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NBA

NBA Playoffs: Dallas Mavericks verlieren Spiel 3 gegen L.A. Clippers - Luka Doncic verletzt sich am Knöchel

Luka Doncic verletzt sich in Spiel 3 gegen die L.A. Clippers am linken Knöchel.

Die Dallas Mavericks haben nicht nur Spiel 3 der Erstrundenserie gegen die L.A. Clippers mit 122:130 (BOXSCORE) verloren, sondern müssen gleichzeitig auch noch eine Verletzung von Superstar Luka Doncic verkraften. Der Slowene knickte übel mit seinem linken Knöchel um und musste vorzeitig vom Parkett. Derweil dominierte Kawhi Leonard für die Clippers (hier geht es zu den Highlights der Partie).

Mitte des dritten Viertels knickte Doncic bei der Defense gegen einen Drive von Kawhi mit dem linken Knöchel, den er sich bereits in Spiel 1 leicht verletzt hatte, übel um. Anschließend humpelte der 21-Jährige mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Kabine. Zwar versuchte sich Doncic nochmal an einem Comeback, musste dies aber am Ende doch vorzeitig abbrechen.

Doncic gab immerhin leichte Entwarnung: "Es ist nicht so schlimm", sagte er nach der Partie. Am Samstag soll ein MRT Klarheit schaffen. Ob er für Spiel 4 am Sonntagabend (21.30 Uhr) fit sein wird, ist derzeit noch offen. Aufgrund des Verletzungsschocks geriet etwas in den Hintergrund, dass er mit 13 Punkten, 10 Rebounds und 10 Assists sein erstes Playoff-Triple-Double auflegte. Allerdings schafften es die Clippers in Spiel 3 besser, Doncic vor dessen Verletzung in der Offense einzuschränken (4/14 FG).

Auf der anderen Seite des Courts war Kawhi Leonard der überragende Mann. Die Klaue kam auf 36 Punkte (13/24 FG), 9 Rebounds und 8 Assists und führte sein Team so zur 2-1-Führung in der Serie (hier gibt es alle Highlights von Kawhi). Unterstützung erhielt er unter anderem von Landry Shamet (18, 7/13 FG), Ivica Zubac (15) oder Marcus Morris (14). Paul George erlebte derweil erneut einen gebrauchten Shooting-Abend (11 Punkte, 3/16 FG, immerhin 9 Rebounds und 7 Assists).

Bei den Mavs wehrten sich auch nach dem Ausfall von Doncic Kristaps Porzingis (34 und 13 Rebounds, 11/18 FG, hier geht es zu seinen Highlights) und Tim Hardaway Jr. sowie Seth Curry nach Kräften gegen die drohende Niederlage. Beide erzielte jeweils 22 Punkte, Curry versenkte dabei starke 9 von 11 aus dem Feld und stellte mit seiner Punkteausbeute einen neuen Playoff-Karrierebestwert auf. Maxi Kleber hatte erneut Probleme in der Offense und kam nur auf 5 Punkte (0/4 Dreier) und 4 Rebounds.

Die Clippers mussten erneut auf Patrick Beverley (Wadenprobleme) verzichten. Doch anstatt Reggie Jackson wie noch in Spiel 2 schickte Head Coach Doc Rivers dieses Mal Shamet von Beginn an aufs Parkett. Der lieferte in den Anfangsminuten solide Defense, das galt allerdings für das gesamte Clippers-Team.

Kawhi Leonard führt die Clippers an - Mavs kalt von Downtown

Auch die Mavs schenkten dem Gegner wenig, entsprechend konnte sich kein Team einen wirklichen Vorteil erspielen. Der enge Fight war nicht nur in sportlicher Hinsicht zu spüren, die Clippers und Mavs leisteten sich einige kleinere Nickligkeiten, unter anderem gerieten Doncic und Montrezl Harrell (13) aneinander, wofür beide ein Techinsches Foul bekamen.

Von Downtown wollte im ersten Viertel (23:23) noch nichts fallen, immerhin startete Doncic mit einem Stepback-Dreier in den zweiten Durchgang. Auch Curry war direkt zur Stelle, doch für das Highlight des zweiten Viertels sorgte Shamet mit einem krachenden Poster-Slam über Boban Marjanovic. In der Folge übernahmen langsam aber sicher die Clippers die Kontrolle.

Vor allem Kawhi war in dieser Phase kaum zu stoppen. Trotz der soliden Defense von Kleber war in manchen Situationen nichts zu machen gegen die Klaue, die 10 Punkte (und 4 Assists) im zweiten Viertel erzielte. Zusätzlich versenkten Morris und Lou Williams (10) mehrere Triples, während Doncic mehrere Freiwürfe liegen ließ (4/10 FT in Halbzeit eins). Bis zur Halbzeitpause setzten sich die Clippers bis auf 68:54 ab.

Nach dem Seitenwechsel machten die Mavs mit einem 6:0-Start ins dritte Viertel Anstalten eines schnellen Comebacks, doch die Antwort der Clippers folgte auf dem Fuße. L.A. zog schnell wieder zweistellig davon, besonders bitter wurde es für Dallas Mitte des Durchgangs, als Doncic umknickte.

Luka Doncic muss verletzt raus - Clippers holen sich Spiel 3

Wenige Minuten nach der Verletzung kehrte er trotz eines verstauchten Knöchels auf die Bank zurück. In der Zwischenzeit liefen die Mavs nach zuvor schwachem Shooting von Downtown heiß. Kawhi sorgte aber dafür, dass die Clippers nicht die Kontrolle abgaben, ein Dreier von Shamet mit dem Buzzer stellte auf 102:85 - die höchste Clippers-Führung des Abends.

