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NBA News: Michael Jordan wollte noch ein weiteres Jahr bei den Chicago Bulls spielen

Von SPOX
Michael Jordan gewann in den Finals 1998 seine sechste Meisterschaft und seinen sechsten Finals-MVP-Award.

Im Sommer 1998 beendete Michael Jordan zum zweiten Mal nach drei Titeln in Folge seine Karriere. In der ESPN/Netflix-Dokumentation "The Last Dance" hat der 57-Jährige nun gesagt, dass er auch noch ein weiteres Jahr für die Chicago Bulls gespielt hätte.

"Wenn alle Jungs, die '98 gewonnen hatten, gefragt worden wären ... 'Wir geben dir einen Einjahresvertrag, um es ein siebtes Mal zu versuchen', hätten sie dann unterschrieben? Ja, das hätten sie getan", sagte Jordan. "Hätte ich für ein Jahr unterschrieben? Ja, das hätte ich getan. Ich hatte zu dem Zeitpunkt ohnehin nur noch Einjahresverträge."

Die Bulls hatten die 97/98er Spielzeit von Beginn an als "The Last Dance" bezeichnet, da Bulls-GM Jerry Krause zu Head Coach Phil Jackson gesagt hatte, dass dies seine letzte Saison sei. Zudem hatte Scottie Pippen einen Trade gefordert und bei Jordan hielten sich erneut laute Gerüchte, dass er wie schon im Jahr 1993 über einen Rücktritt nachdenke.

Nachdem jedoch auch die Meisterschaft 1998 gewonnen wurde, bot Bulls-Besitzer Jerry Reinsdorf Jackson einen neuen Vertrag an, obwohl Krause dessen Abgang bereits öffentlich gemacht hatte. Jackson lehnte ab. "Ich sagte, dass ich eine Pause machen sollte", so der elfmalige Meister-Coach. "Ich denke, es ist unfair gegenüber Krause, und es wäre schwer für ihn gewesen, das zu akzeptieren."

Jerry Reinsdorf: Neue Verträge für Pippen & Co. "Selbstmord"

Jordan wusste von diesem Angebot nichts, wie er in der Dokumentation sagte. Reinsdorf sagte allerdings auch, dass er das Team so oder so auflösen müsste, da es "Selbstmord" gewesen wäre, alternden Spielern wie Pippen, Dennis Rodman oder Ron Harper noch einmal hohe Gehälter zu bieten. Jedoch habe er sich einen Neuaufbau um Jordan vorstellen können.

"Das war das Ende", sagte Reinsdorf. "Hätte Michael zurückkehren wollen und wäre gesund gewesen, dann denke ich, dass Krause in wenigen Jahren ein Meister-Team um ihn hätte bauen können. Aber es wäre nicht sofort passiert." Jordan sah dies anders und sagte, dass man mit dem Team in voller Besetzung direkt den nächsten Titel hätte holen können.

Michael Jordan sah sich 1998 auf dem Höhepunkt

MJ äußerte zudem, dass sein "Handwerk" in der letzten Saison ihren Höhepunkt erreichte, und dass die 98er Saison die beste überhaupt war. Es sei daher für ihn auch nicht schön gewesen, auf diesem Höhepunkt aufzuhören. "Es macht mich wahnsinnig", sagte Jordan stattdessen. "Denn ich denke, wir hätten sieben gewinnen können. Wir hätten es vielleicht nicht geschafft, aber es nicht mal versuchen zu können, das kann ich aus irgendeinem Grund immer noch nicht akzeptieren."

Das Team löste sich dann tatsächlich auf. Jordan und Jackson traten (beide zeitweise) zurück, Rodman wurde entlassen, Steve Kerr und Pippen wurden getradet. Jordan kehrte später im Trikot der Washington Wizards zurück, gewann jedoch keine Meisterschaft mehr. Jackson dagegen holte mit den Lakers noch fünf Ringe als Head Coach. Die Bulls erreichten seit 1998 nicht mehr die Finals.

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