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NBA

Nowitzki nahe an der Perfektion

Von Florian Regelmann
Dirk Nowitzki war von den Heat mal so gar nicht zu stoppen
© Getty

Siege in Miami sind besonders schön. Zumindest für die Dallas Mavericks. Immer noch das Finals-Trauma vor Augen zeigten Dirk Nowitzki und Co. beim 111:96-Sieg bei den Heat eine der besten Saisonleistungen. Dallas (27-19) festigte mit dem Erfolg den siebten Platz in der Western Conference.

Wenn jedes Jahr der neue Spielplan herauskommt und Dirk Nowitzki sich die wichtigsten Spiele im Kalender anstreicht, dann markiert er immer einen Auftritt ganz besonders. Und zwar jenen in Miami.

Seit den Finals 2006 ist schon eine ganze Weile vergangen, aber dennoch bleibt es fest in den Köpfen verankert, wie die Mavs damals mit einer 2:0-Führung nach Miami reisten, nur um eine sicher geglaubte Championship noch aus der Hand zu geben.

86 Prozent Trefferquote

"Ich denke immer noch darüber nach. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte diese ganze Woche in Miami einfach ungeschehen machen", sagte Nowitzki.

Kann er natürlich nicht. Das Einzige, was er tun kann, ist sich mit Monster-Leistungen zu trösten. So wie jetzt wieder.

Nowitzki erzielte beim 111:96-Sieg der Mavs bei den Heat 30 Punkte. Er tat dies mit einer ganz annehmbaren Trefferquote (12/14) von knapp 86 Prozent... Von der Freiwurflinie traf der Deutsche alle fünf Versuche. Dazu holte er 7 Rebounds und gab 3 Assists.

"Weil Dirk so ein großartiger Spieler ist, betrachten wir es manchmal als selbstverständlich, dass er solche Leistungen bringt. Miami gehört defensiv zu den Top-Teams, aber Dirk hat es ziemlich leicht aussehen lassen, 12 von 14 Würfen zu treffen", sagte Mavs-Headcoach Rick Carlisle.

Motiviert, konzentriert, energiegeladen

Unterstützung kam von allen Seiten. Von einem gewohnt starken Jason Terry (20 Punkte), von einem immer besser in Form kommenden Josh Howard (15 Zähler), von Jason Kidd (11 Assists) oder von Brandon Bass und J.J. Barea, die jeweils 11 Punkte machten.

Es war von Anfang bis Ende einer der überzeugendsten Auftritte der Mavs in dieser Saison. Motiviert, konzentriert, mit viel Energie. Als Team schoss Dallas über 60 Prozent. Egal, ob sie frei standen oder in Bedrängnis waren, die Mavs trafen. Zuvor hatte man es nur in sieben von 45 Spielen über die 50-Prozent-Marke geschafft.

Schon nach dem ersten Viertel lag Dallas mit neun Punkten in Führung (24:15). Miami, das einen Tag zuvor in Indiana verloren hatte, wirkte müde, kam aber dann im zweiten Viertel mit 34 Punkten ins Rollen. Das Problem der Heat: Trotz ihrer jetzt funktionierenden Offense verkürzten sie den Rückstand vor der Pause gerade mal auf acht Punkte (49:57).

Auf der Suche nach der Konstanz

Mit einem 16:5-Lauf entschieden die Mavs das Spiel in der zweiten Hälfte vorzeitig. Knapp elf Minuten vor Ende lag Dallas mit 91:70 in Front. Game over. Dwyane Wade, der die Mavs damals in den Finals fast im Alleingang killte, stand am Ende zwar wie Nowitzki bei 30 Punkten, doch das störte die Mavs an diesem Abend nicht.

Dallas feierte den neunten Sieg in Folge in der Regular Season gegen Miami und beendete einen insgesamt enttäuschenden Monat Januar mit einem positiven Erlebnis.

"Wir mussten diesen Monat einige frustrierende Niederlagen einstecken. Es war hart. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und versuchen, bis zum Ende der Saison konstant so zu spielen wie heute", sagte Nowitzki.

Auch Nowitzki weiß natürlich, dass sie die Heat noch 50 Mal in Serie schlagen können und es nichts ändern würde. Die Erinnerung an die vergebene Chance in den Finals werden sie erst los, wenn sie mal eine Championship gewonnen haben. Dass sie das schaffen, erscheint in diesem Jahr zwar völlig unrealistisch, aber zumindest die Playoffs werden die Mavs locker erreichen, wenn sie so spielen wie in Miami. Das wäre ja schon mal ein Anfang.

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