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NBA

McGrady: "Also ich würde mehr werfen!"

Von SPOX
Trotz kleiner Rolle genießt Tracy McGrady mit den Spurs den tiefsten Playoff-Run seiner Karriere
© getty

Tracy McGrady, Danny Green und Kawhi Leonard sind nicht die Stars der San Antonio Spurs, dennoch haben alle drei wichtige Rollen im Team - und sei es nur, LeBron James im Training zu imitieren. Vor Spiel zwei sprechen der Routinier, der Dreierschütze und der "LeBron-Stopper" über das besondere Teamgefühl bei den Spurs, Coach Popovich und den amtierenden MVP LeBron James.

Frage: Was erwarten Sie in Spiel zwei vom Gegner?

Danny Green: Miami wird natürlich niemals wollen, dass wir auch das zweite Spiel klauen. Insofern erwarte ich einen Gegner, der von Anfang an sehr aggressiv auftreten und versuchen wird, früh für klare Verhältnisse zu sorgen.

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Frage: Haben Sie die Heat nach dem ersten Spiel vielleicht schon am Haken?

Green: So dürfen wir nicht denken, das wäre gegen so einen Gegner fatal. Wir haben viel mehr das Gefühl, dass wir in Spiel eins Glück hatten. Wir müssen besser spielen, um auch in Spiel zwei eine Chance zu haben. Das ist unsere Herangehensweise.

Frage: Tracy, Sie spielen im Training oft den LeBron...

Tracy McGrady: Wer hat denn das gesagt? (lacht)

Frage: Das habe ich gelesen... Jedenfalls können Sie sich vielleicht ganz gut in ihn hineinversetzen. Wird er nach der Niederlage in Spiel eins und der Kritik an ihm im kommenden Duell mehr werfen?

McGrady: Mit der Frage haben wir uns nicht groß auseinandergesetzt. Es ging vor allem darum, sich zu erholen, ein paar Sachen an unserem eigenen Spiel zu analysieren, die nicht gepasst haben.

Frage: Aber wenn Sie noch mal in ihrer Blüte stünden und in den Finals 0-1 hinten lägen: Würden Sie nicht noch mehr werfen?

McGrady: Oh doch, viel mehr! Ich will ja gewinnen! Spaß beiseite: Wenn man gegen eine der besten Verteidigungen der Liga spielt, dann kann man nicht wild drauf los ballern. Man muss die Defense lesen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Frage: Wie schlagen Sie sich denn als LeBron-Double?

McGrady: Ganz gut, glaube ich. Ich bin ja ein Scorer und Playmaker.

Frage: Kawhi, Sie haben LeBron verteidigt. Was nehmen Sie aus dem ersten Spiel mit?

Kawhi Leonard: Ich weiß jetzt genau so viel wie vorher: Dass er einfach ein großartiger Spieler ist. Ich werde weiter versuchen, mein Bestes gegen ihn zu geben.

Frage: In direkten Duellen hat er nur zwei von acht Würfen gegen sie getroffen, die Medien loben Sie als neuen LeBron-Stopper? Erhöht das für Sie den Druck?

Leonard: Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass ich ihn gestoppt habe. 18 Punkte, 10 Assists, 18 Rebounds: Er hat ein super Spiel gemacht.

Frage: Aber 18 Punkte: So wenige Punkte hat LeBron in den Playoffs seit zwei Jahren nicht gemacht. Das ist doch schon eine Leistung...

Leonard: Nein, überhaupt nicht. Wir versuchen hier, die NBA Finals zu gewinnen. Ich kann meinen Job bestimmt noch besser machen.

Frage: Was müssen Sie als Team in Spiel zwei besser machen?

Green: Wir hatten zum Beispiel ein paar Mal Glück, dass sie einfache Würfe vergeben haben, die dürfen wir ihnen nicht wieder gestatten. Und wir selbst haben einige Male beim Rebound nicht konsequent gearbeitet.

Frage: Müssen Sie davon ausgehen, dass sich die Heat noch mehr auf Tony Parker einschießen werden?

Green: Sie werden sich so oder so auf Tony einschießen. Er hat die ersten drei Viertel nicht sein bestes Spiel gemacht, aber im vierten Viertel war er da. Wir haben totales Vertrauen in seine Fähigkeiten und sein Entscheidungsverhalten. Er macht uns alle besser.

Frage: Erwischen Sie sich jemals dabei, dass Sie über Parker staunen und darüber, was ein Spieler seiner Größe zu leisten imstande ist?

Green: Er hat ja seinen Floater. Man muss nicht überragend groß sein, um den auch gegen körperlich überlegene Gegner loszuwerden. Aber mit welcher Konstanz er ihn trifft, gegen Spieler wie Dwight Howard, die ja nicht nur groß sind, sondern auch noch hoch springen, das ist schon ziemlich erstaunlich.

Frage: Tracy, neben Parker gibt es weitere Ausländer in ihrer Mannschaft, die Spurs sind ein sehr internationales Team. Sie haben in China Auslandserfahrung gesammelt, trifft das ihren Geschmack?

McGrady: Ja, wir haben Australier, Franzosen, Argentinier, Brasilianer - sogar Kanadier! Ich versuche, alle Sprachen zu lernen (lacht). Das ist einfach eine super Gruppe, eine richtige Familie. Ich habe hier unglaublichen Spaß.

Frage: Die Spurs spielen einen sehr teamorientierten Stil. Ist die Tatsache, dass so viele verschiedene Nationalitäten aufeinandertreffen, dafür verantwortlich?

McGrady: Mehr als alles andere ist der Trainer dafür verantwortlich. Pop weiß genau, dass man als One-Man-Show nicht gewinnen kann, schon gar nicht, wenn man hier, in den Finals angekommen ist. Wir müssen smart spielen, den Ball von einer Seite zur anderen bewegen und die Defense aus der Balance bringen.

Frage: Popovich hat sie kurz vor den Playoffs ins Team geholt und ihnen eine neue Chance gegeben. Wie erleben Sie ihn?

McGrady: Er ist einer der besten Trainer der Geschichte. Ein großartiger Motivator, großartiger Lehrer. Er kennt sich perfekt im Basketball aus.

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