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NBA-News: Commissioner Adam Silver und Bulls-Legende Michael Jordan äußern sich zu Protesten nach Tod von George Floyd

Von SPOX
Bulls-Legende Michael Jordan und NBA-Commissioner Adam Silver zeigten sich von dem Tod von George Floyd tief betroffen.
© imago images

Im Zuge der Massenproteste nach dem Tod von George Floyd durch einen weißen Polizisten haben sich nun auch NBA-Commissioner Adam Silver und Bulls-Legende Michael Jordan zum Thema Rassismus und Polizeigewalt geäußert. Jordan zeigte sich tief getroffen.

"Ich bin tieftraurig, wahrhaft schmerzerfüllt und einfach wütend", schrieb Hornets-Eigentümer Jordan in einem Statement am Sonntag. "Ich stehe gemeinsam mit denen, die den tiefsitzenden Rassismus und die Gewalt gegen Schwarze in unserem Land anprangern. Wir haben genug."

Floyd verstarb vergangene Woche in Minneapolis, nachdem ein weißer Polizist ihn mehrere Minuten lang mit dem Knie am Hals zu Boden drückte. Obwohl Floyd mehrmals darauf aufmerksam gemacht hatte, er könne nicht atmen, ließ der Polizist nicht locker. Nachdem sich Videoaufnahmen von der Aktion im Internet verbreitet hatten, kam es zu Protesten und Unruhen im ganzen Land.

"Ich habe nicht die Antworten, aber unsere gemeinsamen Stimmen zeigen Stärke und können nicht von anderen gespalten werden", schrieb MJ weiter. "Wir müssen einander zuhören, Mitgefühl und Empathie zeigen und dürfen niemals der sinnlosen Brutalität den Rücken zukehren. Wir müssen uns weiterhin friedlich gegen Ungerechtigkeit stark machen und Rechenschaft verlangen."

Am Sonntag veröffentlichten unter anderem auch Clippers-Coach Doc Rivers und Suns-Coach Monty Williams Statements, in denen sie Rassismus als gesellschaftliches Problem anprangerten und ihr Mitgefühl mit den Familien der in den vergangenen Jahren von Polizisten getöteten Schwarzen zum Ausdruck brachten.

Derweil nahm Mavericks-Besitzer Mark Cuban mit einigen Spielern am Sonntag an einer Gebetswache in Dallas teil. Lakers-Star LeBron James teilte verschiedene Videos von friedlichen Protesten auf Twitter und schrieb: "Warum liebt uns Amerika nicht?"

NBA-Boss Silver: "Rassismus darf nicht ignoriert werden"

NBA-Commissioner Adam Silver hat sich dagegen nicht öffentlich geäußert, stattdessen verschickte das Ligabüro ein internes Memo an alle Angestellten, das ESPN vorliegt. Darin sprach Silver den Angehörigen und Freunden von Floyd sein tiefstes Mitgefühl aus. Zudem teile die Liga die "Empörung" über den Tod von Floyd und weiteren schwarzen Amerikanern durch Polizeigewalt.

"Wir werden daran erinnert, dass es in diesem Land Wunden gibt, die nie geheilt sind", heißt es in dem Memo. "Rassismus, Polizeigewalt und Ungerechtigkeit bleiben Teil unseres täglichen Lebens in Amerika und dürfen nicht ignoriert werden."

In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere NBA-Stars an friedlichen Protesten in verschiedenen US-amerikanischen Großstädten beteiligt, beispielsweise Jaylen Brown und Malcolm Brogdon in Atlanta. Am Sonntag half Spurs-Guard Lonnie Walker in seiner Gemeinde, um nach Protesten in San Antonio aufzuräumen und Graffitis von Wänden zu entfernen.

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