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NBA

NBA: Liga bespricht wohl weitreichende Regeländerungen - kommt ein Midseason-Turnier?

Von SPOX
Commissioner Adam Silver ist schon länger ein Befürworter eines Midseason-Turniers.

Die NBA ist einem Medienbericht zufolge derzeit in Gesprächen mit der Spielergewerkschaft NBPA und den Medienpartnern, um möglicherweise weitreichende Anpassungen am Spielplan vorzunehmen. So wird offenbar die Möglichkeit besprochen, die reguläre Saison zu verkürzen und dafür ein Midseason-Turnier sowie eine Art Pre-Playoffs einzuführen.

Das berichten Adrian Wojnarowski und Zach Lowe von ESPN. Demnach wird neben den genannten Punkten wohl auch über ein mögliches Reseeding der vier Conference Finalisten in den Playoffs gesprochen. So würde unabhängig der Conference das Team mit der besten Bilanz in der regulären Saison auf das viertbeste Team treffen, um möglichst die beiden besten Teams der Liga in den Finals sehen zu können.

Laut Woj und Lowe sind die Gespräche bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, die NBA hofft offenbar, bereits im April 2020 beim Treffen des Board of Governors über die Regeländerungen abstimmen zu können. Das Ziel sei es, die Anpassungen für die Saison 2021/22, der 75. NBA-Saison, einzuführen.

Den Vorstellungen der NBA zufolge würde dann erstmals ein Midseason-Turnier ausgetragen werden, in dem alle 30 Teams zunächst in einer Gruppenphase und anschließend in einem K.O.-System um einen zweiten Pokal neben der Larry O'Brien-Trophy kämpfen würden.

Durch eine gleichzeitige Verkürzung der regulären Saison werden die meisten Teams dem Vorschlag der NBA zufolge in einer Saison (ohne Playoffs) nur noch 78 oder 79 Spiele absolvieren (aktuell 82 Spiele). Unter Umständen könnten einzelne Franchises höchstens auf 83 Spiele kommen, je nachdem wie weit sie es in dem Midseason-Turnier schaffen und ob sie an den sogenannten Play-In-Spielen zu den Playoffs teilnehmen müssen.

An dieser Art Pre-Playoffs sollen vier Teams pro Conference teilnehmen: Der Siebtplatzierte spielt dabei gegen den Achtplatzierten, der Gewinner ist für die Postseason qualifiziert. Der Verlierer muss in einem Spiel gegen den Gewinner aus der Partie des Neunt- gegen den Zehntplatzierten um den letzten Playoff-Platz kämpfen.

Commissioner Silver Befürworter eines Midseason-Turniers

Diese Play-In-Spiele würden kurz nach dem Ende der regulären Saison stattfinden, als Termin für das Midseason-Turnier wird die Zeit zwischen Ende November (nach Thanksgiving) und Mitte Dezember anvisiert. Die Spieler und Coaches des Siegerteams sollen mit Geldpreisen kompensiert werden.

Commissioner Adam Silver ist laut Woj und Lowe schon seit Jahren bemüht, solch ein Turnier ähnlich eines Pokalwettbewerbs im europäischen Fußball auch in der besten Basketballliga der Welt einzuführen.

Zwar rechne die Liga nicht damit, dass dieses neue Turnier sofort "enthusiastisch" von den Teams und Spielern aufgenommen wird, doch die Hoffnung sei, dass mit der Zeit die Tradition und damit auch das Ansehen des MIdseason-Turniers wächst. Dadurch soll zudem der Wegfall von Einnahmen durch die verkürzte Regular Season ausgeglichen werden.

Die NBA kann diese weitreichenden Regeländerungen und Anpassungen am Spielplan nicht ohne die Zustimmung der NBPA einführen. Nach Informationen der beiden ESPN-Journalisten führen Commissioner Silver und Michele Roberts, die Direktorin der Spielergewerkschaft, schon seit einer Weile entsprechende Gespräche. Offenbar gebe es bisher unter den 30 Teams "keinen wirklichen Widerstand", wie eine anonyme, hochrangige Quelle in dem Bericht zitiert wird.

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