Zu Beginn des Schlussabschnitts stand Doncic dann wieder auf dem Parkett, allerdings hauptsächlich als Köder. Der 21-Jährige lief alles andere als rund, gut neun Minuten vor dem Ende ging er erneut mit schmerzverzerrtem Gesicht und sichtlich frustriert auf die Bank und anschließend zurück in die Kabine. Für Doncic ging es nicht mehr weiter.

Das Ende für Dallas in dieser Partie war das aber noch lange nicht. Obwohl LAC den Vorsprung bis auf 18 Zähler ausbaute, kämpfte sich Dallas Mitte des vierten Viertels zurück in Schlagdistanz. Porzingis mit einigen Treffern und schließlich Dorian Finney-Smith mit einem Layup nach einem Steal verkürzten auf 107:115.

Die Antwort kam natürlich wieder in Person von Kawhi: erst per Dreier, dann per krachendem Dunk nach einem Drive. So verschafften sich die Clippers wieder etwas Luft zum Atmen. Zwar kam Dallas eine halbe Minuten vor dem Ende nochmal auf 8 Punkte heran, doch die Mavs verpassten es, weiter zu verkürzen. 130:122 für die Clippers!

Die wichtigsten Statistiken

Dallas Mavericks (7) vs. L.A. Clippers (2) 122:130 (BOXSCORE), Serie: 1-2

  • Im zweiten Viertel schenkten die Clippers den Texanern 45 Zähler ein - und stellten damit gleich zwei Playoff-Rekorde auf. Das Team aus der Stadt der Engel legte selbst noch nie so viele Zähler in einem Durchgang in einer Postseason-Partie auf. Und die Mavs gaben noch nie zuvor so viele Punkte in einem Playoff-Viertel ab.
  • Mit einer Dreierquote von 38,5 Prozent hatten die Mavs nach den ersten beiden Partien die immerhin fünftbeste Dreierquote der diesjährigen Playoffs, in der ersten Halbzeit war das Wurfglück aber dahin. Dallas traf nur 5 der 19 Versuche von Downtown (26,3 Prozent). Das wurde aber in der zweiten Halbzeit deutlich besser, als Curry (4/4 Dreier), Hardaway Jr. (4/10) oder auch Porzingis (5/9) endlich etwas Feuer fingen. Am Ende standen die Mavs bei 39,5 Prozent von Downtown (17/43), die Clippers etwas besser bei 41,2 Prozent (14/34).
  • In Spiel 2 war die Bank ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Mavs, angeführt vom bärenstarken Curry machten die Reservisten auch an diesem Abend einen sehr guten Job. Auf der anderen Seite hielten Sweet Lou und Harrell dagegen, sodass das Duell der Bänke relativ ausgeglichen endete (37:36 für Dallas).
  • Trotz seines angeknacksten Knöchels schnappte sich Doncic neuneinhalb Minuten vor dem Ende seinen zehnten Rebound, der sein erstes Playoff-Triple-Double perfekt machte - es war das erste Playoff-Triple-Double in der Mavs-Geschichte! Mit 21 Jahren und 175 Tagen ist er zudem der drittjüngste Spieler aller Zeiten nach Magic Johnson und LeBron James, der in der Postseason ein Triple-Double auflegt.

Dallas Mavericks vs. L.A. Clippers: Die Stimmen

Luka Doncic (Dallas Mavericks): "Es ist nicht so schlimm. Ehrlich, ich hatte Glück, dass es mein linker Knöchel war und nicht mein rechter. Morgen habe ich ein MRT und dann werden wir sehen. Wir werden morgen mehr wissen."

Paul George (L.A. Clippers): "Es ist, wie es ist. Ich mache gerade eine harte Zeit durch, aber das Gute ist, dass wir 2-1 in der Serie vorne liegen, obwohl ich nicht gut getroffen habe. Ich darf mein Spiel davon nicht beeinflussen lassen. Ich muss weiterhin aggressiv sein."

Der Star des Spiels: Kawhi Leonard

Kleber kann einem in der Defense gegen Kawhi fast ein wenig leid tun. Der Deutsche machte alles andere als einen schlechten Job gegen die Klaue - und dennoch machte der Clippers-Star fast alles, was er wollte. Auch mit Hand im Gesicht versenkte er seine Jumper oder Drives, als die Mavs vermehrt Hilfe schickten, bediente er seine Mitspieler. Als es im vierten Viertel nochmal eng wurde, übernahm er die Kontrolle. Ganz starker Auftritt des 29-Jährigen.

Der Flop des Spiels: Paul George

Normalerweise gebührt diese "Ehre" einem Spieler des Verlierer-Teams, doch gerade nach dem Ausfall von Kawhi machten so gut wie alle Texaner einen sehr guten Job. Das ließ sich über PG-13 an diesem Abend nicht unbedingt sagen. Nach seinem schwachen Auftritt in Spiel 2 (14 Punkte, 4/17 FG), gelang dem 30-Jährigen keine Wiedergutmachung. Der Wurf will aktuell einfach nicht fallen, in einigen Aktionen schien er sein Glück erzwingen zu wollen. Ohne Erfolg (3/16 FG, 1/8 Dreier).

Die Szene des Spiels

Ein Beispiel dafür, dass Playoff-Kawhi endgültig angekommen ist: Mitte des zweiten Abschnitts attackierte die Klaue Kleber im Pick'n'Roll, doch der Mavs-Big blieb vor ihm - selbst mit einem netten Behind-the-Back-Move ließ sich der Deutsche nicht komplett abschütteln. Also entschied sich Leonard für einen butterweichen Fade-Away über die ausgestreckten Arme von Kleber. Nothing but net. Im vierten Viertel legte er dann auch noch unter anderem mit einem Driving-Dunk nach.

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