ein neues Team ein Triple-Double mit mindestens 30 Zählern auflegen konnte. "Unglaublich. Ich hoffe, dass könnt Ihr an meinem Lächeln und meinem Spiel sehen", sagte er im Anschluss über seinen Gemütszustand. "Ich versuche, der beste James Harden zu sein, der ich sein kann, dann werden gute Dinge passieren."

In Abwesenheit von Kyrie Irving glänzte auch Hardens alter und neuer Teamkollege Kevin Durant. KD steuerte 42 Punkte (16/26 FG, 5/8 3FG, Season-High), 5 Assists und 4 Rebounds bei. Diese waren auch dringend notwendig: Ansonsten scorten nur Joe Harris (17, 4/9 3FG, 5 Rebounds) und Jeff Green (10) zweistellig. DeAndre Jordan traf keinen Wurf aus dem Feld (2 und 5), von der Bank leistete noch Bruce Brown (7) den größten Beitrag.

Gegen ein gewohnt unangenehmes Magic-Team sollte das letztlich genug sein. Das lag daran, dass der ganz starke Nikola Vucevic (34 Punkte, 14/22 FG, 10 Rebounds), der 6 seiner 12 Dreier verwandelte, nur in Person von Reservist Terrence Ross (23, 9/17 FG) und Rookie Cole Anthony (16, 6/15 FG, 8 Assists) beständig Unterstützung erhielt. Aaron Gordon (11 Punkte, 6 Rebounds und Assists) erwischte einen gebrauchten Abend und setzte jeden seiner 6 Versuche von Downtown daneben.

Die Dreierquote machte den Unterschied zwischen den beiden Teams. Während die Nets für ihre 16 Treffer nur 35-mal abdrücken mussten (45,7 Prozent), brauchten die Gäste für 14 erfolgreiche Dreier 11 Würfe mehr (30,4 Prozent). Zudem ging Brooklyn neunmal häufiger an die Linie (22/25 vs. 13/16), sodass sich die Nets auch 19 Turnover (ORL: 9) erlauben konnten.

Harden bei Nets-Debüt ohne Training in der Starting Five

Zwei Stunden vor dem Spiel gaben die Nets bekannt, dass der zuvor als fraglich gelistete Harden für das Matchup mit den Spurs verfügbar ist. Zur gleichen Zeit machten die Pacers die Verpflichtung des ehemaligen Brooklyn-Guards Caris LeVert offiziell, wodurch einem Einsatz Hardens nichts mehr im Wege stand. Währenddessen fehlte zum fünften Mal in Folge Co-Star Irving, der das Gesundheits- und Sicherheitsprotokoll der Liga durchläuft und noch nicht zur Mannschaft stoßen darf.

Harden stand direkt in der Starting Five an der Seite von Ex-Teamkollege Durant. Da er am Freitag noch nicht am Training teilnehmen durfte, war es sein erster Kontakt mit der Mannschaft auf dem Basketballcourt. Coach Steve Nash kündigte zuvor an, dass es keine Minutenrestriktion geben würde, stelle aber klar: "Wir wollen die Batterien bei unserem neuen Weihnachtsgeschenk nicht zu früh leer laufen lassen."

In der Tat hielt sich Harden zu Beginn des Spiels auffällig zurück und überließ Durant und Harris die Show, die im ersten Abschnitt je 9 Zähler auflegten. Seinen ersten Wurf versenkte The Beard erst im zweiten Viertel mit seinem patentierten Euro-Step. Absetzen konnten sich die Nets allerdings bis zur Halbzeit nicht, insbesondere da Orlandos Vucevic schon bei 16 Zählern stand.

Harden dreht mit 24 Punkten in Halbzeit zwei auf

Auch im zweiten Durchgang blieb es lange eng, im Laufe des Spiels gab es 14 Führungswechsel und 8 Unentschieden. Die Nets zeigten die ein oder andere Abstimmungsschwierigkeit, die die Gäste in Zählbares ummünzten (19 Points off Turnovers). Ein Step-Back-Dreier von Harden besorgte Brooklyn eine knappe Führung nach 36 Minuten.

Im Schlussabschnitt, der mit 38:32 an die Gastgeber ging, zogen die Nets Schritt für Schritt davon, die Magic schafften es nicht mehr, ausreichend Stopps zu generieren, was auch die Wurfquoten Brooklyns zeigten (66.7 Prozent aus dem Feld, 83.3 Dreier). 27 Punkte gingen auf das Duo Harden-Durant. Der Neuzugang kämpfte sich in gewohnter Manier achtmal an die Freiwurflinie, auf 11 Zähler im dritten Viertel ließ er 13 im vierten folgen.

"Sie haben zwei der vier, fünf besten Spieler der Welt", fand Magic-Coach Steve Clifford eine einfache Erklärung dafür. Dieser challengte ein Foul der Magic 8,6 Sekunden vor Schluss erfolgreich, da sein Team zu diesem Zeitpunkt bereits mit sieben Zählern hinten lag, sollte es nicht mehr helfen. Für die Magic geht es bei den Knicks weiter, während Brooklyn in der Nacht auf Mittwoch im Spitzenspiel der Eastern Conference auf die Bucks trifft.

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